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    Trappstadt

    Warum Senioren in ein Schul-Klassenzimmer umziehen wollen

    Das Gästehaus in Trappstadt: Im Obergeschoss des Anbaus (im Bild rechts) befindet sich derzeit noch der Clubraum der Trappstädter Senioren. Die wollen künftig ein im Erdgeschoss der leerstehenden Schule gelegenes Klassenzimmer als Treffpunkt nutzen, was vom Gemeinderat wohlwollend aufgenommen wird. Foto: Alfred Kordwig

    Vor der Zusammenkunft im Sitzungssaal unternahmen Bürgermeister Michael Custodis und die Gemeinderäte einen kleinen Dorfrundgang. Im Feuerwehrhaus machten sie sich im Beisein von Kreisbrandrat Stefan Schmöger ein Bild von den Umkleidemöglichkeiten für die insgesamt 51 Trappstädter Feuerwehrleute, darunter 17 Jugendliche. Schnell war man sich einig darüber, dass Verbesserungen nötig sind, indem zum Beispiel mehrere zusätzliche Spinde aufgestellt werden.

    Weniger Stufen zu nehmen

    In Augenschein genommen wurde in Anwesenheit mehrerer Trappstädter Senioren außerdem ein im Erdgeschoss gelegenes Klassenzimmer der leerstehenden Schule. Dieses möchte der Seniorenclub künftig als Treffpunkt nutzen, um nicht mehr die vielen Stufen in den ersten Stock des Gästehausanbaus erklimmen zu müssen, wo sich momentan noch das Clubzimmer befindet. Der Gemeinderat hatte bereits in einer vorangegangenen Sitzung signalisiert, diese Idee zu unterstützen, konkrete Beschlüsse dazu wird es in einer der nächsten Sitzungen geben.

    Die Tagesordnung war überschaubar bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Trappstadt. Im einzigen Tagesordnungspunkt, zu dem eine Beschlussfassung geplant war, ging es im Zusammenhang mit der Abwicklung steuerlicher Abschlüsse und Steuererklärungen um die Umstellung auf ein neues Umsatzsteuerrecht.

    Übergangsfrist bis Ende 2020

    Hintergrund: Bis zum 31. Dezember 2015 waren „juristische  Personen des öffentlichen Rechts“ wie etwa die Bürgermeister einer Gemeinde keine umsatzsteuerlichen Unternehmer. Seit dem 1. Januar 2016 ist das anderes, nachdem der Gesetzgeber veranlasst hat, dass auch „juristische Personen des öffentlichen Rechts“  grundsätzlich als Unternehmer zu betrachten sind. Da die Übergangspflicht am 31. Dezember 2020 abläuft, empfahl die Verwaltung der Gemeinde Trappstadt, für die Umsetzung ein Steuerbüro zu beauftragen. Der Gemeinderat vertagte allerdings den Beschluss, da seiner Meinung nach die beiden vorliegenden  Angebote nicht in allen Belangen direkt miteinander vergleichbar sind.

    Bearbeitet von Alfred Kordwig Bearbeitet von Alfred Kordwig

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