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    Eichenhausen

    Woher kommt das Löschwasser im Gewerbegebiet Wülfershausen?

    Die Löschwasserproblematik im Gewerbegebiet von Wülfershausen muss dringen geklärt werden, darüber beriet der Gemeinderat.
    Die Löschwasserproblematik im Gewerbegebiet von Wülfershausen muss dringen geklärt werden, darüber beriet der Gemeinderat. Foto: Regina Vossenkaul

    In der Gemeinderatssitzung stellte Ramona Nürnberger vom Amt für Senioren und Menschen mit Behinderung die Grundzüge eines Quartierskonzept für Senioren vor. Dazu gibt es eine Anschubfinanzierung "Selbstbestimmt Leben im Alter" von der Bayerischen Staatsregierung in Höhe von bis zu 80000 Euro in vier Jahren.

    Der Eigenanteil der Gemeinden beträgt 10 Prozent der förderfähigen Kosten. In einem Quartier sollten Wohnen und Grundversorgung (wie barrierefreie Gehwege, Einkaufsmöglichkeiten), ortsnahe Unterstützung und Pflege (ambulante Pflegedienste, Nachbarschaftshilfe) sowie Beratung und Unterstützung durch soziale Netzwerke (Quartiersmanager, Mittagstisch) möglich sein. Die Gemeinderäte stimmten der Antragstellung zu.

    Kompliziert ist die Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet erläuterte Markus Schraub vom Ingenieurbüro Müller (Gochsheim). Im Gewerbegebiet war bis Anfang 2020 eine Nutzungsvereinbarung mit einen ansässigen, privaten Unternehmer abgeschlossen worden, die dieser im neuen Jahr kündigte. Außerdem bestehen zwei Leitungen im Bereich der BayWa, die die Entnahme von Löschwasser aus der Saale vereinfachen. Wie Schraub erläuterte, liegt das erweiterte Gewerbegebiet in einer Niederdruckzone und bräuchte im Brandfall 26,7 Liter pro Sekunde über zwei Stunden.

    Woher kommt das Löschwasser im Gewerbegebiet Wülfershausen?

    Jetzt wird geplant

    Der Hochbehälter könnte das liefern, aber die Leitungen nicht. Eine neue Leitung mit dem nötigen Durchmesser würde grob geschätzt 400000 Euro kosten. Für die jetzige Bebauung im Gewerbegebiet würden zwei Zisternen als Löschwasservorrat ausreichen, die Kosten sind aber nicht mehr umlegbar. Die geschätzten Kosten liegen bei 270000 Euro. Werden weitere Bebauungen vorgenommen, müssen zusätzliche Zisternen errichtet werden, die können auf die Erschließungskosten umgelegt werden.

    Die Frage kam auf, was es kosten würde, eine Leitung von Eichenhausen herüber zu legen. Dort gab es eine Quelle mit hoher Schüttung, die aber keine Trinkwasserqualität hatte und deshalb damals verworfen wurde. Das soll geprüft werden. Ein Löschwasserteich hätte eine zu große Fläche, erläuterte Schraub, er würde auch schnell verschmutzen. Es müsse nun ein Bodengutachten erstellt und eine Entwurfsvermessung durchgeführt werden, Baubeginn wäre 2021. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Kenntnis und beauftragte das Büro Müller mit der Planung der Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet.

    Im Weißen Turm wird nur noch gewohnt

    Mit Bedauern nahm der Gemeinderat den Antrag auf Umnutzung einer Gaststätte (Weißer Turm) in ein Wohngebäude entgegen. "Das Gasthaus war ein Aushängeschild für die Gemeinde und hatte einen guten Ruf", sagte der Bürgermeister. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

    Unter "Sonstiges" stellte Gemeinderat Steffen Englert ein Konzept für einen Fahrradparcours vor, für den er ein Grundstück und einen Bagger zur Verfügung stellen würde. Ein Gelände mit einem Rundkurs mit eingebauten Wellen, Brücken und Sprungmöglichkeiten, alles aus natürlichen Materialien, stellt er sich vor. Für kleinere Benutzer würde es einen Kinderparcours geben, dazu Sitzgelegenheiten und einen Grillplatz. Die Wartung müsste eine "AG Bikepark" übernehmen, Bauherr müsste die Gemeinde sein, die mit wenig Kosten eine neue Attraktion für Jugendliche und Kinder hätte. Es häufen sich in letzter Zeit die Beschwerden über Jugendliche, die im Bereich Wülfershausen mit ihren Fahrrädern rücksichtslos umherfahren. Das Projekt passt genau zu EUBeKo, dem Forschungsprojekt zur kommunalen Bewegungsförderung, in dem sich Wülfershausen gerade befindet, meinten die Gemeinderäte und stimmten zu, das Vorhaben weiter zu verfolgen.

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