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    Stockheim

    Wort zum Wochenende: Gott ist auch im dunkelsten Dunkel bei uns

    Pfarrer Andreas Hutzler, Pfarreiengemeinschaft Stockheim-Ostheim.
    Pfarrer Andreas Hutzler, Pfarreiengemeinschaft Stockheim-Ostheim. Foto: Bildrechte Pfarrgemeinde Stockheim-Ostheim

    Natürlich dreht sich momentan alles um den Begriff Corona-Krise. Doch wenn von einer Krise die Rede ist, dann gehört auch der Palmsonntag dazu. In den Texten des Palmsonntages hören wir jedes Jahr von der Spannung: Wenn der Jubel der Menge, das "Hosianna!", umschlägt ins "Kreuzige ihn!" in der Passion.

    Erleben Sie das auch so in Ihrem Leben? Da bemüht man sich mit viel Einsatz, da wagt man den ersten Schritt, setzt sich voller guter Absichten ein. Und dann werden Pläne durchkreuzt oder die Wirklichkeit holt einen auf den Boden zurück. Wie zutiefst menschlich das ist, davon erzählen uns die Evangelien. Auch Jesus steht in dieser Spannung. Er ist so sehr Mensch, dass ihm diese Erfahrung nicht erspart bleibt, und er ist so sehr Gott, dass er aus Liebe zu uns Menschen diesen Weg mitgeht. Ein Gott, der sich ins dunkelste Dunkel mit hineinbegibt, weil er uns nicht alleine lassen will, wenn wir straucheln oder wenn der Tod uns bedroht. Das ist seine Liebe zu uns.

    Und gerade deshalb brauchen wir dem Dunkel oder der Verlassenheit in unserem Leben nicht auszuweichen. Es gehört zu unserem Leben dazu, und niemand, auch nicht Gott, kann es uns ersparen. Das alles ist Teil unseres Lebens. Aber mitten in der Krise ist er dabei und geht mit uns. Er wird unsere Tränen nicht verhindern können. Aber das hat er uns auch nie versprochen. Versprochen hat er nur bei uns zu sein, in jeder Lage und an jedem Tag. Und auf den Palmsonntag folgt eine Woche später Ostern, auch wenn das in diesem Jahr alles ein wenig anders sein mag.

    Andreas Hutzler
    Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Stockheim-Ostheim

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    Andreas Hutzler

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