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    Bad Neustadt

    Arbeitslosigkeit in Rhön-Grabfeld im Juli leicht verringert

    Arbeitsmarkt im Landkreis scheint sich leicht zu erholen. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind aber weiter spürbar.
    Einen leicht erholten Arbeitsmarkt meldet die Agentur für Arbeit für den Landkreis Rhön-Grabfeld im Juli.
    Einen leicht erholten Arbeitsmarkt meldet die Agentur für Arbeit für den Landkreis Rhön-Grabfeld im Juli. Foto: Sina Schuldt/dpa

    Der Arbeitsmarkt in Rhön-Grabfeld entwickelte sich im Juli ähnlich in ganz Bayern und auch der Region Main-Rhön. Die andauernden Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stellen dabei eine große Herausforderung dar. Konjunkturpakete sowie der massive Einsatz von Kurzarbeit stabilisieren Wirtschaft und Arbeitsmarkt aber ganz offensichtlich.

    „So zeigt die Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarkts. Allerdings verglichen mit dem Ausmaß der Krise und deren Folgen für die lokalen wirtschaftlichen Aktivitäten hielt sich die Wirkung auf die Arbeitsmarktzahlen in der Region Main-Rhön vergleichsweise im Rahmen“, bewertet Thomas Stelzer, der Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die aktuelle Lage.

    Neun Arbeitslose weniger

    Wie die Arbeitsagentur in ihrem Juli-Bericht festhält, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Rhön und Grabfeld von Juni auf Juli um neun auf 1515 Personen verringert. Im Vergleich von Juli 2019 auf Juli 2020 ist die Zahl - besonders auch aufgrund der Corona-Krise - allerdings deutlich gestiegen. So wurden heuer 442 Arbeitslose mehr als im Juli vor einem Jahr gezählt. Dies entspricht einem Zuwachs von rund einem Drittel. Die Arbeitslosenquote betrug wie schon im Juni auch im ablaufenden Monat 3,3 Prozent. Im Mai lag sie noch bei 3,4 Prozent, vor einem Jahr bei 2,3 Prozent.

    Noch offene Ausbildungsstellen

    Leichte Zeichen der Besserung gibt es bei der Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen. Sie sind in den vergangenen drei Monaten - von einem niedrigen Level aus - jeweils wieder angestiegen. Wurden im Mai noch 88 neue Stellen gemeldet, waren es im Juni schon 104 und im Juli 129. Im Vergleich zu den Vorjahreszahlen bedeutet dies dennoch einen Rückgang um 40 Prozent. Insgesamt 620 freie Stellen sind aktuell bei der Arbeitsagentur gemeldet, ein Minus von 40 Prozent im Vergleich zu 2019.

    Die Agentur für Arbeit hebt besonders hervor, dass es noch gute Chancen für Jugendliche ohne Ausbildungsstelle gibt. Zwar seien drei Viertel der Bewerber versorgt. Für Jugendliche, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle für den Herbst sind, sei die Situation aber weiterhin sehr günstig. Auf jeden bisher unversorgten Bewerber kämen derzeit rechnerisch noch 2,1 unbesetzte Ausbildungsstellen.

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