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    Mellrichstadt

    Städtepartnerschaft: Warum Markus Groenen zum Projektmanager taugt

    Rundschreiben haben immer etwas Informelles, wenn man sie denn liest. Und daraus seine Schlüsse ziehen kann: Markus Groenen ist dies im Mellrichstädter Stadtrat gelungen.
    Städte-Partnerschaft: Mellrichstadt hat noch keine, das könnte sich bald ändern.
    Städte-Partnerschaft: Mellrichstadt hat noch keine, das könnte sich bald ändern. Foto: Michael Nöth

    Dass sich hinter dem Tagesordnungspunkt "Kleinprojektefonds und Kommunale Entwicklungspolitik" durchaus interessante Ansätze verbergen können, kam in der jüngsten Mellrichstädter Stadtratssitzung zu Tage. Bürgermeister Michael Kraus hatte sein Gremium über das Rundschreiben 64/2020 des Deutschen Landkreistags informiert. Darin ging es um entwicklungspolitische Maßnahmen von Landkreisen, die die "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" (SKEW) mit bis zu 20 000 Euro pro Projekt fördert.

    Ein Mangel in Mellrichstadt

    Nachhaltige Entwicklungsziele sowie Migration auf lokaler Ebene, Fairer Handel und internationale Kommunalbeziehungen stehen dabei im Fokus - alles plakative Phrasen, die mit Leben gefüllt etwas bewirken können. CSU-Stadtrat Markus Groenen hatte sich diese Zur-Kenntnisnahme  offensichtlich zuvor genau angeschaut. "Geht es da auch um Städtepartnerschaften?", fragte er den Bürgermeister. "Denn wir haben ja keine Partnerschaft bislang!" Groenen, der den Transfer von der Förderbürokratie zum Mellrichstädter Mangel schnell hergestellt hatte, gab dem Ganzen gar eine Richtung. "Ich halte einen Blick nach Osten für gar nicht so uninteressant", konstatierte er.  

    Markus Groenen, dieses Mal im Maisfeld.
    Markus Groenen, dieses Mal im Maisfeld. Foto: Gerhard Fischer

    Mellrichstadt habe viele Zuwanderer, gerade aus der Ukraine, warum sollte man sich dort nicht mal nach einer Partnerstadt umsehen, warf er in die Runde. Von seinem Partei-Kollegen Christian Herbig kam sofort der Zuruf: "Ah, du denkst an Europas Kornkammer!" Christian Seyfarth (Bürgerliste Mühlfeld) wollte wissen, ob es dazu schon konkrete Überlegungen gebe "oder wir da noch völlig auf der grünen Wiese sind?"

    Auch Bürgermeister Michael Kraus schien Gefallen an den Gedanken einer Städtepartnerschaft zu finden. "Mir schwebt schon so etwas vor. Konkrete Vorstellungen habe ich aber noch nicht", sagte er. Und: "Vielen Dank an Markus Groenen. Du hast dich hiermit als Projektmanager Städtepartnerschaft erfolgreich beworben!"

    Partner von Institutionen und Vereinen

    Die Stadt Mellrichstadt sieht sich als Partner von Institutionen und Vereinen. Und hat dafür in den vergangenen Jahren freiwillige Zuschüsse ausbezahlt. Die waren auch an Veranstaltungen gebunden. Termine, die in diesem Corona-Jahr kaum oder gar nicht stattfinden. Deshalb hat der Stadtrat eine modulierte Zuschuss-Regelung für 2020 beschlossen. Institutionen wie Malteser und Rotes Kreuz bekommen ihren regulären Zuschuss wie die Vereine (Sängerverein Mellrichstadt, Gesangverein und Musikkapelle Eußenhausen, Kolpingfamilie/DJK Frickenhausen, der von der Stadtkapelle wird auf 900 Euro festgesetzt. Die 1. JFG Rhön geht in diesem Jahr leer aus, weil ihre Pokal-Festivitäten nicht stattfinden. Das Aktive Mellrichstadt bekommt die Zuschüsse, wenn die Veranstaltungen wie Erlebnisnacht und Weihnachtsmarkt tatsächlich stattfinden.

    Jürgen Amthor (Bürgerliste Eußenhausen) fragte nach, warum die Pauschale für die Stadtkapelle Mellrichstadt höher angesetzt sei als bei den anderen Vereinen. Dem entgegnete VG-Chef Peter Hehn, dass das damals mit der Vielzahl der auszubildenden Musiker begründet war. Wenn sich daran etwas ändern sollte, müsste dies bei den nächsten Haushaltsberatungen auf den Tisch kommen. 

    Noch kein Wasser im Tretbecken

    Amthor wollte noch wissen, warum das Tretbecken am Kirschgarten noch kein Wasser hat, während in Stockheim und Ostheim der Betrieb solcher Ausflugsziele schon wieder läuft. Laut Hehn hängt das einerseits mit der Corona-Ausgangsbeschränkung zusammen, andererseits aber auch damit, dass das Wasser brack wird, wenn keiner reingehen darf. Michael Mühlfeld (Freie Wähler) wies auf die Engstelle am Flurweg am Malbach hin. Dort habe eine Baumwurzel für einen Abrutsch gesorgt. Markus Groenen gab zu bedenken, dass dieser Weg grundsätzlich gesperrt ist.

    Frank Vetter trug schließlich noch zwei Wünsche von Bürgerinnen vor, die den Spielplatz an der Wolfgang-Nitsche-Straße betreffen. Einerseits fehle ein Mülleimer und andererseits möge die Stadt die Möglichkeit einer Geschwindigkeitssteuerung am Ausgang zur Sondheimer Straße prüfen. Dort führen die Autos allzu schnell. Bürgermeister Kraus will sich darum kümmern. 

    Unternehmensbeteiligung der Stadt Mellrichstadt

    Bürgermeister Michael Kraus setzte seine Ratskolleginnen und -kollegen darüber in Kenntnis, dass die Stadt an folgenden Unternehmen beteiligt ist: 
    Baugenossenschaft eG (28,48%),
    Bayerische Rhöngas GmbH (11%),
    BEMAK GmbH (Augenkompetenzzentrum, 24%),
    Biomethan Rhön-Grabfeld GmbH (11,83%),
    Volkshochschule Rhön und Grabfeld gGmbH (38%).
    Quelle: Stadt Mellrichstadt
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