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    Bad Neustadt

    Standpunkt: Drei Männer, keine Frau

    Mit versteinerter Miene schritt Rita Rösch zur Wahl des dritten Bürgermeisters an die Wahlurne in der Stadthalle. Wenige Minuten zuvor hatte sie die Wahl zur zweiten Bürgermeisterin von Bad Neustadt überraschend verloren. Warum die beliebte Politikerin, die jahrzehntelange Erfahrung in der Kommunalpolitik vorweisen kann, nun abgewählt wurde, bleibt wohl das Geheimnis der Fraktionen im Stadtrat. Erinnert hat der Blick von Rita Rösch im Moment der Niederlage an die Wahl der zweiten Bürgermeisterin vor sechs Jahren. Damals siegte Rösch gegen Amtsinhaberin Anne Zeisner, die ihre Niederlage seinerzeit auch kaum fassen konnte. Jetzt wurde erneut eine verdiente und würdige zweite Bürgermeisterin aus dem Amt gewählt. Diesmal allerdings im Tausch gegen einen Mann.
    Standpunkt: Drei Männer, keine Frau
    Foto: Christian Hüther

    Mit versteinerter Miene schritt Rita Rösch zur Wahl des dritten Bürgermeisters an die Wahlurne in der Stadthalle. Wenige Minuten zuvor hatte sie die Wahl zur zweiten Bürgermeisterin von Bad Neustadt überraschend verloren. Warum die beliebte Politikerin, die jahrzehntelange Erfahrung in der Kommunalpolitik vorweisen kann, nun abgewählt wurde, bleibt wohl das Geheimnis der Fraktionen im Stadtrat. Erinnert hat der Blick von Rita Rösch im Moment der Niederlage an die Wahl der zweiten Bürgermeisterin vor sechs Jahren. Damals siegte Rösch gegen Amtsinhaberin Anne Zeisner, die ihre Niederlage seinerzeit auch kaum fassen konnte. Jetzt wurde erneut eine verdiente und würdige zweite Bürgermeisterin aus dem Amt gewählt. Diesmal allerdings im Tausch gegen einen Mann.

    Ohne die ebenfalls jahrzehntelangen Verdienste und profunden Kenntnisse von Norbert Klein in der Stadtratsarbeit schmälern zu wollen, eine weibliche Bürgermeisterin hat der Stadt in den vergangenen zwei Legislaturperioden und hätte ihr auch in den kommenden sechs Jahren gut gestanden. Im Stadtrat sind diesmal erheblich mehr Frauen vertreten, als in den vorangegangenen Amtszeiten. Die Spitzenpositionen teilen sich aber nur Männer unter sich auf. Bei der Wahl der vielen Stadträtinnen ging es einen Schritt nach vorne in Sachen Gleichberechtigung. Bei der Wahl dreier männlicher Bürgermeister einen Schritt zurück.

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