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    Wollbach

    Landschaftspflegeverband wird 20 Jahre alt

    Neben vielen weiteren Themen hat der Landschaftspflegeverband auch die Quartiere von Fledermäusen im Blick (Symbolbild). Nun kann er auf sein 20-jähriges Bestehen zurück blicken.
    Neben vielen weiteren Themen hat der Landschaftspflegeverband auch die Quartiere von Fledermäusen im Blick (Symbolbild). Nun kann er auf sein 20-jähriges Bestehen zurück blicken. Foto: Stefan Thomas

    Ein paar Häppchen und Sektgläser signalisierten das Jubiläum: Der Landschaftspflegeverband des Landkreises wird 20 Jahre alt. Georg Rath machte als Vorsitzender auf das Ereignis aufmerksam, das allerdings nicht ausschweifend gefeiert wurde. Vielmehr war die Mitgliederversammlung in Wollbach ein Arbeitstreffen, bei dem auch der Vorstand neu gewählt wurde.

    Geschäftsführerin Dr. Susanne Wüst wies in ihrem Rückblick auf das Jahr 2019 unter anderem auf personelle Veränderungen in der Geschäftsstelle hin. Ferner führte sie die verschiedenen Aktivitäten des Verbands auf, unter anderem die Zusammenarbeit mit Bionade zur Gestaltung eines Projekts. Außerdem erinnerte sie an die Kooperationen mit dem Biosphärenreservat. Ein Highlight sei der Weidetag in Oberelsbach gewesen.

    Fledermausquartiere liegen dem Verband am Herzen

    Auf dem Gebiet der Landschaftspflege wurden Fledermausquartiere hergerichtet, Feuchtgebiete unterstützt und die Beweidung gefördert. Die Lupinenbekämpfung sei nach wie vor ein Problem, Unterstützung erhält der Verband dabei durch das Bergwaldprojekt. Die gesamten Aktivitäten haben ein Kostenvolumen von einer viertel Million Euro, die der Verband zu zehn Prozent aufbringt. Für den laufenden Geschäftsbetrieb standen Ausgaben von 340 000 Euro an.

    Ähnliche Zahlen gelten auch für den Haushalt dieses Jahres. Mitarbeiterin Stefanie Schiche ging detaillierter auf einzelne Projekte ein. So schilderte sie etwa das Anlegen eines Feuchtbiotops bei Obereßfeld, die Reinigungsarbeiten an Stauwerken im Schwarzen Moor und Arbeiten zum Schutz von Fledermausquartieren zum Beispiel in Unterebersbach.

    Georg Rath bleibt Vorsitzender

    Dank einer intensiven Vorbereitung und wenigen geplanten Wechseln gingen die Wahlen zügig über die Bühne. Der Vorstand setzt sich zu jeweils einem Drittel aus Vertretern der Politik, aus dem Bereich Landwirtschaft und Forsten sowie Vertretern aus dem Bereich der Naturschutzverbände zusammen. Bei der Gelegenheit stellte sich auch Oliver Kröner als Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vor, der dem Verband eine enge Zusammenarbeit anbot und gleich die Wahlleitung übernahm, mit der er überhaupt keine Probleme hatte, da die personellen Vorschläge der Geschäftsführung durch die Bank von den Teilnehmern akzeptiert wurden.

    Die Mitglieder aus dem politischen Ressort sind demnach Georg Rath (Bürgermeister Herbstadt), Thomas Habermann, Sonja Rahm (Bürgermeisterin Schönau), Land- und Forstwirtschaft Otto Ortlauf (Sulzdorf), Christoph Stiel (Oberwaldbehrungen) und Frank Kessler (Frankenheim);,aus dem Bereich Naturschutz Helmut Bär (Bund Naturschutz), Susanne Seufert (LBV) und Manfred Graumann (BLJV). Als Vorsitzender wurde Georg Rath bestätigt.

    Ihm zur Seite stehen Christoph Stiel und Helmut Bär. In einer Vorschau kündigte die Geschäftsführerin schließlich noch die Fortsetzung der Gehölzbeseitigung an, die aus personellen Gründen gestockt hatte. Weide- und Pflegearbeiten sind am Arnsberg geplant, ein Projekt zur Artenpflege ist im Steinbruch von Oberstreu angelaufen. Außerdem ist der Verband an dem Streuprojekt beteiligt, bei der das Gewässer auf seiner gesamten Länge durchgängig gemacht werden soll.

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