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    Hohenroth

    Eigenstrom für die neue Edmund-Grom-Volksschule Hohenroth

    Der Bau der Edmund-Grom-Volksschule in Hohenroth ist recht weit gediehen. Sie wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung erhalten. Zu klären ist noch die Größe und die Art der Vermarktung.
    Der Bau der Edmund-Grom-Volksschule in Hohenroth ist recht weit gediehen. Sie wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung erhalten. Zu klären ist noch die Größe und die Art der Vermarktung. Foto: Brigitte Chellouche

    Nachhaltigkeit wird in Hohenroth schon immer groß geschrieben. So soll auf Vorschlag von Bürgermeister Georg Straub eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Edmund-Grom-Volksschule installiert werden, um den Eigenstrombedarf der Schule zu decken. Damit stieß er bei den Gemeinderäten auf offene Ohren.

    Zur Vorstellung von Varianten der Eigenstromerzeugung hatte das Gemeindeoberhaupt Andreas Bauer von der Agrokraft, einem Dienstleister der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Genossenschaft Hohenroth, eingeladen. Bauer legte fiktive Zahlen vor und machte daraus ein Rechenexempel mit verschiedenen Ergebnissen. Er habe als Anhaltspunkt für seine Kalkulation nur eine einzige echte Zahl von Bürgermeister Georg Straub erhalten, nämlich den bisherigen jährliche Stromverbrauch der gesamten Schule. Darauf baute sich seine Rechnung mit verschiedenen Varianten auf.

    Zwei Varianten dem Gemeinderat vorgestellt

    Unter diesen Varianten stachen zwei heraus, die das Gremium für gut befand. Zum einem könnte die Schule die Anlage selbst bauen. Das bedeutet, sie müsse von der Gemeinde finanziert und betreut werden. Der Strom und die restlichen Erträge kämen dann voll der Gemeinde zugute. Der zweite Vorschlag, die Genossenschaft baue und betreue die Anlage und vermietet die fertige Anlage an die Gemeinde. Die Gemeinde kann dann den Eigenstrom nutzen und auch die Erträge, falls Strom verkauft würde, gehörten der Gemeinde. Sie müsse jedoch Miete und die Dienstleistungen an die Agrokraft bezahlen.

    Christof Herbert warf ein, dass die Unsicherheit über die Zahlen des Stromverbrauches sehr groß sei. Niemand wisse, wieviel Strom im Jahr wirklich von der neuen Schule benötigt werde. Jürgen Straub plädierte für ein Jahr Wartezeit. Man sehe dann, wieviel Strom gebraucht wird. Erst dann könne man mit richtigen, festen Zahlen arbeiten. Was jedoch einem Großteil der Räte Sorgen bereitete, war die Genossenschaft, die dann Besitzer der Photovoltaikanlage wäre. Derzeit zählt die Genossenschaft 106 Mitglieder, die darüber entscheiden, ob sich die Gruppe nach außen öffnet oder nicht. Und bei Öffnung folglich neue Mitglieder aufnimmt, die Anteile kaufen können.

    Keine neue Genossenschaft

    Und genau dies war der Knackpunkt. Die Gemeinderäte waren sich einig, das vorgestellte Ziel von Andreas Bauer nur weiterverfolgen zu lassen, wenn die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Genossenschaft sich für neue Mitglieder öffnet. Eine neue Genossenschaft für die Photovoltaikanlage auf der Schule zu gründen, wäre zu aufwändig, erklärt Bauer auf Nachfrage von Andre Härder.

    Auf Anregung von Natalia Reinhardt wird Bürgermeister Georg Straub eine von der Größe her vergleichbare Schule suchen als Anhaltspunkt für den Stromverbrauch. Tobias Grygier schlug vor, die Schüler und deren Eltern mit in das Projekt einzubeziehen. Gebaut werden soll jedoch auf jeden Fall eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung für die Edmund-Grom-Volksschule, war der Konsens aller Gemeinderäte. Variabel sind noch die Größe, die Form des Baus und die Art der Vermarktung.

    Zwei Bauanträge genehmigt

    In Kenntnis gesetzt wurden die Mitglieder des Bauausschusses von Bürgermeister Georg Straub über einen Bauantrag in Windshausen. Dort soll im Talweg ein Wohnhaus mit Garage errichtet werden. Nachdem das Bauvorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht, wird es von der Genehmigung freigestellt.

    Ein wenig anders lag der Bauantrag zum Dachgeschossausbau in der Köhlerstraße von Windshausen. Dort wird im bestehenden Gebäude durch den Dachgeschossausbau eine neue Wohneinheit geschaffen. Die erforderlichen Stellplätze dafür wurden nachgewiesen. Auf der Ostseite und der Westseite des Dachgeschosses sollen je eine Schleppdachgaube aufgebracht werden. Die Dacheindeckung wird mit roten Ziegeln erfolgen. Da das Grundstück im Innerortsbereich von Windshausen liegt, muss sich der Bau in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen, was es auch tut. Das Einverständnis der Bauausschussmitglieder erfolgte einstimmig.

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