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    Bastheim

    Eine Unterwasserwelt in Bastheim

    Die Unterführung erstrahlt dank der kreativen Kinder in neuem und vor allem buntem Glanz.
    Die Unterführung erstrahlt dank der kreativen Kinder in neuem und vor allem buntem Glanz. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    In eine Unterwasserwelt kann man nicht nur in den Ozeanen oder in den Meeresaquarien abtauchen. Nein – nun gibt es auch eine Unterwasserwelt im Besengau. Genau genommen in Bastheim. Dort haben die Mädchen und Jungen des örtlichen Schülerhorts die Fußgängerunterführung, die von der Schulstraße unter der Ortsdurchfahrt der Staatsstraße hindurch ins Trülltal und zum Spielberg führt, mit Farbe und Pinsel in eine farbenprächtige und kunstvolle Unterwasserwelt verwandelt.

    Hurra – geschafft ! Die Mädchen und Jungen vom Bastheimer Schülerhort freuen sich zusammen mit ihren Betreuerinnen über ihre neue „Unterwasserwelt“.
    Hurra – geschafft ! Die Mädchen und Jungen vom Bastheimer Schülerhort freuen sich zusammen mit ihren Betreuerinnen über ihre neue „Unterwasserwelt“. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Eine schöne Idee, die Jung wie Alt begeistert aufgenommen hat. Während man den Tunnel noch vor wenigen Tagen rasch gedankenlos durchschritten und die eine oder andere Kritzelei oder Schmiererei an den Wänden keines Blickes gewürdigt hat, bleibt man nun stehen und betrachtet mit Interesse und Sympathie die vielen kleinen Meeresbewohner, die die Hortkinder unter der Regie von Leiterin Margit Barthelmes und des Betreuerinnenteams auf die bislang weißgrauen, nun im warme, wasserblau gehaltenen Wände wie kleine Kunstwerke verteilt haben.

    Fische, Muscheln und Krebse

    Ein großer Wal prustet da dem Betrachter ebenso entgegen wie kleine und große Quallen. Bunte Fische, Muscheln, Krebse und vieles mehr ziehen am Auge des Betrachters vorüber. Flotte, vorwitzige Seepferdchen springen auf und ab. Meergras scheint sich in der Strömung zu wiegen. Das „Schülerparadies 2020“ – wie es am Eingang zur Unterführung heißt - lädt dazu ein, den abgebildeten Tauchern zu folgen und die Unterwasserwelt für sich zu entdecken.

    Die Kinder hatten riesigen Spaß, sich dort künstlerisch zu betätigen. Eine ganze Woche lang wurde fleißig vorbereitet, gezeichnet und gemalt. Gemeinsam wurden im Hort Schablonen für die einzelnen Bewohner der Unterwasserwelt gestaltet und ausgeschnitten. Dann wurden sie an die Wand gehalten und die Umrisse vorgezeichnet. Anschließend rückten die insgesamt zwölf Mädchen und Jungen mit Pinsel und Farbtöpfchen an und verwandelten die schattenhaften Umrisse in Meerestiere, -pflanzen und auch -gesteinsformationen.

    Mit Steinen gegen die Gemälde geworfen

    Noch vor den Pfingstferien wurde das Kunstwerk fertig gestellt. Eigentlich war es, wie Margit Barthelmes im Gespräch betont, bereits zu den Osterferien geplant gewesen. Doch leider scheint doch nicht jedermann in Bastheim Gefallen an dieser Idee zu finden. Dennoch bevor die „Unterwasserwelt“ fertig gestellt war, haben ein oder mehrere Unbekannte mit Steinen gegen das bereits Aufgemalte geworfen und hässliche Betonabplatzungen verursacht. Auch die Bodenfliesen haben das zu spüren bekommen. Durch die Steinwürfe sind sie teilweise abgeplatzt.

    Nicht nur die Verantwortlichen des Schülerhortes, die Kinder und deren Eltern, sondern auch Bürgermeister Tobias Seufert und die Mitglieder des Gemeinderates sind verärgert. Man werde dieser Art von Vandalismus, der auch schon an anderer Stelle festzustellen war, nicht länger tatenlos zusehen, sondern auch bei der Polizei zur Anzeige bringen. „Wir stellen Kameras auf und wenn sie dann überführt sind, müssen sie alles wieder neu herrichten“, forderten schon einmal die Kinder im Brustton der Überzeugung angesichts der deutlich sichtbaren Schäden. Man kann nur hoffen, dass keine weiteren Schäden verursacht werden.

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