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    Wülfershausen

    Zoff um Kündigung: Räte wollte mit Kälber weitermachen

    Die Kündigung des ehemaligen Gemeindeförsters Marcel Kälber durch Wülfershausens Bürgermeister Wolfgang Seifert sorgt immer noch für Aufregung. Foto: Andrea Warnecke

    Auf der Tagesordnung stand das Thema nicht. Vielmehr meldete sich stellvertretender Bürgermeister Willi Irtel zum Ende der öffentlichen Sitzung zu Wort, um zu Äußerungen des ehemaligen Gemeindeförsters Marcel Kälber Stellung zu nehmen, die er im Zusammenhang mit seiner Entlassung gemacht hat. Kälber hatte sich im Gespräch mit dieser Redaktion enttäuscht über das Verhalten des Gemeinderates gezeigt. Obwohl er darum gebeten habe, so erklärte er Mitte Oktober, habe der Gemeinderat zum Thema noch keine Stellung genommen.    

    Über das Thema wurde in nichtöffentlicher Sitzung mehrfach gesprochen

    In nichtöffentlichen Sitzungen sei mehrfach über dieses Thema gesprochen worden, betonte nun Will Irtel, der die Vorgehensweise von Bürgermeister Wolfgang Seifert als nicht angemessen bezeichnete. "Das hätte man anders klären müssen". Zur Erinnerung: Kälber war von Seifert unter anderem deswegen entlassen worden, weil Kritik an Abrechnungsmodalitäten bestand. Seifert entgegnete, dass er den Gemeinderat sehr wohl informiert habe, dieser aber nicht willens war mitzugehen. Deswegen habe er so handeln müssen.

    Bürgermeister sieht sich nach wie vor durch Stellungnahme des Landratsamtes bestätigt

     Außerdem sah sich Seifert durch die Stellungnahme des Landratsamtes zu der von Kälber eingereichten Dienstaufsichtsbeschwerde bestätigt. "Ich habe korrekt gehandelt", so Seifert, der auch keinen Grund sieht, sich bei Kälber zu entschuldigen, wie der gefordert hat.       

    Ruth Markert erklärte dazu, dass der Gemeinderat nahezu einstimmig dafür war, unter neuen Vorzeichen auch weiterhin mit Kälber zusammenzuarbeiten. "Es war klar, wie es künftig laufen sollte." Dann sei aber der Stein ins Rollen gekommen. Und Armin Maier betonte: "Wir sind nicht die Schuldigen."    

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