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    Bad Königshofen

    Bad Königshofen: Die Corona-Situation in der Partnerstadt Arlington

    In Bad Königshofens Partnerstadt Arlington/Texas erinnern der Bad Königshofen-Park, das Bad Königshofen Family-Aquatic-Center und vieles mehr an die Städtepartnerschaft. Diese besteht 2021 genau 70 Jahre und  gehört zu den ältesten Partnerschaften Deutschlands mit Amerika, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind
    In Bad Königshofens Partnerstadt Arlington/Texas erinnern der Bad Königshofen-Park, das Bad Königshofen Family-Aquatic-Center und vieles mehr an die Städtepartnerschaft. Diese besteht 2021 genau 70 Jahre und gehört zu den ältesten Partnerschaften Deutschlands mit Amerika, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind Foto: Hanns Friedrich

    Von der Corona-Pandemie ist auch Bad Königshofens Partnerstadt Arlington in Texas betroffen. Nähere Informationen hat jetzt die dortige Partnerschaftsreferentin, Sheri Capehart, auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt. Demnach hat die Stadt Arlington/Texas bereits Anfang März zusammen mit den Nachbarstädten die einheitliche Richtlinie des "Stay Home, Work Safe"-Erlasses eingeführt.

    Der Erlass schränkt die Art und Weise ein, wie Menschen arbeiten, reisen und sich versammeln, um das Coronavirus zu bekämpfen. In Arlington führten diese Einschränkungen dazu, dass der Freizeitpark "Six Flags Over Texas", das US-Bowling-Museum, das AT&T-Stadion der Dallas Cowboys und das Texas-Rangers-Baseballstadium sowie viele andere Touristenattraktionen geschlossen wurden.

    Einweihung des Baseballstadions verschoben

    Das neue Baseballstadion für die Texas Rangers (Globe Life Field) sollte im April eingeweiht und eröffnet werden. Die Eröffnung des Stadions sowie der Beginn der "Major League Baseball"- Saison wurden nun bis zu einem späteren Zeitpunkt ausgesetzt, der derzeit noch nicht bekannt ist.

    Die Schulen, Colleges und Universitäten sind geschlossen, nutzen aber Unterricht per Skype. Sie werden wohl auch nicht mehr in diesem Schuljahr öffnen. Die Geschäfte sind geschlossen, es sei denn, sie werden als lebensnotwendig erachtet. Viele Restaurants sind für den Mitnahme-und Drive-In-Service geöffnet.

    Medizinische und zahnärztliche Verfahren wurden, wann immer möglich, aufgeschoben um sicherzustellen, dass Krankenhäuser und medizinisches Personal für die Bedürftigsten zur Verfügung stehen.

    Über die Situation in Deutschland berichtet

    "Obwohl sich die Art und Weise, wie wir hier leben, arbeiten, spielen und lernen, vorübergehend geändert hat, sehen wir eine starke Bereitschaft in unserer Gemeinschaft und in vielen kleinen Unternehmen und Wohltätigkeitsorganisationen, sich in diesen schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen," schreibt Sheri Capehart. Unabhängig von räumlichen Grenzen sitze man letztendlich – wie auch die Bürger der Partnerstadt Bad Königshofen –  im selben Boot.  

    Nach wie vor gelte der Wahlspruch: "Unsere Freundschaft mit Bad Königshofen steht weiterhin unerschütterlich wie ein Fels in der Brandung." In Arlington hofft man, dass Bad Königshofen von der Verbreitung des Coronavirus nicht zu stark betroffen ist und dass alle bei guter Gesundheit sind. Darauf hat Bürgermeister Thomas Helbling geantwortet und von der Situation in Deutschland berichtet. Niemand sei für die Krise verantwortlich. "Wir müssen auch in diesen schwierigen Zeiten überall zusammenhalten." Thomas Helbling bat Grüße aus der Partnerstadt Bad Königshofen an die Bevölkerung und an den Bürgermeister mit seinem Team zu überbringen.

    Seit den 1960er Jahren in Amerika

    Brigitta Norman, die in der Nähe von Dallas zu Hause ist, stammt aus Kleineibstadt, hieß früher Jahrsdörfer, und lebt seit den 1960er Jahren in Amerika. Von Corona ist sie noch nicht betroffen. Sie weiß von wenigen Infizierten und einigen, die intensiv in einer Klinik behandelt werden.

    Martha Liehsel, die in der Nähe der Bad Königshofener Partnerstadt Arlington/Texas lebt und seit Jahrzehnten eine enge Kontaktperson der Partnerschaft ist, weiß, dass es in der Nord-Texas-Region schon viele Corona-Fälle gibt. In bestimmten Gebieten sei es besonders schlimm. "Viele Leute sind arbeitslos und wahrscheinlich werden auch kleinere Geschäfte und Restaurants diese Krise nicht durchstehen können."

    Sie wohnt auf dem Land, etwa 100 Kilometer südlich von Arlington. Martha Liehsel hält sich an die Vorgaben und geht lediglich zum Einkaufen, um die notwendigen Lebensmittel zu  besorgen.

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