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    Wollbach

    Wollbach: 1.8 Millionen für Erweiterung des Kindergartens

    Wie schaut die Zukunft der Wollbacher Trinkwasserbrunnen aus? Vor einem Jahr nahm die Bevölkerung beim 'Brunnenfest'  zum Jubiläum der Wasserversorgung gerne das Angebot wahr, einmal die Brunnen zu besichtigen.
    Wie schaut die Zukunft der Wollbacher Trinkwasserbrunnen aus? Vor einem Jahr nahm die Bevölkerung beim "Brunnenfest" zum Jubiläum der Wasserversorgung gerne das Angebot wahr, einmal die Brunnen zu besichtigen. Foto: Klaus-Dieter Hahn

    Zur Sitzung des Gemeinderats hieß Bürgermeister Thomas Bruckmüller zunächst Architekt Peter Kopperger aus Bergrheinfeld willkommen, der die Planung zur Erweiterung und der Errichtung eines Anbaus am Kindergarten erläuterte.  Gegenüber dem ersten Entwurf, den er im März vorgestellt hatte, wurden nun im Untergeschoss des auf Stelzen errichteten Anbaues ein WC mit Hausmeisterraum sowie ein Abstellraum neu eingeplant. Außerdem könne dort  evtentuell eine Spielfläche eingerichtet werden, die keine zusätzliche Beschattung benötigen würde.  "Möglicherweise könnte man dort auch einen kleinen Wasserspielplatz gestalten", so ein Gedanke des Architekten.

    Auch zu den Kosten konnte Peter Kopperger eine "geschätzte Hausnummer"  nennen: Auf 1.816 000 Euro sind die Investitionskosten für das Projekt veranschlagt.  Zum weiteren Zeitplan sagte er, dass bis zum Herbst die Baugenehmigung für das Projekt vorliegen sollte. Mit Hilfe des angekündigten, neuen staatlichen Konjunkturprogramms hoffen die Ratsmitglieder dann, die Kindergarten-Erweiterung  relativ günstig für den Wollbacher Haushalt verwirklichen zu können.

    In der Straße  "Am Weissenrain" des Baugebiets "Südlich der Unslebener Straße" sollen ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage sowie ein Mehrfamilienwohnhaus mit Doppelgarage und Stellplätzen errichtet werden. Beide Bauanträge wurden dem Gemeinderat  nur informatorisch vorgelegt, da sie im Baugenehmigungsfreistellungsverfahren behandelt werden. Der Anbau einer Einliegerwohnung  an ein Anwesen in der Röderstraße wurde von den Ratsmitgliedern einstimmig befürwortet.

    Immer wieder Überraschung bei der Dorfplatzgestaltung

    Derzeit werden auf der Großbaustelle im Dorfzentrum, in deren Verlauf der Dorfplatz neu gestaltet werden soll, die Pflasterarbeiten ausgeführt. "Es tauchen immer wieder Überraschungen auf, wie ein 'blindes' Abwasserrohr bei der Sakristei oder auch alte Mauerreste", berichtete Bürgermeister Thomas Bruckmüller. Kurzfristig wurden noch Leerrohre für einen späteren Glasfaseranschluss verlegt.  Die "Coronazeit" hat man von Gemeindeseite aus genutzt, um im Kindergarten für 2000 bis 3000 Euro einige "Aufhübscharbeiten" auszuführen, gab das Ortsoberhaupt auf Nachfrage bekannt. Wegen der Pandemie und der strengen Vorschriften könne die Gemeinde dem Wunsch einiger Jugendlicher nicht entsprechen, den Jugendtreff "Räumle" wieder wenigstens so weit zu öffnen, dass sich die Jugendlichen im Außenbereich aufhalten können.

    Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung gab Bruckmüller bekannt, dass die Aufwandsentschädigung für den 1. Bürgermeister auf 3617 Euro festgesetzt wurde. Zusätzlich  erhält er eine Fahrtkostenentschädigung von 250 Euro. Der 2. Bürgermeister bekommt eine Entschädigung von 300 Euro im Monat. Die Laufzeit der gemeindlichen Hundehaltungsverordnung ist nach 20 Jahren abgelaufen. Eine Verschärfung ist nach Aussage der Verwaltung nicht möglich. Hunde ab einer Schulterhöhe von 35 Zentimetern unterliegen generell einer Anleinpflicht.  Die neue Verordnung wurde einstimmig verabschiedet.

    Erschreckend hohe Wasserverluste

    Die Genehmigung zur Entnahme von Trinkwasser  muss nach 30 Jahren wieder neu beantragt werden. Dazu soll nun untersucht  werden, inwieweit das ausgewiesene Wasserschutzgebiet noch passt. Erschreckend hoch sind die Wasserverluste von inzwischen 42 %, die seit Jahren kontinuierlich nach oben klettern. Seit zwei bis drei Jahren sucht Wasserwart Jürgen Werner bereits intensiv nach den Ursachen. Er vermutet, dass sehr viele kleine Rohrbrüche vorhanden sind. Nach Ansicht des Gemeinderates soll nun die Ursachenforschung verstärkt werden.

    Die Wasserwerte sind sehr gut, so der Bürgermeister. Zum weiteren Vorgehen teilte er mit, dass für die beiden Brunnen nun eine Bestandsaufnahme mit Pumpversuchen durchgeführt  werden soll.   Mit dem Ingenieurbüro Baur Consult (Haßfurt) fand ein Gespräch statt. Die Experten bieten ein hydrogeologisches Gutachten als ersten Schritt an, auf das dann auch die Untersuchung des Wasserschutzgebietes fußen soll. "Wir wollen damit feststellen, ob unser Trinkwasser weiterhin zukunftsfähig ist", erklärte der Bürgermeister. Man war sich einig, die empfohlenen Pumpversuche mit Kamerabefahrung und die Überprüfung des Wasserschutzgebietes  zu beauftragen.

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