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    Eußenhausen

    Die Funken brennen noch immer

    Ingrid und Lothar Reß aus Eußenhausen feierten ihre goldene Hochzeit. Mit dabei auch die Enkelinnen Daleen und Melissa. Zum Gratulieren kam auch Bürgermeister Michael Kraus.
    Ingrid und Lothar Reß aus Eußenhausen feierten ihre goldene Hochzeit. Mit dabei auch die Enkelinnen Daleen und Melissa. Zum Gratulieren kam auch Bürgermeister Michael Kraus. Foto: Marion Eckert

    Die gemeinsame Arbeit auf dem Hof, der Familienzusammenhalt, Toleranz und Großzügigkeit – das sind die Eckpunkte für 50 gemeinsame Ehejahre von Lothar (72) und Ingrid Reß (68). In Eußenhausen ist die Familie zuhause und hier fühlen sie sich rundum wohl. Sie sind eingebunden in die Dorfgemeinschaft und ihre drei Kinder sind in der unmittelbaren Umgebung beheimatet.

    Lothar Reß stammt aus Eußenhausen, seine Frau Ingrid aus Wargolshausen. Während seiner Zeit bei der Bundeswehr, Reß absolvierte den Wehrdienst in Wildflecken, Hammelburg und Mellrichstadt, fuhr er immer wieder einen Kollegen, der aus Wargolshausen stammte, am Wochenende nach Hause. Es entstand eine Freundschaft und der Kollege lud Lothar Reß zum Wargolshäuser Fasching ein. Das war 1968. Auch die junge Ingrid war an diesem Abend beim Fasching. So begegneten sich Lothar und Ingrid. "Es war Liebe auf den ersten Blick. Es hat sofort gefunkt", erinnern sie sich  gerne an diese ausschlaggebende Begegnung und betonen: "Bis heute funkt es noch. Die Funken brennen noch immer."

    Stolz auf die Großfamilie

    Ingrid zog zu ihrem Lothar nach Eußenhausen. 1970 wurde geheiratet. Drei Kinder wurden dem Ehepaar geschenkt, die beiden Söhne Ingo und Karsten sowie Tochter Christine. Die Kinder und mittlerweile sechs Enkel sind alle in der näheren Umgebung ansässig, der jüngste Sohn Karsten wohnt mit seiner Familie bei den Eltern im Haus. Auf ihre Großfamilie sind Lothar und Ingrid sehr stolz. "Wir waren immer bestrebt, dass sie in der Nähe bleiben."

    Lothar Reß ist gelernter Werkzeugmacher, nach der Lehre stand er bei der Firma Reich in Mellrichstadt an der Drehbank. Doch auch die Liebe zur Landwirtschaft hat ihn nie losgelassen. Bis vor zwei Jahren war er in der Ferkelerzeugung tätig. 30 Muttersauen hielten Reß auf ihrem Hof. Während Lothar Reß noch berufstätig war, war seine Frau Ingrid morgens für die Stallarbeit zuständig. Neben Landwirtschaft, Familie, Haushalt und Kindererziehung war Ingrid Reß auch bei der Firma Reich beschäftigt. Zunächst in der Kugellagermontage und später in der Versandabteilung.

    Die Christbaum-Kultur hat mittlerweile Sohn Karsten übernommen. Doch Lothar Reß ist nahezu täglich mit dabei und unterstützt, wo er nur kann. Arbeit und die Unterstützung der Kinder prägt das Leben der Familie Reß. "Wir haben ein Leben lang gebaut", verweisen sie stolz auf das Erreichte. "Es fällt schwer, wenn man mal nichts zu tun hat", sind sie sich einig.

    Fußball und Gesang

    Doch neben all der Arbeit war stets auch Zeit für Hobbys. Sport, genauer Fußball, spielte im Leben von Familie Reß immer eine große Rolle. Sohn und Schwiegersohn waren aktive Fußballer. Heute tritt Enkelin Daleen in die familiären Fußstapfen. Doch nicht die Leidenschaft für Fußball, auch die Liebe zum Gesang teilen Ingrid und Lothar Reß. Im Gesangsverein Eußenhausen sind sie seit Jahrzehnten aktiv. Auch für die Dorfgemeinschaft ist Lothar Reß aktiv. Er ist der örtliche Beauftragte der Teilnehmergemeinschaft und hofft, dass der Abschluss der Flurbereinigung noch in seiner Amtsperiode stattfinden wird.

    Dass neben all der Arbeit, den Hobbys und dem Ehrenamt und der Familie auch noch Zeit für Reisen blieb, war der Unterstützung von Lothar Reß' Eltern zu verdanken. Sie halfen in der Landwirtschaft aus, wenn die junge Familie in Italien Urlaub machte. Gespannt lauschte Bürgermeister Michael Kraus den Ausführungen von Lothar und Ingrid Reß. Mit dem nötigen Abstand in Corona-Zeiten gratulierte er im Namen der Stadt Mellrichstadt zur Goldenen Hochzeit und wünschte noch viele weiter glückliche und gemeinsame Jahre.

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