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    Wollbach

    Was wird aus dem alten Wollbacher Feuerwehrgerätehaus?

    Johannes Reinhart (Mitte) präsentierte den Gemeinderatsmitgliedern seine Vorstellungen zur Umgestaltung des alten Feuerwehrgerätehauses. Rechts daneben Bürgermeister Thomas Bruckmüller.
    Johannes Reinhart (Mitte) präsentierte den Gemeinderatsmitgliedern seine Vorstellungen zur Umgestaltung des alten Feuerwehrgerätehauses. Rechts daneben Bürgermeister Thomas Bruckmüller. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    „Wie gehen wir mit dem alten Feuerwehrgerätehaus weiter um?“ Diese Frage stellten sich Bürgermeister Thomas Bruckmüller und die Ratsmitglieder bei der Besichtigung des Gebäudes. Es steht im Zentrum des Dorfes und hat mit dem prägnanten Schlauchtrockenturm mit dem Dachreiter durchaus ortsbildprägenden Charakter.

    Nachdem die Wehr ihre Zelte – was die Unterbringung von Fahrzeug und Ausrüstung anbelangt – bereits vor einiger Zeit in der ehemaligen Raiffeisen-Lagerhalle neben dem Bauhof aufgeschlagen hat und künftig  auch endgültig dort ihr Domizil erhalten wird, könnte das markante Gebäude künftig als Treffpunkt in der Ortsmitte genutzt werden. Errichtet wurde das Haus im Jahr 1956. Inzwischen dringt Regenwasser durch das Dach und den Trockenturm in das Kommandantenzimmer und den Schulungsraum im Obergeschoss ein.

    Ein Weihnachtsmarkt in der Ortsmitte?

    Vordringlich ist für die Bürgervertreter ein Nutzungskonzept. In den vergangenen Jahren sind das Gebäude, der Vorplatz und der rückwärtige Grünbereich für die Maibaum-Aufstellung, für das Sonnwendfeuer der Schützen oder für den Abschluss nach dem Martinszug genutzt worden. Insgesamt würde sich das Gebäude mit Umfeld für Dorf- oder Privatfeste anbieten. Der Gedanke, in diesem Bereich einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten, hat ebenfalls Charme.

    Von den Wehrleuten wurden bereits der Schlauchtrog und der Estrich entfernt. Nach der Vorstellung der Feuerwehrkameraden sollten zwei neue Tore zum Vorplatz und nach hinten zur Grünfläche zwei weitere Tore eingebaut werden. Insgesamt würde der Umbau etwa 21 000 Euro kosten.

    Arbeiten am Hallen-Dach schreiten voran

    Johannes Reinhart von der Schreinerei stellte seine Ideen zur Nutzung vor. Doch im Gemeinderat war man sich einig, dass man erst einmal ein vernünftiges Nutzungskonzept braucht. Letztlich verständigte man sich darauf, das alte Feuerwehrgerätehaus künftig so zu nutzen, dass ein etwaiges Festzelt im Grünbereich aufgestellt und im Gebäude selbst die Ausgabe von Getränken und Speisen erfolgen kann. Dabei sollen die beiden Tore zum Vorplatz erhalten und nach hinten ein neues Tor, zwei Festverglasungen und eine Tür eingebaut werden.

    Die Kindergartenstraße soll zur Verkehrsberuhigung und zur Schaffung von mehr Parkmöglichkeiten möglicherweise nur noch eingeschränkt befahren werden dürfen. Der Plan soll rechtlich geprüft werden. Im Gewerbegebiet „An der Sauerwiese“ möchte ein Bauinteressent eine Unterstellhalle errichten, womit sich der Gemeinderat einverstanden erklärt hatte."Die Dacharbeiten an der Wollbacher Halle sind in vollem Gange", berichtete der Bürgermeister. Was die Neugestaltung des Dorfplatzes anbelangt, so ruhen dort erst einmal für die nächsten Tage die Arbeiten, da die Baufirma Betriebsurlaub hat.

    Wasserwart sucht intensiv nach dem Leck

    Der umgestaltete Kinderspielplatz im Baugebiet „Am Sand“ steht wieder dem Nachwuchs offen. Die „Wollbacher Wählergemeinschaft“ (WWG) hat die hohen Wasserverluste bei der Trinkwasserversorgung zum Anlass genommen, eine intensivere Schulung der Gemeindearbeiter für die Handhabung des angeschafften Lecksuchgerätes zu beantragen. Außerdem soll ein Experte mit der Unterstützung bei der Suche nach der Ursache der Wasserverluste beauftragt werden.

    Dazu konnte Wasserwart Jürgen Werner mitteilen, dass er seit einiger Zeit intensiv und zeitaufwändig nach Wasserrohrbrüchen im Ortsnetz Ausschau hält. Bei der Schule ist er inzwischen fündig geworden. Ob das Leck dort allerdings allein für die massiven Wasserverluste in der Gemeinde verantwortlich ist, wurde allgemein bezweifelt. Drei Wochen werde der Wasserwart schätzungsweise noch brauchen, bis er den ganzen Ort durchleuchtet hat. Solange will man im Gemeinderat noch abwarten, ehe man weitere Schritte unternimmt. 34 000 Kubikmeter Wasserverluste im Jahr seien enorm.

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