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    NIEDERLAUER

    Vier Bildstöcke in Niederlauer sollen restauriert werden

    Teils massive Schäden weisen mehrere Bildstöcke in Niederlauer auf. Es handelt sich um den Bildstock hinter der Bäckerei... Foto: Manfred Mellenthin

    Vier Bildstöcke in der Gemeinde sind zum Teil stark renovierungsbedürftig und sollen restauriert werden. Bürgermeister Richard Knaier informierte bei der Ratssitzung in Oberebersbach, dass sich die Kosten für die Gemeinde im sehr überschaubarem Rahmen bewegen werden, da Spendenzusagen in Aussicht gestellt wurden.

    Kopf der Bekrönungsfigur fehlt

    „Die Bildstöcke in allen drei Ortsteilen sind zum größten Teil in einem ordentlichen Zustand“, informierte Knaier über eine Besichtigung. Als stark restaurierungsbedürftig wurde allerdings der Bildstock aus Sandstein eingestuft, der hinter der Bäckerei Wolf vor dem Lauersteg steht. Risse, Absandungen und Aufwölbungen sowie der fehlende Kopf der Bekrönungsfigur und rostende Eisenklammern machen ein Handeln dringend notwendig. Die Kosten wurden auf rund 3800 Euro geschätzt, davon müsste die Gemeinde 2600 Euro zahlen.

    Ebenfalls starke Schäden sind am „Heiligenhäuschen“ aus dem Jahr 1795 zu erkennen. Das Kunstwerk steht gegenüber der Schlosserei Weisenseel, wenn man in den Ort hineinfährt. 4832 Euro Kosten insgesamt, als Eigenanteil verbleiben der Gemeinde rund 3400 Euro. Bei diesen beiden historischen Zeitzeugen kann sich Knaier gut vorstellen, dass diese Aufwendungen über Kunstfreunde mitfinanziert werden. „Bessere Zeiten“ hat sicher auch schon das Kreuz auf dem Kirchenvorplatz gesehen. Hier wartet Bürgermeister Knaier noch auf eine Antwort der Kirchenverwaltung, dem Eigentümer des Denkmals. Kleinere Schäden bestehen am Kriegerdenkmal neben der Kirche. Für rund 500 Euro kann die Löwenfigur, die Risse aufweist und der ein Vorderlauf fehlt, wieder restauriert werden.

    Brunnen soll Dorfbild aufwerten

    Mögliche Varianten für die Gestaltung eines Dorfbrunnens in der Saalestraße Oberebersbach wurden ebenfalls diskutiert. Gedacht ist an einen Pumpbrunnen, der im Rahmen der Straßen- und Gehwegsanierung in Oberebersbach das Dorfbild aufwerten soll und an frühere Zeiten erinnern soll. Dem Gemeinderat werden jetzt verschiedene Modelle mit einer einfachen der dörflichen Gestaltung angepassten Handschwengelpumpe vorgestellt.

    Bürgermeister Knaier informierte, dass bei Veranstaltungen auf dem Bergfestplatz in Unterebersbach auf die gültigen Regeln zu achten ist. Anlass waren Beschwerden mehrere Bürger über „massive Lärmbelästigungen bis in die frühen Morgenstunden“. Knaier wies darauf hin, dass Feiern anzumelden sind und im Interesse aller Anlieger die Nachtruhe einzuhalten ist. Verlängert wurde um 25 Jahre der Pachtvertrag für das Sportgelände mit der DJK Unter-/Oberebersbach, das Überlandwerk Rhön GmbH aus Mellrichstadt wird für rund 30 000 Euro einen weiteren Abschnitt der Straßenbeleuchtung auf LED umrüsten.

    Kein Wahllokal in Oberebersbach

    Bürgermeister Knaier legte fest, dass es bereits bei der kommenden Landtagswahl im Oktober in Oberebersbach kein Wahllokal mehr geben wird. Die sehr geringe Auslastung und die Möglichkeit der Briefwahl oder das Wahllokal in Unterebersbach zu nutzen, seinen gute Gründe für eine Schließung. Abgestimmt mit 3:2 für eine Schließung wurde für diesen nur Oberebersbach betreffenden Punkt von den Oberebersbachern Gemeinderäten und Bürgermeister Richard Knaier. Kümmern will sich der Bürgermeister um die fehlenden oder kaputten Plastikschilder an den örtlichen Werbetafeln für Veranstaltungen, ebenso für eine bessere Ausschilderung in Unterebersbach, die auf den Verlauf des Radweges nach Bad Neustadt hinweisen sollen. Knaier freute sich, dass der Lauerstrand sehr gut frequentiert wird. Er sei allerdings nicht der Platz zum Autowaschen oder um Lagerfeuer zu machen.

    Das gemeindliche Einvernehmen wurde zum Bauantrag zur Errichtung einer Überdachung an eine bestehende landwirtschaftliche Lagerhalle in der Gemarkung Oberebersbach erteilt, ebenso zu einer geplanten Einfriedung eines Grundstücks im Lauerblick 4 in Niederlauer zum öffentlichen Straßenraum hin. Positiv wurde auch der Antrag auf einen Vorbescheid zur Erweiterung einer Anlieferungs- und Verteilerhalle um rund 1200 Quadratmeter „An der Bahn“ beschieden.

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