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    Bastheim

    Wie geht es weiter mit den Brunnen in Bastheim?

    Einer der zwei Brunnen von Bastheim muss aufgegeben werden, der andere wird kostspielig saniert. Jetzt muss die Gemeinde überlegen, wie die Trinkwasserversorgung künftig gesichert wird.
    Einer der zwei Brunnen von Bastheim muss aufgegeben werden, der andere wird kostspielig saniert. Jetzt muss die Gemeinde überlegen, wie die Trinkwasserversorgung künftig gesichert wird. Foto: Eckhard Heise

    Wenn Nachrichten überbracht werden, gilt meist die Taktik: Das Schlimmste kommt zum Schluss. So war es auch bei der Gemeinderatssitzung in Bastheim. Gegen Ende der Zusammenkunft informierte Bürgermeister Tobias Seufert über die neuesten Erkenntnisse zu den Brunnen der Gemeinde. Die Schäden seien so erheblich, dass nach einer ersten groben Schätzung Kosten von 600 000 Euro anfallen könnten.

    Alarmiert hatte vor geraumer Zeit der Bescheid, dass die wasserrechtliche Genehmigung nicht mehr verlängert wird, schilderte Seufert. Der Bürgermeister hatte sich nun vor kurzem mit einem Ingenieurbüro über die weitere Vorgehensweise beraten. Dabei wurde vorgeschlagen, ein Konzept über die künftigen Ansprüche an die Trinkwasserversorgung zu erarbeiten, das verschiedene Möglichkeiten wie Anschluss an einen Zweckverband außerhalb der Gemeinde oder die Erneuerung der Brunnen berücksichtigt. Die beiden Bastheimer Anlagen sind 40 und 55 Jahre alt.

    Bleibt es bei der Eigenversorgung?

    Nach einer ersten Untersuchung muss ein Brunnen komplett erneuert, der andere aufwendig saniert werden. Eine Alternative zur Eigenversorgung sollte daher in Betracht gezogen werden, bemerkte Seufert. Doch Empfehlungen sollten im Rahmen einer Gesamtbetrachtung durch Fachleute ausgesprochen werden, weshalb das Gremium beschloss, dem Ingenieurbüro einen entsprechenden Auftrag zu erteilen. 

    Dass die Trinkwasserversorgung gesichert werden muss, resultiert auch aus der Ausweisung von Bauland in drei Gemeindeteilen. Gut eineinhalb Jahre arbeitet Architekt Alexander Albert bereits an einer Änderung des Flächennutzungsplans für Bastheim, bei der der Schwerpunkt auf der Ausweisung von Bauland liegt. Bei der Sitzung stellte er nun die Entwürfe für die Baugebiete vor, die teilweise schon im Genehmigungsverfahren behandelt werden. 

    Baugebiete sind in Planung

    Vorbei sind die Zeiten riesiger Karten, die Pläne sind inzwischen digital gefertigt und viel detailreicher als die früheren Ausführungen auf Papier, zeigte eine Präsentation auf Leinwand. Insgesamt vier Bauleitpläne sind berücksichtigt, für die im Genehmigungsverfahren öffentliche Belange bereits abgefragt wurden. Dabei gab es vor allem Einwände der Anlieger des Baugebiets "Auszugsäcker" in Wechterswinkel. Unter anderem ging es dabei um Forderungen nach der Verringerung der Firsthöhe, was dem Wegfall eines Geschosses entspreche. Volker Schmitt hatte wie andere Mitglieder des Gremiums jedoch wenig Verständnis für das Anliegen, weil die Möglichkeiten für Bauherren zu sehr eingeschränkt werden. In dem schon vorhandenen Baugebiet befinden sich schließlich auch schon Wohnhäuser mit der kritisierten Höhe. Die Mitglieder einigten sich schließlich auf einen Kompromiss und schlossen außerdem Flachdächer aus. 

    Ferner befasste sich das Gremium mit dem Baugebiet "Heiligen Eller" in Bastheim. In Bastheim stand auch noch der Bereich Mühltor zur Diskussion, das als Mischgebiet ausgewiesen werden soll. Außerdem brachte das Gremium zwei kleinere Bauflächen in Reyersbach auf den Weg. Für die Erschließung des Baugebiets "Hundsäcker" in Braidbach vergab das Gremium verschiedene Aufträge. Die Arbeiten an der Straßenbeleuchtung soll das Überlandwerk Rhön für 20 000 Euro vornehmen. Ferner fallen Mauerarbeiten an, für die die Firma Behringer ein Angebot von 16 000 Euro abgegeben hatte, ein Zaun kostet 3000 Euro. Eine Straßenanbindung kostet zudem etwa 7500 Euro. 

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