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    Bischofsheim

    Missio-Camp-Bilanz: Anders, aber mit ganz besonderem Reiz

    Missio-Camp fand in diesem Jahr als Open-Air Veranstaltung und Auto-Gottesdienst statt. Die Menschen nutzen die schönen sonnigen Abende gerne um den abendlichen Impulsen zu lauschen.
    Missio-Camp fand in diesem Jahr als Open-Air Veranstaltung und Auto-Gottesdienst statt. Die Menschen nutzen die schönen sonnigen Abende gerne um den abendlichen Impulsen zu lauschen. Foto: Marion Eckert

    Es fiel Anke und Stefan Schroth sichtlich schwer, zu beschreiben, wie sie sich am Ende dieses besonderen Missio-Camps fühlen. Dankbar. Beschenkt. „Frieden“, fasste es schließlich Stefan Schroth zusammen. Das Missio-Camp konnte trotz Corona stattfinden. Als Open-Air-Abendveranstaltung.

    Auch wenn die Technik Regen ausgehalten hätte, wie Matthas Schmidt (Veranstaltungstechnik, Veitsbronn) bestätigte, gab es während der zehn Tage an keinem Abend Regen. Abend für Abend schien die Sonne. Die Menschen nahmen das besondere Missio-Camp gerne an. „Es war ein besonders Missio-Camp. Grenzenlos und offen wie nie zuvor“, beschrieb es Stefan Schroth. Da es in diesem Jahr keine Zelte gab, war der Himmel nach oben hin offen, was dem Lobpreis und der Verkündigung vor dem herrlichen Rhönpanorama eine besondere Intensität gab.

    Auf Abstand und dennoch vereint

    Tagsüber gab keine Veranstaltungen, so entstand viel Raum für Gespräche und Seelsorge, beschrieb Anke Schroth einen weiteren Aspekt. Schroths haben immer wieder von Besuchern gehört, wie dankbar sie seien, dass diese Art der Gemeinschaft auf Abstand und dennoch vereint im Glauben habe stattfinden können. „Das war nach der langen Corona-Auszeit genau das Richtige. Wir hatten noch nie so viel Zeit für Gespräche wie jetzt.“

    Die Möglichkeit, das Missio-Camp aus dem eigenen Fahrzeug heraus als Auto-Gottesdienst zu verfolgen, wurde ebenso gerne angenommen, wie das Lagern auf Picknickdecken und Campingstühlen vor der Bühne – natürlich mit Abstand. Unterschiedlich große Rechtecke wiesen Paaren, Familien und Gruppen den jeweiligen Platz zu. „Vor allem ältere Teilnehmer sind gerne im Auto sitzen geblieben. Sei es weil es gemütlicher war oder um der eigenen Sicherheit Willen“, sagte Anke Schroth. „Familien mit Kindern haben den Aufenthalt draußen sehr gerne angenommen.“

    Missio-Camp auch in Zukunft mit Open-Air-Feeling?

    Besonders gefiel Stefan Schroth, dass das Open-Air Missio-Camp ein Stück weit im Alltag stattfand. Die Bühne stand neben der Straße. Abend für Abend fuhren landwirtschaftliche Fahrzeuge vorbei, aber auch Mountainbiker, die vom Berg kamen oder Wanderer. Aus diesem besonderen Missio-Camp möchten Schroths für künftige Missio-Camps lernen. Für Anke Schroth ist heute schon klar, dass es künftig mehr Zeiten der Stille geben wird. „Die Konzentration auf einen Impuls ist bei den Besuchern gut angekommen.“

    Andi Weiss predigte nicht nur, sondern kombinierte seine Worte mit seiner Musik.
    Andi Weiss predigte nicht nur, sondern kombinierte seine Worte mit seiner Musik. Foto: Marion Eckert

    Stefan Schroth möchte das Open-Air-Feeling auch künftig ermöglichen. Die Form müsse noch überlegt werden, denn in der Rhön könne es Anfang August durchaus kalt und nass sein. An solche Sommer erinnerte sich Andi Weiss nur zu gut. Er kam über mehrere Jahre hinweg mit seiner Jugendgruppe zum Missio-Camp und erlebte so manche kalte und verregnete Nacht, die ihm eindrücklich in Erinnerung blieb. In diesem Jahr übernahm er die Verkündigung am letzten Camp-Wochenende und geriet sofort ins Schwärmen. „Nach Bischofsheim kommen ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen.“ Es sei ein so wunderbares Geschenk, dass Menschen im Missio-Camp die Möglichkeit hätten, Glauben miteinander zu teilen.

    Jeder darf auf Gott vertrauen

    In seinen Predigten lud Weiss die Menschen ein, sich mit all ihren Sorgen, Nöten, Fragen, Zweifeln Gott anzuvertrauen. In seiner Arbeit als Coach werde er oft mit der Frage konfrontiert: „Wo ist Gott in meiner Not? In meinem Scheitern, Versagen, der Begrenzung, in Leid, Krankheit und Arbeitslosigkeit?“ Auf diese Frage hatte Weiss nur ein Wort als Antwort: „Da. Er ist da. Ein größeres Versprechen kann uns kein Gott machen.“

    Jeder dürfe darauf vertrauen, dass er sich Gott mit allem was ihn aus mache und zum Leben dazu gehöre, zumuten darf und bedingungslos geliebt und angenommen werde. Jesus sei in die Welt gekommen, nicht um hinzurichten und zu verurteilen, sondern um aufzurichten und darin könne erfahren werden, dass man mehr sei als seine Trauer, Angst, Verzweiflung, mehr als die Sonnen- und Schattenseiten, mehr als Bildung, Bankkonto und Gehalt.

    Ermutigende Tage in schwieriger Zeit

    Andi Weiss schloss eine Predigten mit passenden Liedern aus seinem umfangreichen Repertoire ab. Am Piano sang er sich in die Herzen seines Publikums: "Du bist größer als deine Angst". Schweigen folgte und dann der begeisterte und dankbare Applaus des Publikums zum Ende des diesjährigen Missio-Camps.

    Anke und Stefan Schroth waren sich am letzten Abend einig, dieses besondere Missio-Camp werde in Erinnerung bleiben als ermutigende Tage in einer schwierigen Zeit, die immer wieder die Möglichkeit eröffneten, das Vertrauen auf Gottes Nähe und Fürsorge zu vertiefen und zu erneuern.

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