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    Mittelstreu

    Wasserpreise werden neu kalkuliert

    Bei der Sanierung der Wasserversorgung in Mittelstreu werden die Sandfilter durch Ultrafiltration ersetzt. Foto: Brigitte Gbureck

    VG-Geschäftsstellenleiter Peter Hehn erläuterte bei der Sitzung des Wasserzweckverbands Mellrichstädter Gruppe den Haushaltsplan 2019. Größte Maßnahme ist die Sanierung des Wasserwerks (siehe nebenstehender Bericht). Im Verwaltungshaushalt wurde im Rahmen der Neukalkulation der Wasserpreis für die Gemeinde Heustreu auf 39 Cent angehoben und eine Mindestabnahme von 25 000 Kubikmetern vereinbart. 2018 wurden 36 597 Kubikmeter abgenommen. Für Bad Neustadt wurde der Wasserpreis mit 55 Cent neu kalkuliert, der gemäß Staffelung für die Abnahme über 100 000 Kubikmeter bis auf 45 Cent sinkt. An Bad Neustadt wurden im vergangenen Jahr 112 650 Kubikmeter Wasser geliefert.

    Aufgrund des geplanten Anschlusses des Mellrichstädter Stadtteils Mühlfeld an den Wasserzweckverband wird in diesem Jahr mit einem Rückersatz durch die Gemeinden von 16 000 Euro gerechnet. Die Betriebskostenumlage der Mitgliedsgemeinden beträgt 335 600 Euro. Ursachen für die Steigerung gegenüber dem Vorjahr liegen zum einen in erhöhten Personalkosten durch Doppelbesetzung und zum anderen in den relativ hohen Unterhaltungskosten für das alte Wasserwerk und für die technische Ausstattung, etwa mit einem Notstromaggregat für 40 000 Euro.

    Wassermenge ausschlaggebend

    Die Betriebskostenumlage für die Mitgliedsgemeinden richtet sich nach den insgesamt abgenommenen Wassermengen des Vorjahres. Im Vergleich zum Jahr 2017 mit 441 115 Kubikmetern wurden aufgrund des warmen Sommers im vergangenen Jahr 507 030 Kubikmeter Wasser abgegeben. 2019 liegt der Wasserpreis bei 66 Cent. Sollte man sich entscheiden, die Investitionen im Vermögenshaushalt über ein Darlehen zu finanzieren, wird sich die Betriebskostenumlage aufgrund der Verschiebung in der Steuer nach unten korrigieren, so Hehn.

    Kosten sind eingeplant für die Wartung der Ozonanlage und für die Chloranlage und Akkus für die Notstromanlage, insgesamt 14 000 Euro. Für das alte Wasserwerk werden 25 000 Euro für Ausbesserungsarbeiten eingestellt. Reparaturarbeiten am Wasserhochbehälter Mittelstreu, Ersatz des Notstromaggregats im Hochbehälter Reuthof und zwei Fenster in der Lochmühlquelle und im Hochbehälter Hendungen schlagen mit 49 000 Euro zu Buche. Für Beschaffungen für das Materiallager sind 31 000 Euro eingestellt. Die Kohle im Aktivkohlefilter im Wasserwerk Mittelstreu wurde 2007 für rund 60 000 Euro ausgetauscht. Sollte das Auswechseln der Kohle notwendig werden, wäre mit knapp 80 000 Euro zu rechnen.

    Lager wird erweitert

    Nach diesen Ausführungen wurde der Haushaltsplan 2019, der im Verwaltungshaushalt mit 677 000 Euro und im Vermögenshaushalt mit 826 200 Euro abschließt, einstimmig genehmigt, ebenso der Stellenplan 2019 und der Investitionsplan mit insgesamt 3,1 Millionen Euro für die Jahre 2018 bis 2022.

    Peter Hehn berichtete abschließend von zwei Prüfungsfeststellungen bei der örtlichen Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2017. Es wurde beanstandet, dass immer wieder Schellen bestellt werden und jede Lieferung mit Frachtkosten belegt wird. Um einen größeren Vorrat zu lagern, fehlt laut Hehn der Platz. Nach dem Umbau soll das Lager entsprechend erweitert werden. Wurden bisher keine Fahrtkosten für Dienstleistungen verrechnet, sollen sie ab dem Haushaltsjahr 2019 in Rechnung gestellt werden. Nachdem die Versammlung die Prüfungsfeststellungen zur Kenntnis genommen hatte, stellte sie das Ergebnis der Jahresrechnung 2017 einstimmig fest.

    Bearbeitet von Brigitte Gbureck

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