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    Bad Neustadt

    Noch zahlreiche Funklöcher in Rhön-Grabfeld

    Antwort der Staatsregierung auf SPD-Anfrage. Elf Funkloch-Gemeinden im Landkreis.
    'Kein Netz' heißt es in Teilen von elf Kommunen im Landkreis. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Volkmar Halbleib hervor.
    "Kein Netz" heißt es in Teilen von elf Kommunen im Landkreis. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Volkmar Halbleib hervor. Foto: Inga Kjer/dpa

    In über 43 Prozent der unterfränkischen Gemeinden - darunter auch verschiedenen in Rhön und Grabfeld - gibt es bei der Mobilfunk-Versorgung nach wie vor „weiße Flecken“, in denen bisher noch keine Erreichbarkeit mit dem Handy über einen der Telekommunikationsanbieter besteht – eben das sprichwörtliche Funkloch existiert. Das ergibt sich aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des Würzburger SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib. Von 305 unterfränkischen Gemeinden haben demnach insgesamt 133 Gemeinden mindestens einen Ortsteil, in der es keinen verlässlichen Sprachmobilfunk gibt, schreibt der Abgeordnete in einer Mitteilung.

    Für Halbleib, der sich nach eigenen Angaben seit 2017 mit der Mobilfunkabdeckung Mainfrankens befasst, eine mehr als ernüchternde Antwort: „Dass wir nach wie vor sehr weit von einer flächendeckenden Erreichbarkeit sind, war mir klar. Dass wir aber in mehr als 4 von 10 Gemeinden deutliche Lücken haben, zeigt, dass seit dem bayerischen Mobilfunkprogramm vom September 2018 zu wenig passiert ist. Für die betroffenen Gemeinden ist das ein nicht zu unterschätzender Standort-Nachteil, wenn vielerorts am Handy Funkstille herrscht. Nach wie vor ist das eine Benachteiligung des ländlichen Raums.“ so Halbleibs Einschätzung.

    Städte gut versorgt

    Das lässt sich auch an der Antwort des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ablesen. Während in die Städte Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg frei von größeren Funklöchern sind, sind in den einzelnen Landkreisen zahlreiche Gemeinden betroffen.

    Nach Angaben des Ministeriums sind im Landkreis Rhön-Grabfeld immerhin elf Kommunen betroffen. Im Einzelnen zählen demnach die Gemeinden Aubstadt, Fladungen, Höchheim, Hohenroth, Bad Königshofen, Mellrichstadt, Nordheim, Oberelsbach, Saal, Sulzfeld und Willmars zu den Funkloch-Gemeinden zählt. 

    Welches die jeweils betroffenen Ortsteile sind, ist unklar. Für Halbleib ist unverständlich, dass die Staatsregierung keine entsprechend detaillierte Übersicht über die betroffenen Ortsteile vorlegen konnte, die vom Mobilfunk ausgeschlossen sind, obwohl genau danach gefragt wurde. „Es scheint so, als ob die Staatsregierung keinen klaren Überblick darüber hat, welche Ortsteile von den Funklücken betroffen sind. Das wäre aber gerade für die Schließung der Lücken von zentraler Bedeutung“.

    Freistaat muss mehr machen

    Auch über die sogenannten „grauen Flecken“, bei denen nur ein Telekommunikations-Unternehmen ein Funkangebot zur Verfügung stellt, habe Staatregierung keine Information, so der Abgeordnete. „Dass die Staatsregierung weder die genauen weißen Flecken kennt, noch weiß, wo eine sehr schwache Versorgung gegeben ist, ist mehr als beunruhigend. Wie man in diesem Blindflug in den betroffenen Gebieten rasch eine bessere Mobilfunk-Anbindung schaffen will, bleibt das Geheimnis der Staatsregierung“, so Halbleib.

    Aus Halbleibs Sicht könne und müsse der Freistaat mehr machen, verlasse sich aber zu sehr auf die Bundesregierung, dass die Mobilfunkanbieter im Rahmen der Versteigerung der 5G-Lizenzen zu einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung verpflichtet werden, heißt es in der Mitteilung.

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    Bearbeitet von Thomas Pfeuffer

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