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    Wegfurt

    Wie geht es weiter mit der Kleinen Schule in Wegfurt?

    "Über die Zukunft der Kleinen Schule in Wegfurt ist noch nicht entschieden", machte Bürgermeister Georg Seiffert bei der Bürgerversammlung aufmerksam. Eine umfangreiche Renovierung sei nur mit erheblichen Kosten zu bewerkstelligen. Foto: Manfred Zirkelbach

    Den Anfang der Bischofsheimer Bürgerversammlungen in diesem Jahr machte Bürgermeister Georg Seiffert in der Wegfurter Großen Schule. Die Teilnahme seitens der Wegfurter an dieser Versammlung allerdings kann als äußerst zurückhaltend angesehen werden, saßen sich doch fast genauso viele Stadträte wie Bürgerinnen und Bürger gegenüber.

    Dabei hatte der Bürgermeister einen umfangreichen Maßnahmenkatalog mitgebracht. Für Wegfurt sei die Freigabe der Ortsumgehung ein großes Ereignis gewesen, wobei er allen Wegfurtern, vorweg der Bürgerinitiative UmWeg, ein großes Kompliment für ihren unbeugsamen Gemeinschaftssinn ausstellte. Der Zusammenhalt sei bei allen Beteiligten spürbar gewesen: „Das hat uns alle tief berührt“.

    Finanziell steht die Stadt gut da

    Trotz der zahlreichen Projekte und Bauvorhaben in der Stadt und in den Ortsteilen sei der finanzielle Untergrund der Stadt stabil: „Wir stehen gut da“. Dies sei an der soliden Steuerkraft ablesbar, die Einkommensteuer sei in den letzten Jahren auf steigendem Niveau, die Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger sei kontinuierlich zurückgegangen. Mit 4 820 Einwohnern hätten sich Bischofsheim und seine Ortsteile ebenfalls wieder stabilisiert, für Wegfurt wurden 503 Einwohner mit erstem Wohnsitz gezählt. Die Zahl der Kinder und jungen Leute sei ansteigend. Dies sei an den Zahlen in den Kindergärten und den Schulen ablesbar.

    Noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist über die Zukunft der Kleinen Schule neben dem Wegfurter Kindergarten. Neben einer Mietwohnung ist auch der Proberaum der Wegfurter Musikkapelle dort untergebracht und bildet mit dem Grundstück des Kindergartens eine Einheit. Bei einer Renovierung müsse laut Seiffert trotz Eigenleistungen einiges investiert werden. Er nannte hierzu eine vollkommen zu erneuernde Stromversorgung, die Sanitäreinrichtungen und das Hausdach als unbedingt notwendige Maßnahmen.

    Weitere Funkmasten sollen errichtet werden

    Ebenfalls wichtig für Wegfurt sei die anstehende Maßnahme der Abwasserbeseitigung mittels einer Pumpleitung zur Kläranlage nach Unterweißenbrunn. Inzwischen seien die Förderanträge in die Wege geleitet. Beim Thema Mobilfunk nannte der Bürgermeister Wegfurt noch immer einen „weißen Fleck“, welcher nunmehr allerdings durch die Aufstellung von weiteren Funkmasten beseitigt würde. Auf die Anfrage aus der Versammlung, wo die Masten errichtet würden, gab es seitens des Bürgermeisters keinen weiteren Hinweis.

    Zum künftigen Baugebiet "Pfarrstreich“ kündigte Georg Seiffert an, dass die Planung zügig weitergeführt werde und in diesem Zuge der derzeitige Spielplatz zugunsten eines weiteren Bauplatzes verlegt werden müsse. Weiterhin machte der Bürgermeister auf die Möglichkeiten der Schülerbetreuung aufmerksam.

    Biodiversitätszentrum als Chance für die gesamte Region

    Seiffert listete die umfangreichen weiteren Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet auf, verwies auf die Wichtigkeit des Hallenbades in Haselbach, welches die Stadt unbedingt erhalten wolle. Weitere dringende Maßnahmen seien die Sanierung der Rhönhalle in Frankenheim, die Stadtmauer am Gerberzwinger, die Weiterführung der Bauarbeiten an der Braunsmühle, die Rollsportanlage und das Kreativhaus in Bischofsheim.

    Als bedeutsame Investition für die Zukunft müsse für die Stadt die Errichtung des Biodiversitätszentrums gesehen werden, welches ein wichtiger Baustein für die Umwelt und den Erhalt der Natur für die gesamte Region sein werde. Die Naherholung sei für die Zukunft ein wichtiger Faktor, das sei eine Chance für die gesamte Region. Die Zahlen der Kurzurlauber verzeichnen bereits jetzt einen Zuwachs, weshalb der weitere Ausbau durch entsprechende Angebote im Gastgewerbe erfolgen müsse.

    Lebendfallen gegen die Waschbär-Plage

    Eine gravierende Änderung wird sich im Bischofsheimer Stadtrat bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ergeben. Durch den Einwohnerschlüssel für Gemeinden unter 5 000 Einwohnern wird sich der Stadtrat von 20 auf 16 Stadträte reduzieren. Der Bürgermeister rief dazu auf, aus allen Stadtteilen eine ausreichende Anzahl an Bewerbern in den verschiedenen Listen aufzustellen. Besonders die Frauen ermunterte er zur Kandidatur.

    In der Diskussion zeigten sich die Wegfurter recht verhalten. Für Carsten Zirkelbach haben sich die Waschbären zu einer wahren Plage entwickelt. Er plädierte dafür, diese nachhaltig zu bejagen. Der Innerort sei befriedeter Bereich, da sei keine Jagd möglich, erklärte hierzu der anwesende Jagdpächter Rolf Hobbie. Das Aufstellen von Lebendfallen hält er genauso wie Zweiter Bürgermeister Egon Sturm für die einzig rechtliche Möglichkeit. Beide wollen bei der Beschaffung und auch der Beseitigung behilflich sein.

    Edwin Keidel machte den Vorschlag, die Verbindungswege nach Schönau und Unterweißenbrunn wieder in einen guten Zustand zu versetzen. Dies sei notwendig, wenn die Brückenstraße einmal gesperrt werden müsse. Sonst hätten die Bewohner der rechts der Brend liegenden Häuser keine Möglichkeit einer Zufahrt zur B 279. Die noch ausstehende restliche Erdverkabelung der Stromversorgung in der oberen Au werde mit der Realisierung des Neubaugebietes „Pfarrstreich“ ausgeführt, bestätigte der Bürgermeister auf Anfrage von Elisabeth Voll. Sie bat auch darum, die Sicherung des Rückhaltebeckens oberhalb des Baugebietes Obere Au zu überprüfen.

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