• aktualisiert:

    WEIMARSCHMIEDEN

    Wem gehört die Straße?

    Über die Aktionen gegen die geplante Sperrung der Straße von Weimarschmieden nach Gerthausen wurde in den vergangenen Wo... Foto: Simone Stock

    Die Gemeinde Rhönblick will die Verbindungsstraße zwischen Gerthausen (Thüringen) und Weimarschmieden (Bayern) zu einem Rad- und Forstweg umwidmen (wir berichteten). Nun hat der Fall eine überraschende Wendung genommen: Die Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist wohl gar nicht befugt, die Straße für Fahrzeuge zu sperren.

    Bürgerinitiative

    Gegen das Vorhaben der Gemeinde Rhönblick, die den Straßenunterhalt nicht tragen will, wehren sich seit Wochen die Bürger in Ost und West. Der Thüringer Marko Pabst hat sogar eine Online-Petition eingereicht, um die geplante Straßensperrung zu verhindern, und bei einer Demonstration in Gerthausen im Februar haben die Nutzer der Straße ihren Unmut über das Vorhaben deutlich kundgetan.

    Doch eine Kreisstraße?

    Nun kommt neue Bewegung in den Fall. Denn die Straße gehört möglicherweise gar nicht der Gemeinde Rhönblick. Wie das Meininger Tageblatt berichtet, hat der Landtagsabgeordnete Michael Heym, der Vorsitzender des Petitionsausschusses im Thüringer Landtag ist, mitgeteilt, dass der Ausschuss eine Einschätzung des Ministeriums für Infrastruktur erhalten habe, in der deutlich gemacht werde, dass die Straße noch eine Kreisstraße sei.

    Nicht rechtskräftig

    Zum Hintergrund: Die Straße von Gerthausen nach Weimarschmieden war einst als Projekt der Einheit als Bundesstraße gebaut, in den Jahren nach der Wiedervereinigung aber stetig herabgestuft worden, bis zuletzt als Gemeindestraße – vermeintlich. Denn die Herabstufung von der Kreis- zur Gemeindestraße soll laut Berichterstattung des Meininger Tageblatts möglicherweise nicht rechtskräftig gewesen sein. Vielleicht muss die Frage zu guter Letzt vor Gericht geklärt werden.

    Über 1000 Unterschriften

    Marko Pabst und seine Mitstreiter hoffen, dass sich die Straßensperrung mit dieser Wendung erledigt hat. Auch Fladungens Altbürgermeister Raimund Goldbach sowie weitere Bürger aus der oberen Rhön hatten sich für den Erhalt der Straße, die Ost und West miteinander verbindet, eingesetzt. Insgesamt haben mehr als 1000 Bürger via Online-Petition und auf Unterschriftenlisten für die offene Verkehrsverbindung plädiert.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!