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    Nordheim

    Nordheim: Die Heimat soll schöner werden

    Eventuell könnte das Areal mit dem Tretbecken an der Streu in Nordheim für weitere Freizeitmöglichkeiten ausgebaut werden.
    Eventuell könnte das Areal mit dem Tretbecken an der Streu in Nordheim für weitere Freizeitmöglichkeiten ausgebaut werden. Foto: Eva Wienröder

    Auf Antrag von Peter Suckfüll traf sich der Gemeinderat zu Beginn seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Kapellenweg nahe der Lourdes-Grotte. Suckfüll trug dabei seine Idee vor, das Areal für die Freizeitgestaltung auszubauen und damit einen weiteren Beitrag zur Steigerung der Wohnattraktivität der Streutalgemeinde zu leisten.

    Weniger in die Ferne schweifen, sondern mehr die Heimat genießen – das hat für viele Menschen in Corona-Zeiten zweifellos an Bedeutung gewonnen. Peter Suckfüll meinte, dass die Kommunen gefordert seien, den Lebens- und Wohnwert vor Ort zu verbessern und Freizeitmöglichkeiten zu schaffen. Suckfüll hat sich dazu schon viele Gedanken gemacht. Das großzügige und idyllische Areal bei der Lourdes-Grotte bietet sich seiner Ansicht nach gerade zu an. Er wünscht sich, dass etwas entsteht, von dem alle Bürger gleichermaßen etwas haben: Kinder, Schüler, Familien, Senioren und auch Menschen mit Behinderung. Barrierefreiheit - das ist Suckfüll als Behindertenbeauftragtem des Landkreis Rhön-Grabfed ein großes Anliegen.

    Der Bereich zwischen der Grotte und dem Kreuzweg zur Sebastianskapelle habe gute Voraussetzungen. Es gebe viel Grün, ein kleines Gewässer und ein Parkplatz sei auch schon vorhanden. Ausgestattet etwa mit fest installierten und teils überdachten Sitzgruppen, Wellnessliegen und Spielgeräten könnte das Areal an der Grotte ideal als Dreh- und Angelpunkt von Wanderungen und Kurzausflügen, zur Naherholung oder auch für ein Picknick im Grünen dienen, wie Suckfüll ausführte. Durch die Lage inmitten der Natur könnte man gleichzeitig etwas zur Umweltbildung anbieten, etwa in Form von Infotafeln zu verschiedenen Themen. Der Gemeinderat brachte das Areal zudem als möglichen Standort für einen sogenannten "Himmelschauplatz" ins Gespräch, von dem vier im Landkreis geplant seien.

    Für die Realisierung solch einer Freizeitanlage könnte man Unterstützung aus verschiedenen Fördertöpfen erhalten, wie Bürgermeister Thomas Fischer bestätigte. Die Idee stieß grundsätzlich auf ein positives Echo im Gemeinderat. Allerdings wurden Zweifel am Standort laut. Da das Gelände abgelegen liege, befürchtet man, dass es für Trinkgelage und Feiern missbraucht werden könnte. Früher habe es an Ort und Stelle schon einmal einen Spielplatz gegeben und den habe man schließlich abgebaut, weil Partys und Vandalismus überhand genommen hätten, erinnerten sich einige Ratsleute.

    Susanna Petzold schlug als Alternative vor, die zentraler gelegene Anlage am Tretbecken im Fitzweg, zu der bereits ein Spielplatz gehört, auszubauen. Der Gemeinderat zeigte sich offen dafür und möchte diese Option nun weiter verfolgen. Dabei wird man sehen, wie sich Vorschläge des Ratskollegen Suckfüll verwirklichen lassen könnten und welche Fördermöglichkeiten es gibt.

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