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    Bad Neustadt

    Neustadt-Treffen fällt dem Corona-Virus zum Opfer

    Die Stadt Cristian aus dem Siebenbürgenland möchte Mitglied der Arbeitsgemeinschaft werden. Auf den Ortsschildern der rumänischen Stadt ist auch die deutsche Übersetzung „Neustadt“ zu lesen.
    Die Stadt Cristian aus dem Siebenbürgenland möchte Mitglied der Arbeitsgemeinschaft werden. Auf den Ortsschildern der rumänischen Stadt ist auch die deutsche Übersetzung „Neustadt“ zu lesen. Foto: Stadt Cristian

    Zum ersten Mal nach 40 Jahren wird es ein Jahr ohne Neustadt-Treffen geben. Die Corona-Krise zwingt die Verantwortlichen aus Neustadt an der Aisch zu dem Entschluss, das Fest ersatzlos ausfallen zu lassen.

    Im vergangenen Jahr feierten die Neustädter das große Jubiläum zum 40-jährigen Bestehen in der Gründerstadt Bad Neustadt an der Saale. 1979 wurde hier der Grundstein für die Städtefreundschaft gelegt, die mittlerweile 36 Neustadts aus sieben europäischen Ländern umfasst.

    Bürgermeisterrunde als Videokonferenz?

    Vom 3. bis 5. Juli wollten die Neustädter sich dieses Jahr in der Schwesternstadt an der Aisch zum 42. Mal treffen und dort das Heimatfest mitfeiern, was durch das Veranstaltungsverbot nicht möglich ist. Da auch nicht abzusehen ist, wann derartige Veranstaltungen wieder möglich sein werden, wird von einer Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt abgesehen, heißt es in der Mitteilung aus dem dortigen Rathaus. So wird es dieses Jahr nach vierzig Jahren kein Neustadt-Treffen geben.

    Um dennoch wenigstens Beschlüsse fassen zu können, möchte die Vorsitzende Petra Bieber die Bürgermeisterrunde in Form einer Videokonferenz durchführen. Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Martin Franck aus Neustadt an der Weinstraße wird dafür mit seiner IT-Abteilung einen virtuellen Konferenzraum einrichten. Auch der Koordinierungsausschuss soll auf diese Weise abgehalten werden.

    Arbeitsgemeinschaft bald mit Mitgliedern aus acht Ländern?

    Neben den üblichen Regularien wie Kassenbericht und Entlastung des Geschäftsführers, ist der Antrag der Stadt Cristian/Neustadt aus dem Siebenbürgenland in Rumänien zur Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft zu behandeln. Da das Neustadt die Voraussetzungen erfüllt, könnte sich die Arbeitsgemeinschaft nach positivem Beschluss auf acht europäische Länder ausdehnen.

    Die Gemeinde Cristian/Neustadt wurde im Jahre 1200 gegründet und ist eine eigenständige Gemeinde mit 5600 Einwohnern, die nur wenige Kilometer von Brasov/Kronstadt, der zweitgrößten rumänischen Stadt nach Bukarest, entfernt liegt. Drei große Betriebe sind auf Neustädter Grund gebaut worden, die zu 80 Prozent das Budget decken, heißt es in einem Schreiben aus Cristian.Auch zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen und Hotels mit bis zu fünf Sternen sind vorhanden. Es gibt ein reges Kulturleben und seit 1900 eine Feuerwehr, die für die Sicherheit sorgt.  

    Die Vertreter der Neustadts hoffen, dass das rumänische Neustadt dann vielleicht beim Neustadt-Treffen im kommenden Jahr schon teilnehmen kann, das vom 25. bis 27. Juni 2021 im holsteinischen Neustadt stattfinden soll.

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