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    Bad Neustadt

    Wie sich die Corona-Krise auf die Busunternehmen auswirkt

    Die Corona-Krise zeigt auch Auswirkungen bei den Busunternehmen in Rhön-Grabfeld. Zeitweise wurden die Fahrpläne umgestellt. Außerdem gibt es Verdienstausfälle.
    Ein großes Lob gab es von Landrat Thomas Habermann bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Tourismus für die Busunternehmer und Busfahrer in Zeiten der Corona-Pandemie. Sie seien leistungsfähig und leistungswillig gewesen.
    Ein großes Lob gab es von Landrat Thomas Habermann bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Tourismus für die Busunternehmer und Busfahrer in Zeiten der Corona-Pandemie. Sie seien leistungsfähig und leistungswillig gewesen. Foto: Hanns Friedrich

    Ein großes Lob hatte Landrat Thomas Habermann bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Tourismus für die Verkehrsgemeinschaft Rhön-Grabfeld. „Die Unternehmer waren leistungsfähig und leistungswillig“. Stellvertretend ging dieser Dank an Sabrina Sum-Dietz, Vorsitzende der Verkehrsgemeinschaft Rhön-Grabfeld, und Ronald Ziegler, Nahverkehrsbeauftragter des Landkreises Rhön-Grabfeld.

    Keine Kontrolle der Fahrscheine

    Die Busunternehmer hätten korrekt gehandelt und oft schwierige Tage überwunden, zum  Beispiel als die Fahrscheinkontrolle entfiel und die Gäste im hinteren Bereich einsteigen mussten. Dabei habe sich gezeigt, dass einige diese Situation ausgenutzt haben und mehrmals am Tag die Busse nutzten.

    Sabrina Sum-Dietz konnte aber auch feststellen, dass sich die Gäste an die Vorgaben der Maskenpflicht und weitere Verhaltensregeln hielten. Vorbildlich nannte sie vor allem das Verhalten der Schüler, als diese wieder zum Unterricht konnten.

    Corona führt zu Verdienstausfällen

    Ihr Dank galt Ronald Ziegler für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei den Videokonferenzen. In den vergangenen Monaten müsse aber auch, bedingt durch die Corona-Pandemie, ein Verdienstausfall im sechsstelligen Bereich genannt werden.

    Es habe zwar Unterstützung durch Ausgleichszahlungen durch die Regierung von Unterfranken gegeben. Dies habe aber nicht ausgereicht, um aus der finanziellen Krise herauszukommen. Sum-Dietz nannte als Beispiel einen Einnahmeausfall von rund 20 000 Euro auf einer Route im Rhönbereich. Das Problem aktuell sei, dass die Menschen die Busse noch nicht wie gewohnt annehmen. „Die Nachfrage ist verhalten!“

    Umstellung der Fahrpläne

    Ronald Ziegler streifte die Situation seit dem 16. März, als der Schulunterricht wegfiel, der Fahrscheinverkauf eingestellt wurde und  es Beschränkungen im Fahrerbereich gab, nachdem die Gäste nur noch im hinteren Bereich einstiegen. Zwei Tage später entschied man für die Umstellung des Linienverkehrs auf die Grundversorgung, das heißt,  man nutzte den Ferienfahrplan. Erfreulich: Es gab keine Aussetzung von Zahlungen für Schülerbeförderungsleistungen oder Kündigung von Verkehrsverträgen.

    Mit dem Beginn der Osterferien folgte eine Umstellung vom Stundentakt auf zwei Stunden bei den Linienbussen. Am Wochenende gab es den „Rufbus“. Ab dem 20. April galt die Vorschrift zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in Linienbussen und sieben Tagen später konnte der Schulunterricht für die Abschlussklassen wieder aufgenommen werden. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in Linienbussen und zugehörigen Einrichtungen ist nach wie vor Pflicht.

    Vertrauen zurückgewinnen

    Ziegler verwies auf die schrittweise Ausweitung des Schulunterrichts und die Rückkehr zum Normalfahrplan mit Einführung zusätzlicher Schüler-Heimfahrten nach dem vorgezogenen Schulschluss, da nur vier Stunden unterrichtet wurde. Am 20. Mai konnte der Fahrscheinverkauf im Bus wieder anlaufen und zum 30. Mai kam die Aufnahme der Freizeitbus-Verkehre, also Bäderlandbus, Hochrhönbus oder auch Streutalbus, hinzu. Allgemein habe man festgestellt, dass die Menschen oft aufs Auto „umgestiegen“ sind. Hier gelte es nun das Vertrauen der Gäste für die Busse wieder zugewinnen, fügte Sabrina Sum-Dietz an.

    Kreisrat René van Eckert ging auf die Einstellung des Fahrscheinverkaufs ein und meinte, wie es denn mit Fahrkartenautomaten an den größeren Haltestellen aussehe. Etwas, das durchaus angedacht werden kann, sagte Ronald Ziegler, allerdings müssten dazu die Verhandlungen und endgültigen Abstimmungen des Verbandsraumes Main-Rhön noch geklärt werden.

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