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    Bischofsheim

    Bischofsheim: Die Sanierung der Altstadt geht weiter

    Im Gerberzwinger wird Bischofsheims Innenstadtsanierung fortgeführt. Der Grundsatzbeschluss wurde vom Stadtrat hierzu gefasst.
    Im Gerberzwinger wird Bischofsheims Innenstadtsanierung fortgeführt. Der Grundsatzbeschluss wurde vom Stadtrat hierzu gefasst. Foto: Marion Eckert

    Die Sanierung der Bischofsheimer Altstadt ist mittlerweile ein Prozess, der sich über 25 Jahre erstreckt. Ganz aktuell geht es nun mit der Neugestaltung des Gerberzwingers weiter. Der dafür nötige Grundsatzbeschluss wurde von den Stadträten einstimmig gefasst. Bürgermeister Georg Seiffert sprach von einer langen und intensiven Planungsphase mit den Anliegern. Die Regierung von Unterfranken als Fördermittelgeber habe bereits zu den Planungen ihr mündliches Einverständnis gegeben. Konkret handelt es sich um den Bereich zwischen Löwenstraße und Fastnachtsgasse sowie den Bereich Mühlgasse.

    Durch die historisch gewachsene Bebauung seien die Straßenräume sehr beengt. Größerer Lieferverkehr beziehungsweise das Müllfahrzeug könnten aufgrund der beengten Situation den Gerberzwinger nicht durchgehend befahren, die müssten zum Teil rückwärts wieder herausfahren. Der Mühlbach durchzieht den Gerberzwinger und begleitet den Straßenverlauf. An der Degetsmühle befindet sich noch ein Mühlrad, das derzeit nicht mehr in Betrieb ist. Der Mühlgraben beziehungsweise die Natursteinmauer des Mühlbachs sind mittlerweile zum Teil baufällig und wurden über die Jahre immer wieder mit Beton ausgebessert. Vegetation im und entlang des Mühlgrabens stellt im Quartier die einzige Grünstruktur dar.

    Verkehr und Aufenthaltsqualität

    Die Planung sieht nun vor, den Mühlbach als charakteristisches, historisches Element des Gerberzwingers in den Vordergrund zu rücken. Neben dem Verkehr soll im Gerberzwinger die Aufenthaltsqualität verbessert und mehr Grün angesiedelt werden.

    Das Projekt wird über das bayerische Städtebauförderungsprogramm Innen statt Außen mit 80 Prozent gefördert. Die Kostenschätzung liegt bei etwa 1 067 000 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Kanalerneuerung und die Erneuerung der Wasserleitung mit den dazugehörigen Hausanschlüssen. Diese Kosten werden bei der Städtebauförderung nicht berücksichtigt. Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister: „Die Straße wird asphaltiert, die Randbereiche werden mit Natursteinpflaster versehen, analog zur Hofstraße.“

    Die Fastnachtsgasse folgt in einem nächsten Schritt

    Die Fastnachtsgasse ist von der Maßnahme nicht betroffen. „Das machen wir im nächsten Schritt, um das Viertel nicht lahm zu legen“, so Seiffert. Die Sanierung der Fastnachtsgasse wäre dann der letzte Schritt der Innenstadtsanierung. Nachdem keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben werden, sind die Anlieger an den Kosten nicht beteiligt. Lediglich ihre neuen Hausanschlüsse werden sie bezahlen müssen.

    Wie futuristisch und extravagant darf in Bischofsheim gebaut werden? Für das Grundstück in der Osterburgstraße lag ein Bauantrag für einen Rundbau mit Lichtkuppel vor. Diese Bauvorhaben sorgte für eine ausführliche Diskussion im Gremium und führte schließlich zu einem Patt bei der Abstimmung. Die Stimme des Bürgermeisters gab den Ausschlag, der Bauantrag wurde abgelehnt. Letztlich hatten die Stadträte nicht eine Geschmacksfrage zu beurteilen, sondern die rechtliche Seite und da waren sie mehrheitlich nicht bereit, die nötigen Ausnahmen und Befreiungen vom Bebauungsplan auszusprechen.

    Behandlung von Bauangelegenheiten

    Zugestimmt wurde folgenden Bauangelegenheiten: Anbau eines Wohnraumes im Obergeschoss auf dem Anwesen in der Geigensteinstraße in Oberweißenbrunn, Anbau auf dem Anwesen Am Langenberg in  Unterweißenbrunn, Nutzungsänderung eines Vorratskellers zu einem Praxisraum in der Birkenstraße in Bischofsheim, Umbau und Sanierung eines Einfamilienwohnhauses in der Büttnergasse in Bischofsheim.

    Die Deutsche Funkturm GmbH plant in Oberweißenbrunn die Aufstellung eines Mobilfunkmastes. Der Stahlrohrmast wird 20 Meter hoch sein und befindet sich im Außenbereich. Aus dem Kommunalen Förderprogramm für Investitionen zur Revitalisierung der Ortskerne wurde für das Anwesen Hauptstraße 47 in Wegfurt eine Förderung in Höhe von 35 000 Euro bewilligt.

    Mit einer Gegenstimme stimmte das Gremium für die Beteiligung an der Interkomm-IT Rhön-Grabfeld GmbH. Die Stadt Bischofsheim wird Gesellschafter. Dazu ist eine Stammeinlage von 3000 Euro und ein liquides Kapital von 27 000 Euro zu zahlen.  Der bisher für die EDV zuständige Mitarbeiter der Stadt Bischofsheim wird nicht in die GmbH wechseln, sondern in Bischofsheim bleiben.

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