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    Fladungen

    Weg frei für einen Rewe-Nachfolger in Fladungen

    Auch wenn der Name noch nicht bekannt gegeben wurde. Einen Nachfolger für den Rewe-Markt in Fladungen gibt es offensichtlich. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats wurden vorbereitende Beschlüsse für die Ansiedlung getroffen. Foto: Simone Stock

    Eine Mammutsitzung kündigte Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten zu Beginn der Zusammenkunft des Fladunger Stadtrats an. Aber die meisten Punkte waren eher rein formeller Natur und schnell abgehandelt. Bedeutungsvoll war jedoch, dass die Bauleitplanung für den Nachfolger des Rewe-Markts auf den Weg gebracht wurde.

    Bevor diese Punkte abgehandelt wurden, mussten die Mandatsträger erst einmal ihre gestalterischen Vorstellungen von mehreren Bereichen der Schule und der Sporthalle auf einen Nenner bringen. Dazu waren Architekt Johannes Messerschmitt und seine Mitarbeiterin Tina Hochrein erschienen, die die verschiedenen Alternativen vorstellte. Wichtigster Punkt war in diesem Zusammenhang die Wahl der Bodenbeläge, der Zimmertüren sowie das Aussehen der Fassade an den beiden Gebäuden. Nach einigen Diskussionen verständigte sich das Gremium auf eine Linie, so dass der Architekt nun die Ausschreibung vorbereiten kann.

    Keine Ausweitung des Gewerbegebiets

    Gleich mehrere Beschlüsse drehten sich dann um die geplante Ansiedlung eines Nachfolgers für den Rewe-Markt. Da das Vorhaben auf dem Areal des noch bestehenden Marktes umgesetzt werden soll, nahmen die Räte die schon beschlossene Ausweisung eines erweiterten Gewerbegebiets zurück. Gleichzeitig machten die Stadträte den Weg für die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters samt Getränkemarkt auf dem Rewe-Gelände frei. Dazu müssen der Bebauungs- und Flächennutzungsplan geändert werden, weil die neuen Gebäude nicht exakt auf der Fläche des derzeitigen Markts entstehen. Die Bürgermeisterin räumte ein, dass "ich mir nichts sehnlicher wünsche, als dass die aufwendigen und nervenaufreibenden Vorarbeiten nun einen Abschluss finden". Den Namen des Discounters könne sie aber noch nicht bekanntgeben.  

    Die Stadt will ihre Bürger zum Naschen verführen und spannt dazu den Obst- und Gartenbauverein mit ein. So gibt es an der Stadtmauer zur Hochrhönstraße ein Grundstück, das seit Jahren vernachlässigt worden sei, berichtete das Stadtoberhaupt. Jetzt soll das Grundstück dank der Mithilfe der Gartler durch eine Sitzecke und verschiedene Obststräucher verschönert werden, an denen sich die Bürger frei bedienen können, erklärte die Bürgermeisterin. Die Kosten sollen 10 000 Euro nicht überschreiten.

    Drei Gegenstimmen

    Diesen Betrag hielten Rüdiger Sebold und Stefan Hippeli jedoch für zu hoch, weil sie die finanzielle Situation der Stadt nach wie vor für angespannt hielten. Die Bürgermeisterin verteidigte das Projekt als eine Verbesserung der Attraktivität der Stadt und hatte mit sieben zu drei Stimmen eine Mehrheit hinter sich.

    Ein weiteres Vorhaben zielt in die ähnliche Richtung. Mehrere Bürger aus Oberfladungen haben begonnen, das alte Rathaus von Oberfladungen samt Backhaus wieder in Schuss zu bringen. Während die meisten Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden sollen, muss eine Fachfirma den Austausch einer Toilette vornehmen, was rund 3000 Euro kosten soll. Die Stadt muss ansonsten nur für die Materialkosten aufkommen, so dass insgesamt höchstens 10 000 Euro anfallen. In diesem Fall wurde die Unterstützung einstimmig beschlossen und die Initiative der Bürger ausdrücklich hervorgehoben.

    Absprache mit der Bevölkerung

    Im weiteren Verlauf genehmigte das Gremium im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau die Reparatur des Kemetenwegs. Die Kosten liegen bei 15 000 Euro. Geschäftsführer Conny Schmuck informierte das Gremium anschließend über ein Projekt der Telekom zur Beseitigung von Funklöchern. In ganz Deutschland sollen 50 Kommunen ausgesucht werden, die keinen Mobilfunk empfangen und die mit einer Antenne ausgestattet werden, obgleich das Vorhaben für den Anbieter unrentabel ist. Das Gremium befürwortete eine Bewerbung für Sands und schlug auch gleich mehrere Standorte für einen Funkmast vor. Das Vorhaben soll aber erst noch mit der Bevölkerung abgesprochen werden, bevor der Antrag weitergeleitet wird.

    Zu guter Letzt befürwortete das Gremium noch die Bauanträge für einen Geräteschuppen in Heufurt, für eine Terrassenerweiterung des FC Bayern Fladungen, für ein Wohnhaus in Weimarschmieden sowie ein Einfamilienhaus Am Heiligenpfad in Oberfladungen.   Darüber hinaus will das Freilandmuseum eine alte Schmiede in Waldberg abbauen und auf dem Gelände der Einrichtung wieder aufbauen.

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