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    HÖCHHEIM

    Zu früh gefreut

    So die Überschrift des Artikels, der berichtet, dass mit einem Förderprojekt des Biosphärenreservates gezielt Lebensräume für den Rotmilan geschaffen werden sollen.

    Wenn das mal nicht erfreulich ist, da ja im Grabfeld zahlreiche Windkraftanlagen – vorhanden, bzw. genehmigt – eine Gefahr für den seltenen Vogel darstellen.

    Und noch erfreulicher, dass entgegen der bekannten Bestrebungen, weitere Windkraftanlagen zu errichten, auf einmal der Wert dieser bedrohten Vogelart betont wird und mit Geldern des Biosphärenreservats Anerkennung finden soll.

    Beim Weiterlesen war ich dann zusehends irritiert:

    Meines Wissens dienen Blühflächen zwar als Angebot für Insekten, die bekanntermaßen vom Aussterben bedroht sind. Die Förderung ist also für diesen Zweck sehr notwendig und die Bereitstellung sowohl von Brachflächen durch die Bauern als auch der Gelder durch das Biosphärenreservat ehrenwert.

    Der Rotmilan jedoch ist bei seiner Jagd nach Beutetieren auf kurzgehaltene Flächen angewiesen, die im Grabfeld u. a. leider auch unter Windkraftanlagen vorhanden sind.

    Das Ergebnis jagender Rotmilane im Kontakt mit den Rotoren mag sich sicher nicht jeder vor Augen führen.

    Dankenswert, dass unsere Augen sich wenigstens an den Blühflächen zur Erhaltung der Insekten erfreuen können.

    Hedi Dahinten, 97616 Bad Neustadt

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