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    Oberfladungen

    Fladungen: "Ein Multitalent und großer Könner" geht

    Pfarrvikar Paul Reder (rechts) durfte sich über einen prall gefüllten Wanderrucksack freuen. Paul Reder musste erraten, woher was stammt. Dabei sorgte manche Wegzehrung für großes Gelächter.
    Pfarrvikar Paul Reder (rechts) durfte sich über einen prall gefüllten Wanderrucksack freuen. Paul Reder musste erraten, woher was stammt. Dabei sorgte manche Wegzehrung für großes Gelächter. Foto: Steffen Sauer

    Ein momentan ungewohnt schönes Bild bot sich den Gläubigen nach der Vorabendmesse im Oberfladunger Pfarrhof: Vertreter der Pfarreiengemeinschaft Fladungen-Nordheim, Wortgottesdienstleiter, Lektoren und Wegbegleiter hatten sich dort versammelt, um sich von Paul Reder zu verabschieden. Reder war in den vergangenen drei Jahr als Pfarrvikar unter anderem in Fladungen, Nordheim und Hausen tätig. Ab September wird er nun Pfarrer der Würzburger Pfarreien Heiligkreuz, Sankt Elisabeth und Sankt Burkard.

    "Sie waren ein großer Gewinn für uns", hieß es von den Anwesenden, die sich im Kreis um Reder herum, aufgestellt hatten. "Ein Multitalent und großer Könner", sei er. Besonders geschätzt wurde Paul Reder für seine herzliche Art, sein offenes Ohr sowie die Begegnungen und das Arbeiten auf Augenhöhe. Während der letzten drei Jahre hat er sehr viele Menschen durch das Leben begleitet, Feste mitgefeiert, Kinder getauft, Ehen geschlossen und Verstorbene zur letzten Ruhe geleitet.

    'Paul Reder mit Abstand ein guter Seelsorger – Auf Wiedersehen' stand auf dem Banner das Anja und Georg Lang aus Fladungen mit ihren Töchtern Felicia und Rosina stellvertretend für die Pfarreiengemeinschaft Fladungen-Nordheim hochhielten.
    "Paul Reder mit Abstand ein guter Seelsorger – Auf Wiedersehen" stand auf dem Banner das Anja und Georg Lang aus Fladungen mit ihren Töchtern Felicia und Rosina stellvertretend für die Pfarreiengemeinschaft Fladungen-Nordheim hochhielten. Foto: Steffen Sauer

    Nun war es an der Zeit, Abschied zu nehmen und Danke zu sagen. Trotz Abstandhaltens waren Herzlichkeit und Verbundenheit spürbar. Alle wünschten sich ein baldiges Wiedersehen und lud den Geistlichen für künftige Urlaube oder erholsame Pausen in das "Land der offenen Ferne" ein. Das passende Geschenk dafür gab es gleich mit dazu: einen Wanderrucksack. Aber bei einem leeren Rucksack blieb es natürlich nicht: Hinzu kam noch eine Bollerwagen-Ladung mit regionaler Wegzehrung, bestehend aus Wasser vom Heufurter Wendelinusbrunnen, selbst gebackenem Brot aus Brüchs, Honig aus Neustädtles, Wurst aus Rüdenschwinden und Leubach, Wein aus Oberfladungen, Linsen und Hahnendornbrand aus Nordheim, Gerstensaft aus Roth, Streuobstprodukte aus Hausen, einem "Rhöner" T-Shirt aus Fladungen und etlichem mehr.

    So viele entzückende Aufmerksamkeiten passten am Ende gar nicht in Reders neuen Rucksack, dafür aber in die Rubrik Erinnerungen, wo zum Glück immer Platz ist. Der Geistliche freute sich sichtlich und bedankte sich für den lieben Abschied. "Es war schön, noch einmal so viele bekannte Gesichter zu sehen", sagte Paul Reder und fügte noch hinzu: "Ich hoffe, dass wir in Verbindung bleiben." Mit dem Lied "Möge die Straße uns zusammenführen" verband man am Ende nicht nur den Wunsch nach Gottes Segen, sondern auch nach einem Wiedersehen.

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