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    Mellrichstadt

    Wie wird der Palmsonntag in Zeiten von Corona gefeiert?

    Trotz Corona-Krise: In den Pfarreiengemeinschaften Franziska Streitel Mellrichstadt, Besengau-Bastheim und Fladungen-Nordheim besteht am Palmsonntag die Möglichkeit, gesegnete Palmbuschen mit nach Hause zu nehmen.
    Trotz Corona-Krise: In den Pfarreiengemeinschaften Franziska Streitel Mellrichstadt, Besengau-Bastheim und Fladungen-Nordheim besteht am Palmsonntag die Möglichkeit, gesegnete Palmbuschen mit nach Hause zu nehmen. Foto: Ulrich Kind

    Mit dem Palmsonntag am 5. April wird die Karwoche eröffnet. Sie bildet den Höhepunkt der Fastenzeit und mündet ins Osterfest, das höchste Fest der katholischen Kirche. In diesem Jahr fallen die Feierlichkeiten aufgrund der Corona-Krise anders als gewohnt aus. Aufgrund der behördlichen Auflagen werden in diesem Jahr keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert. Pfarrer Thomas Menzel informiert daher die Gläubigen über die Regelungen in den katholischen Kirchengemeinden der Pfarreiengemeinschaften Franziska Streitel Mellrichstadt, Besengau-Bastheim und Fladungen-Nordheim.

    Traditionell wird die Palmsonntagsliturgie mit der Segnung der Palmzweige und einer Prozession eröffnet, die an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. Wie Pfarrer Menzel mitteilt, besteht auch unter den derzeitigen Umständen für die Gläubigen die Möglichkeit, gesegnete Palmbuschen mit nach Hause zu nehmen. Hierfür werden in den einzelnen Kirchengemeinden per Aushang die Ablageorte in den Kirchen oder in Kirchennähe bekannt gegeben. Die Gläubigen können am Samstag, 4. April, dort die Palmbuschen mit einem Namensschild bis zur Kirchenschließung am Abend ablegen. Nach der nicht-öffentlichen Segnung können die Palmbuschen dann am Sonntag ab 10 Uhr den ganzen Tag über abgeholt werden.

    Gesegnete Palmbuschen können am 5. April abgeholt werden

    Ablage und Abholung der Palmbuschen sind im Rahmen eines erlaubten Spaziergangs an den ausgewiesenen Orten rechtlich möglich, so Menzel. Dabei sind die Gläubigen gehalten, die behördlichen Auflagen strikt zu befolgen, sprich: den Mindestabstand einzuhalten und nur allein oder mit einer im Haushalt lebenden Person zu kommen, beziehungsweise im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts.

    Wer seinen Wohnort nicht verlassen kann oder zuhause bleiben möchte, kann auch ein persönliches Gebet zur Segnung der Palmzweige im Rahmen einer häuslichen Sonntagsandacht sprechen. Eine Vorlage für Dank- und Segensfeiern findet sich im katholischen Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“ unter der Nummer 27. Hier kann laut Menzel folgendes Gebet eingefügt werden: „Allmächtiger Gott, am heutigen Tag huldigen wir Christus in seinem Sieg und tragen ihm zu Ehren grüne Zweige in den Händen. Mehre unseren Glauben und unsere Hoffnung,erhöre gnädig unsere Bitten und lass uns in Christus die Frucht guter Werke bringen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.“

    "Schon jetzt sind die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaften eingeladen, die Kar- und Ostertage in häuslicher Gebetsgemeinschaft zu begehen und sich über Radio, Fernsehen und Internet miteinander im Gebet zu verbinden", so Pfarrer Menzel. Zudem sind die Kirchen geöffnet und können besucht werden. Hier liegen auch Gebetshilfen für die Feiertage aus.

    Erstkommunionfeiern werden verschoben

    Für die Kirchengemeinden erscheint vorerst für die Monate April und Mai kein Pfarrbrief mit Gottesdienstordnung. Die Gläubigen werden daher aufgefordert, verstärkt die Aushänge an den Kirchen und in den Schaukästen zu beachten sowie sich über die Internetseiten der Pfarreiengemeinschaften zu informieren: www.pg-franziska-streitel.de; www.pg-fladungen-nordheim.de.

    Eine weitere Tradition ist heuer nicht in gewohnter Weise üblich. Das Klappern, Ratschen oder Leiern von Kindern und Jugendlichen wird in diesem Jahr nicht regulär in Gruppen möglich sein, bedauert Menzel. Über die in den einzelnen Orten geübte Praxis erfolgt eine eigene Mitteilung per Aushang und im Internet, so dass sich die Gläubigen informieren können. Und noch eine Änderung macht die Corona-Krise nötig: Die Termine der Erstkommunionfeiern werden in allen drei Pfarreiengemeinschaften verschoben, so Pfarrer Menzel.

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