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    GOLLMUTHHAUSEN

    Warum Wegepflege sich auszahlt

    Die Teilnehmer begutachten den fertiggestellten Forstweg. Foto: Wolfgang Handwerker

    Aufgrund der Häufigkeit von Starkregen und langen Trockenperioden wird eine permanente Wegepflege immer wichtiger, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Deshalb lud die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Fränkische Rhön und Grabfeld w. V. zu einer Informationsveranstaltung in den Gollmuthhäuser Wald ein.

    Wolfgang Handwerk, Revierleiter der FBG, konnte hierzu Vertreter von Gemeinde und Körperschaften und Privatwaldbesitzer begrüßen.

    Indes: Die ganzjährige Nutzung des Waldes durch Waldbesitzer, Forstunternehmer und Erholungssuchende verlangt eine dauerhafte Pflege. Doch auch ohne menschlichen Zutuns nagt der Zahn der Zeit an den Wegen. Wasser, Frost, Wind und Bewuchs sind natürliche Schadfaktoren.

    Zusätzlich treten Schäden und Verschleiß durch Holzerntemaßnahmen, Holzabfuhr und Befahrung mit Pkws auf. Die Folgen der Beanspruchung sind Auswaschungen, Verlagerung von Material, Verdrückungen, Schlaglöcher und die Zerstörung der Tragschicht. Es kommt zu erheblichen Einschränkungen bei der Benutzung bis hin zur Unbefahrbarkeit.

    Deshalb ist es wichtig, das Wasser vom Wegekörper fern zu halten. Hierzu gehört, den störenden Humus und Bewuchs zu entfernen, überhöhte Seiten- und Mittelstreifen abzuziehen und das Dachprofil wieder her zu stellen, regelmäßig die Durchlässe zu reinigen, das Lichtraumprofil freizuschneiden und von Anfang an mit einem Wegehobel das teure Befestigungsmaterial der Deckschicht kontinuierlich zurück zu holen.

    Über die Arbeitsweise eines Wegehobels konnten sich die Teilnehmer in der Praxis ein Bild machen. Julian Lörzel, Unternehmer aus Oberwaldbehrungen, zeigte mit seinem Team in der Praxis alle Schritte, die nötig sind, um mit einem Wegehobel das Dachprofil wieder herzustellen. So konnte sich jeder davon überzeugen, wie sinnvoll so eine Maßnahme ist.

    Wird ein Weg nicht ausreichend gepflegt, müssen später schwere Geräte zum Einsatz kommen, die weitaus teurer sind. Somit lassen sich pro Jahr und Laufmeter bis zu 0,47 Euro sparen, wie Wolfgang Handwerk vorrechnete. Deswegen ist eine regelmäßige Wegepflege unerlässlich, um Geld zu sparen und einen dauerhaft guten und verkehrssicheren Wegezustand zu erhalten.

    Zum Abschluss dankte Wolfgang Handwerk allen Teilnehmern und besonders Julian Lörzel für die praktische Vorführung.

    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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