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    Brendlorenzen

    Pfarrer Hans Beetz: Freude am Umgang mit Menschen

    Pfarrer Hans Beetz feiert seinen 70. Geburtstag. Vor 23 Jahren ist der Geistliche nach Brendlorenzen gekommen. Er will für die Gläubigen Seelsorger und Wegbegleiter sein.
    Pfarrer Hans Beetz, hier bei seinem 40. Priesterjubiläum im November 2018 in der Kirche St. Johannes der Täufer in Brendlorenzen, feiert an diesem Dienstag seinen 70. Geburtstag.
    Pfarrer Hans Beetz, hier bei seinem 40. Priesterjubiläum im November 2018 in der Kirche St. Johannes der Täufer in Brendlorenzen, feiert an diesem Dienstag seinen 70. Geburtstag.
    Foto: Karin Nerche-Wolf

    Am 1. Oktober wird Pfarrer Hans Beetz nach 42 Jahren seelsorgerischem Wirken in den Ruhestand gehen. Zuvor aber, an diesem Dienstag, 23. Juni, kann er in seiner Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer seinen 70. Geburtstag feiern. 23 Jahre sind vergangen, seit Hans Beetz 1997 nach Brendlorenzen gekommen ist. Er hat Herausforderungen immer gerne angenommen. Und es waren nicht wenige.

    Denn mit den Jahren erweiterte sich seine Zuständigkeit: Er wurde Pfarrer von Rödelmaier (2005) und von Herschfeld (2007). Vor allem durch die Gründung der Pfarreiengemeinschaft „St. Martin, Brend“, zu der neben Brendlorenzen auch Rödelmaier, Herschfeld, Lebenhan und Dürrnhof gehören, wuchs die Zahl der Gläubigen und damit auch seine Verantwortung. „Ich hab‘ die größte Pfarreiengemeinschaft im Dekanat mit über 5000 Katholiken“, hatte er anlässlich seines 40. Priesterjubiläums vor eineinhalb Jahren gesagt.

    Betriebsschlosser gelernt

    Hans Beetz wurde 1950 in Knetzgau geboren. Aufgewachsen in einem religiös geprägten Elternhaus, verlief der Weg zunächst nicht direkt zum Priesterberuf. Vielmehr absolvierte er eine Lehre als Betriebsschlosser, die er 1967 mit der Facharbeiterprüfung abschloss. Drei Jahre später erlangte das Geburtstagskind die Fachschulreife und legte 1972 das Abitur ab. Er trat in Würzburg in das Priesterseminar ein. Am 25. November 1978 wurde er im Kiliansdom in Würzburg von Weihbischof Alfons Kempf zum Priester geweiht.

    Im Anschluss wirkte Pfarrer Hans Beetz als Kaplan in Miltenberg. Seine weiteren Stationen: ab 1981 Pfarrverweser in Stadtlauringen, Wettringen und Birnfeld, ein Jahr später Jugendseelsorger für das Dekanat Schweinfurt-Nord. 1984 wurde er zum Pfarrer von Stadtlauringen ernannt. 1986 übernahm er zusätzlich die Aufgabe des Schulbeauftragten für das Dekanat Schweinfurt-Nord. Ein Jahr später wurde er auch Pfarrer von Birnfeld.

    Nach Brendlorenzen wechselte er 1997, wurde 1998 Präses der Kolpingsfamilie sowie bis 2015 auch Dekanats-Schulbeauftragter für das Dekanat Bad Neustadt. Von 2000 bis 2011 fungierte er als stellvertretender Dekan, 2005 wurde er Vorsitzender des Pfarrverbands Bad Neustadt.

    Seelsorger und Wegbegleiter

    Pfarrer Hans Beetz wollte und will den Menschen Seelsorger und Wegbegleiter sein. Mit seiner offenen Art, seiner Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und seiner spürbaren Freude am Umgang mit Menschen erreicht er die Gläubigen. Dabei ist auch der Humor ein großer Pluspunkt. Er hat viele Anekdoten zu erzählen, so dass in seiner Gegenwart auch herzhaft gelacht werden kann.

    Die Verkündigung des Glaubens und der Dienst am Nächsten standen bzw. stehen bei ihm immer im Mittelpunkt. Die Ökumene besitzt für ihn einen hohen Stellenwert. Hans Beetz hat großes kirchengeschichtliches Wissen und Interesse. Da kommt ihm „seine“ Kirche in Brendlorenzen mit ihrer langen Geschichte gerade recht. Im Jahr 741 ist die erste Erwähnung einer Martinskirche in Brendlorenzen „in der Schenkungsurkunde des fränkischen Königs Karlmann an das neu gegründete Bistum Würzburg (Reste karolingischer Bauformen, eine der ältesten Kirchen Deutschlands, mittelalterliche Fresken in der Seitenkapelle)“ festgehalten, wie es in der Stadtgeschichte von Bad Neustadt geschrieben steht.

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