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    Wegfurt

    Wegfurt: Beim Rhöner BBQ-Festival war Schlemmen angesagt

    Unter den wachen Augen von Felix Kleinhenz und Alexander Bartz wurde das Spanferkel zubereitet. Foto: Marion Eckert

    Es war schon ein besonderer Geruch, der in Wegfurt am Samstagabend in der Luft lag. Eine Mischung aus Rauch, krossem Fleisch und Gewürzen. Das Rhöner BBQ-Festival auf dem Gelände der DJK Wegfurt zog eingefleischte Grill- und Barbecue-Freunde aus der ganze Region an. Über 1000 Besucher wurden gezählt. Nach dem großen Erfolg des Vorjahres war es für Initiator und Ideengeber Julian Rocco und seinen Freunde klar, dass es auch heuer wieder ein Rhöner BBQ-Festival geben muss, mit Fleischspezialitäten, die höchsten Qualitätsmaßstäben entsprechen.

    Julian Rocco und seine Freude sind selbst eingefleischte Barbecue-Fans. Dabei ist es ihnen wichtig zu erklären, dass der Begriff  Barbecue nicht mit dem herkömmlichen Grillen verwechselt werden dürfe. Häufig werde nämlich ein gemütliches Grillen mit Freunden und guter Musik als  Barbecue bezeichnet. Doch mit  Barbecue sei eigentlich eine Garmethode gemeint, die sich vom herkömmlichen Grillen deutlich unterscheidet.  Das Fleisch wird in speziellen Barbecue-Smokern ganz langsam, bis zu 16 Stunden, bei mäßiger Temperatur in der heißen Abluft eines Holzfeuers, ganz nach dem Motto "low and slow" gegart. Grillen dagegen findet direkt über der Glut bei 200 bis 300 Grad Celsius statt in viel kürzerer Zeit statt.

    Alles "Zutaten" aus der Rhön

    Neben der Zubereitung sei die Fleischqualität ausschlaggebend für ein gelungenes  Barbecue, erläutert Julian Rocco, dem sein Bruder und Chefkoch Daniel Kleinhenz zur Seite steht. "Wir beziehen unsere Zutaten hauptsächlich aus unserer Region. Angefangen über das Fleisch, das Holz, Backwaren, Bier, Bands, sogar die sogenannten "Pitmasters" (Grillchefs), die das Fleisch über viele Stunden zubereiten, das Feuer und das Grillgut überwachen. Wir setzen  auf hochwertiges, qualitatives und naturbelassenes, also hormon- und antibiotikafreies Fleisch und das schmeckt man."

    Julian Rocco, der Initiator und Ideengeber für das Rhöner BBQ-Festival überzeugte sich von der Fleischqualität der Rinderbrust. Foto: Marion Eckert

    Auch zwei Spanferkel wurden am Samstag zubereitet. Ein eigener Spanferkelgrill der "Mrs. Piggy-Crew" stand hierfür zur Verfügung. Gekommen war auch  das "Hot Smoker Team" aus Grafenrheinfeld mit einem besonders großen Smoker. "Mit einer Fleischkapazität von bis zu 600 Kilogramm dürfte wohl keiner mehr verhungern", meinte Julian Rocco schmunzelnd.

    Natürlich wurde,  ganz nach nordamerikanischem Vorbild, die "Holy Trinity" ("Heilige Dreifaltigkeit") des Barbecues mit  Spareribs, Pulled Pork und Beef Brisket aufgetischt. Teller im herkömmlichen Sinne gab es keine, das Fleisch wurde auf Tabletts angerichtet.

    Tristan Eckert (Schönau) war für das Zubereiten der Hähnchenkeulen zuständig. Foto: Marion Eckert

    Nur Buchenholz aus der Rhön für das Rhöner Barbecue

    Die "Rhöner-Pitmaster-Crew" war für die Qualität des Fleisches von Freitagabend ab im "Dienst". Sie haben viel Zeit und Hingabe bei der Fleisch-Zubereitung und Kontrolle des Feuers aufgewendet, um einen qualitativ hochwertigen Rauch zu erzeugen. Natürlich wurde nur Buchenholz aus der Rhön verwendet. Ein wenig Erfahrung war schließlich auch nötig, denn jedes einzelne Stück Fleisch reagiert unter Hitze anders und braucht Aufmerksamkeit oder individuelle Bearbeitung.  Bis zu 80 Helfer waren im Einsatz.

    Auch Vegetarier kamen auf ihre Kosten

    Am klassische Grillstand der DJK Wegfurt gab es neben Steaks, Bratwürstchen und Hamburger auch für Vegetarier eine Alternative.

    Auch wenn natürlich Country-Songs zum Ambiente am Sportheim gehörten, sieht sich das Team um Julian Rocco und seinen Bruder Daniel Kleinhenz als heimatverbunden an.  "Wir setzten aufbiologisch angebaute Rohstoffe, traditionelle Herstellungsverfahren, regionales Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung. Landwirte, Bierbrauer & Co.  ziehen alle an einem Strang, um sich von den Großkonzernen unabhängig zu machen." Ganz bewusst stellen sie sich gegen genmanipulierte Lebensmittel und stehen für Regionalität - mit dem Blick über den großen Teich.