• aktualisiert:

    Oberwaldbehrungen

    Was wird aus dem Gruppenhaus?

    Was wird aus dem Gruppenhaus in Oberwaldbehrungen? Eine grundlegende Sanierung käme die Stadt Ostheim sehr teuer. Foto: Eva Wienröder

    Oberwaldbehrungen   Nach Ostheim und Urspringen war nun noch der Ortsteil Oberwaldbehrungen mit dem Bürgerforum an der Reihe. Durch sehr zahlreiches Erscheinen zeigten die Bewohner des kleinen 184 Seelendorfes ihr Interesse am aktuellen Geschehen.

    Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs hatte zunächst einen umfassenden Rechenschaftsbericht über die kommunalen Gegebenheiten gegeben. Was Oberwaldbehrungen angeht, griff er die Sanierung der historischen Friedhofsmauer auf. Diese wird sukzessive instand gesetzt. Nachdem man bereits in den Vorjahren Maßnahmen durchgeführt hat, steht heuer ein weiteres Teilstück an. Mit knapp 45.400 Euro sind dafür die Kosten veranschlagt.

    Der Breitbandausbau geht weiter in die nunmehr vierte Stufe, wovon auch Oberwaldbehrungen profitieren soll. Wie in Ostheim auch, ist geplant, stark unterversorgte Gebiete ans Glasfasernetz anzuschließen. Die Vertragsunterzeichnung war Ende Februar dieses Jahres. Für die Ausbauzeit hat die Deutsche Telekom 36 Monate angesetzt. Die Kosten liegen bei 1,254 Millionen Euro, dank großzügiger staatlicher Förderung reduziert sich der Eigenanteil der Stadt auf rund 217.000 Euro.

    Wie geht es mit dem Gruppenhaus weiter?

    Aus der Versammlung wurde sich erkundigt, wie es mit dem Gruppenhaus in Oberwaldbehrungen weitergehen soll. Nach der Umstrukturierung im Bereich Tourismus ist die Ferienunterkunft in der ehemaligen Schule an das neu gegründete Kommunalunternehmen vermietet und wird nach wie vor von Familien- und Freizeitgruppen gerne genutzt. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, um es in Schuss zu halten, übernimmt der städtische Bauhof regelmäßig Erhaltungsmaßnahmen. Aber ewig werde man das Haus so nicht führen können, räumte Waldsachs ein. Eine grundlegende Erneuerung wäre sehr kostspielig und man müsste sich überlegen, ob die Kosten dann noch im Verhältnis zum Nutzen stehen.

    3. Bürgermeister und Ortssprecher Steffen Malzer merkte noch an, dass das Feriendomizil wegen seiner Schlichtheit und den niedrigen Nutzungsgebühren nachgefragt sei. Nach einer großangelegten Erneuerung müsste man in ein ganz anderes Preissegment einsteigen und damit auch in Konkurrenz zu Einrichtungen wie dem “Rhöniversum” treten. Fraglich sei, ob man dies wolle und ob man da überhaupt mithalten könne, gab Malzer zu bedenken.

    Am “Urspringer Weg” fänden sich dort, wo sonst Lesesteine abgelagert wurden, inzwischen immer mehr Betonblöcke und anderer Bauschutt, beklagte Martha Corleis. Die Verwaltung wird verständigt, schließlich handelt es sich bei Schutt um eine illegale Abfallentsorgung, versicherte Bürgermeister Waldsachs.

    Gedanken über die Gestaltung des Friedhofs machen

    Altbürgermeister Adolf Büttner meinte, dass man sich unbedingt Gedanken über die Gestaltung des Friedhofes machen sollte und empfahl eine Planungsbüro heranzuziehen. Steffen Malzer mahnte zum bedachtsamen Vorgehen. Da es sich beim Friedhof um eine kostendeckende Einrichtung handele, müssten Maßnahmen umgelegt werden, was sich dann wieder in den Grabgebühren niederschlagen würde. Die Belastung für die Bürger müsse im verträglichen Rahmen bleiben. Christoph Schindler regte an, den Bereich für naturnahe Bestattungen etwas ansprechender zu gestalten.

    Gefragt wurde nach dem Grünschnittplatz. Angedacht war zunächst, ihn auf unweit des jetzigen Standortes auf ein Grundstück neben dem Wanderparkplatz am “Hübig” zu verlegen. Die Stadt sieht aber erst einmal davon ab. Auch die zunehmende Elektromobilität wurde angesprochen und gefragt, ob die Stadt beabsichtige, Ladesäulen zu errichten. Aktuell sei dies kein Thema, so der Stadtchef.

    Die Feuerwehr hatte darum gebeten, das Bushaltehäuschen beim Feuerwehrhaus bei Veranstaltungen als Unterstand nutzen zu dürfen. Die beiden Bürgermeister konnten nun eine noch bessere Offerte machen. Da die alte Apfelpresse nicht mehr benötigt werde, könne dieser Raum als Unterstellmöglichkeit dienen.

    Bürgermeister Waldsachs griff das Thema “Sued-Link” auf. Eine Option bei den ursprünglichen Planungen war eine Trasse, die auch Oberwaldbehrungen tangiert hätte. Inzwischen wird von den Planern ein Korridor bei Mellrichstadt favorisiert (wir berichteten). Die Stadt Ostheim wird laut Waldsachs trotzdem noch einmal eine Stellungnahme abgeben und ihre Bedenken gegen eine Trassenführung, die Oberwaldbehrungen betreffen würde, unterstreichen.

    Das Dorf ist keine "Hundetoilette"

    Auch in Oberwaldbehrungen ist Hundekot in Grünanlagen und auf öffentlichen Plätzen ein Ärgernis. Eine private Initiative hat mit Wissen der Stadt einige Schilder aufgestellt, die den Hundehaltern bewusst machen soll, dass das Dorf keine “Hundetoilette” ist.

    Ein Versammlungsgast regte noch an, die Markthalle in Ostheim umzugestalten, sie habe schlichtweg zu viel Stallcharakter. Ursprünglich hätte es sich ja einmal um eine Scheune gehandelt und bei der Sanierung vor vielen Jahren sei von den Behörden die  Auflage ergangen, diesen Charakter zu bewahren, entgegnete Waldsachs.

    Bearbeitet von Eva Wienröder

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!