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    Rödelmaier

    Zum Sparen verdammt

    Die Petrijünger von Rödelmaier haben den Steg gebaut. Die Gemeinde tut sich jedoch mit einem Zuschuss schwer, da sie zum Sparen gezwungen ist. Foto: Eckhard Heise

    Schwer tat sich der Gemeinderat von Rödelmaier mit zwei Zuschussanträgen des örtlichen Angelclubs. Die Mandatsträger fühlen sich an ihr Haushaltskonsolidierungskonzept gebunden und können nur schwerlich dagegen verstoßen.

    Im Grunde sind die Mandatsträger für das Engagement der Petrijünger dankbar. Sie hatten eine Hütte und einen Steg im Dorfsee gebaut, von dem die ganze Bevölkerung profitiert, weil sich die Holzkonstruktion gelungen in den neuen gelegten Dorfsee einfügt. Bei den Arbeiten sind zusammen rund 2700 Euro an Materialkosten angefallen, für die sich die Angler einen Zuschuss erhoffen.

    Pflicht zum Sparen

    Die Verwaltungsgemeinschaft erinnerte in ihrem Beschlussvorschlag jedoch eindringlich an die Pflicht zum Sparen und wies darauf hin,  äußerste Zurückhaltung bei freiwilligen Leistungen an den Tag zu legen. Problematisch sei, dass die Arbeiten schon vollendet seien, und so kaum eine Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm zu erwarten ist, gab Carola Kroczek zu bedenken. Bürgermeister Michael Pöhnlein erhielt letztendlich den Auftrag, das Thema noch einmal mit den Beteiligten zu suchen, um einen anderen Weg zu finden, wie der Angelverein unterstützt werden kann.

    Als hätte es noch eines Beweises für die finanzielle Lage bedurft, informierte das Ortsoberhaupt über das Urteil der Staatlichen Rechnungsprüfung zum Haushalt von 2019. Darin wird unter anderem an die Schuldenlast der Gemeinde erinnert und die Genehmigung weiterer Darlehen in Frage gestellt. Auf jeden Fall müsse die Gemeinde mit Nachdruck versuchen, ihren Haushalt in Ordnung zu bringen.        

    Im weiteren Verlauf segnete das Gremium den Bauantrag zur Errichtung einer Einfriedung im Dürmisweg und zum Bau eines Einfamilienhauses in der Straße Unterm Dorf ab.