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    Hollstadt

    Nach Sanierung: Der Hollstädter Kirchenpatron grüßt im Windfang

    Pfarrer Leo Brand, Pfarrausschuss-Vorsitzende Loni Schmitt, Kirchenpfleger André Vorndran und Generalvikar Thomas Keßler stellten sich vor dem neuen Eingangsbereich der Hollstädter Kirche dem Fotografen.
    Pfarrer Leo Brand, Pfarrausschuss-Vorsitzende Loni Schmitt, Kirchenpfleger André Vorndran und Generalvikar Thomas Keßler stellten sich vor dem neuen Eingangsbereich der Hollstädter Kirche dem Fotografen. Foto: Gerhard Vorndran

    Eigentlich sollte groß gefeiert werden. Schließlich kann die Pfarrgemeinde von Hollstadt nicht nur auf die Einweihung der St. Jakobus-Kirche vor 50 Jahren, sondern auch auf die Fertigstellung der Außensanierung der Kirche blicken. Aber coronabedingt mussten die Feierlichkeiten auf nächstes Jahr verschoben werden. Lediglich ein Festgottesdienst am vergangenen Sonntag erinnerte an die beiden Anlässe.

    Es war seine letzte Amtshandlung als Generalvikar der Diözese Würzburg. Thomas Keßler war nach Hollstadt gekommen, um gemeinsam mit Pfarrer Leo Brand und den Gläubigen am Festtag des Hl. Jakobus Gottesdienst zu feiern. Der hohe Gast aus Würzburg verschwieg dabei nicht, dass er sich bereits mit einem Pferd auf den Pilgerweg begeben hatte. Genauso wie der frühere Ortsgeistliche Lorenz Maurer, der in Etappen, und zwei Hollstädter, die in 100 Tagen den knapp 3000 Kilometer langen Weg nach Santiago de Compostela zurückgelegt hatten.

    Gesamtmaßnahme bereitete so manchem Kopfschmerzen

    Die Jakobus-Begeisterung hat letztendlich sogar dazu beigetragen, dass ein Zubringerweg von Irmelshausen aus über Hollstadt initiiert wurde. Pfarrausschuss-Vorsitzende Loni Schmitt dankte als alleinige Rednerin allen Helfern und zeigte sich dankbar über die rechtzeitige Fertigstellung der Außensanierung. Vor allem über den neuen Glaskubus, einen einladenden Windfang mit der Silhouette des Hl. Jakobus, zeigte sie sich erfreut.

    „Es war eine Punktlandung“, bestätigte André Vorndran, der nicht nur das Amt des Kirchenpflegers innehat, sondern auch durch seine fachliche Kompetenz als Architektur-Designer die Schlussphase der Arbeiten beaufsichtigt hatte und damit die über zwölfjährige Planungs- und Bauzeit beendete. Wobei ihm die Gesamtmaßnahme schon Kopfschmerzen bereitet habe. Auch wenn er nur für die letzten zwei Jahre die Verantwortung zu tragen hatte.

    Maßnahme wurde deutlicher teurer als geplant

    Vor allem die Kosten waren deutlich aus dem Ruder gelaufen und dürften 60 Prozent über den anfänglichen Architektenschätzungen liegen. Dazu kamen die Auseinandersetzungen mit den Behörden und mit dem bischöflichen Bauamt. Schließlich war zunächst eine totale Neuordnung des Eingangsbereichs vorgesehen. Eine Maßnahme, die noch einmal richtig Geld gekostet hätte.

    Insofern ist André Vorndran mit der jetzt realisierten Lösung sehr zufrieden, die zudem die Barrierefreiheit sicherstellt. Loni Schmitt erinnerte in ihrem Rückblick an die kleine Barockkirche, die nicht mehr genügend Platz bot. Dazu sei das vatikanische Konzil gekommen, das vorsah, dass der Pfarrer den Gläubigen zugewandt die Messe zu feiern hatte. So erfolgte am 7. März 1969 der Abriss des alten Kirchenschiffes, dem ein Neubau mit Einweihung am 5. Juli 1970 folgte.

    Platzprobleme haben die Hollstädter, genauso wie die meisten anderen Pfarrgemeinden, heute nicht mehr. Aber am Festtag zum 50. Jubiläum hätten schon ein paar Plätze mehr vorhanden sein können. Waren doch bedingt durch die Corona-Pandemie die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einzuhalten. Und so hoffen die Verantwortlichen der Hollstädter Pfarrgemeinde, dass im kommenden Jahr am Jakobustag, dem 24. Juli, das Jubiläum noch nachgefeiert werden kann. Das Konzept dafür war ja bereits für dieses Jahr entwickelt worden.

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