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    Wechterswinkel

    Wechterswinkel: Am Friedhof besteht gleich zwei Mal Handlungsbedarf

    Die Schäden am Gebälk des Glockenstuhls auf dem Friedhof von Wechterswinkel sind gravierend. Hier muss rasch gehandelt werden. Davon machte sich der Bauausschuss des Gemeinderats Bastheim selbst ein Bild. 
    Die Schäden am Gebälk des Glockenstuhls auf dem Friedhof von Wechterswinkel sind gravierend. Hier muss rasch gehandelt werden. Davon machte sich der Bauausschuss des Gemeinderats Bastheim selbst ein Bild.  Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Sie ist weit zu hören. Wenn sie erklingt, kehrt Stille, Trauer und Besinnung ein. Die Totenglocke auf dem Friedhof von Wechterswinkel hat schon viele Dorfbewohner auf ihrem letzten irdischen Weg zum Grab begleitet. Nun muss sie allerdings erst einmal verstummen. Sie wird abgebaut, nachdem festgestellt wurde, dass der Glockenstuhl marode ist und Einsturzgefahr besteht. Die Bürger werden per Aushang und Handzettel von Gemeinderatsmitglied und Ortsbeauftragten Peter Sauer aufgefordert, nicht mehr am Glockenseil zu ziehen und sich überhaupt vom Glockenstuhl fernzuhalten.

    Auf einen Hinweis aus der Bevölkerung hin hatte zuerst Bauhofleiter Roland Ortloff mit seiner Mannschaft das Traggebälk der Glocke untersucht. Die Glocke hängt hinter der Leichenhalle in etwa 5 Metern Höhe und ist an Leimbindern aufgehängt. "Das Holz ist unter unseren Händen richtig zerbröselt. Mit einem Schraubenzieher konnte man das Holz einfach durchstoßen", erklärte Bauhof-Mitarbeiter Christian Schmitt, der mit Hilfe des bauhofeigenen Hubsteigers den Glockenturm mitgeprüft hatte. Im oberen Drittel ist das Holz stark verwittert und vermorscht.

    Schnell reagiert und die sofortige Sperrung angeordnet

    Ortloff schlug im Rathaus Alarm. Am selben Abend noch nahm der Bauausschuss mit Bürgermeister Tobias Seufert den Turm unter die Lupe. Auch die Ausschussmitglieder zeigten sich schockiert und ordneten die sofortige Sperrung an. Der Bauausschuss sprach sich anhand des Schadensbildes dafür aus, den Glockenturm in dieser Form nicht mehr zu erhalten. "Die Holz-Leimbinder sind extrem feuchtigkeitsempfindlich", lautete die Feststellung.

    Wie soll es dann aber im Friedhof weitergehen? Einfach ohne Glocke oder eine Alterative zum Glockenstuhl aus Holz ? Dazu soll nun die Meinung der Wechterswinkler angehört werden. Sauer jedenfalls kann sich einen Wechterswinkler Friedhof ohne seine Glocke nicht vorstellen. Möglich wäre es beispielsweise, so der Gedankengang im Bauausschuss, die Glocke an zwei neuen Stahlträgern zu befestigen, die auf der Mauerscheibe links von der Leichenhalle aufgeständert werden könnten. Dann würde die Glocke circa 4 Meter hoch hängen und ihren Dienst eben an diesem neuen Platz verrichten. Damit wäre zwar das Problem Glockenturm beseitigt.

    Auch am Dach der Leichenhalle besteht Handlungsbedarf

    Bei der Besichtigung des Bauausschusses taten sich aber gleich noch andere Baustellen auf. So wurde festgestellt, dass das Dach der Leichenhalle sehr vermoost ist, Feuchtigkeitsschäden bereits an der Verbretterung aufgetreten sind und sich einzelne Bretter von der Verschalung gelöst haben. Auch hier besteht in nächster Zeit Handlungsbedarf.

    Sauer bedankt sich bei seinen Mitbürgern für ihre Hinweise und fordert sie gleichzeitig auf, auch weiterhin die Augen und Ohren offenzuhalten. Etwaige Beschädigungen und Mängel an öffentlichen Einrichtungen im ehemaligen Klosterdorf sollen sie ihm immer frühzeitig melden.

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