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    Bad Königshofen

    Wunschliste: 100 Fahrräder für die Ukraine

    Gemeinsam mit den Feuerwehrleuten aus Großeibstadt stellte man sich vor dem Großeibstädter Gerätehaus zum Gruppenfoto. Klaus Höhn, Vorsitzender der Humanitären Ungarnhilfe Hl. Elisabeth gemeinsam mit Kommandant Michael Hesselbach (vorne rechts) und Bürgermeister Gerd Jäger (Zweiter von links). Im Feuerwehrauto die Gäste aus Ungarn: Darnyi Géza und der Fotograf Tibor Vermes. Hintere Reihe (2. Und 3. von links): Altbürgermeister Emil Sebald und Làszló Kecskés.
    Gemeinsam mit den Feuerwehrleuten aus Großeibstadt stellte man sich vor dem Großeibstädter Gerätehaus zum Gruppenfoto. Klaus Höhn, Vorsitzender der Humanitären Ungarnhilfe Hl. Elisabeth gemeinsam mit Kommandant Michael Hesselbach (vorne rechts) und Bürgermeister Gerd Jäger (Zweiter von links). Im Feuerwehrauto die Gäste aus Ungarn: Darnyi Géza und der Fotograf Tibor Vermes. Hintere Reihe (2. Und 3. von links): Altbürgermeister Emil Sebald und Làszló Kecskés. Foto: Hanns Friedrich

    Zwei Jahre sind es her, dass eine Abordnung der Feuerwehr Großeibstadt in der Ukraine ein Feuerwehrauto an die dortigen Kollegen übergeben hatte. Mittlerweile bestehen freundschaftliche Verbindungen und das Großeibstädter Feuerwehrauto hat schon viele Einsätze hinter sich.

    Bürgermeister Jaroszlav Hajovics ließ denn auch die besten Grüße aus der 8000 Einwohner zählenden Stadt Visk ausrichten. Diese überbrachten Làszló Kecskés, Direktor für Auswärtige Beziehungen von Caritas Hungarica, sowie der Fotograf Tibor Vermes. Dieser zeigt im kommenden Frühjahr eine Ausstellung in der Schranne. Dazu fanden nun erste Gespräche mit Museumsleiter Andreas Rottmann statt. Die Ausstellung hat das Thema "Impressionen Karpatien/Ukraine und die Arbeit der Ärztemission".

    Kürzlich traf man sich im Feuerwehrhaus von Großeibstadt, wo Kommandant Michael Hesselbach die Gäste gemeinsam mit Bürgermeister Gerd Jäger und Altbürgermeister Emil Sebald begrüßte. Anwesend war auch Klaus Höhn, Vorsitzer der Humanitären Ungarnhilfe Hl. Elisabeth, mit seiner Frau Thea.

    Hesselbach erinnerte an die Anfänge der Freundschaft, die mit der Spende des ausgemusterten Großeibstädter Feuerwehrautos begann. Damals beteiligten sich die Feuerwehren aus Mühlbach, Burglauer, Wollbach, Irmelshausen, Höchheim, Trappstadt, Klein- und Großeibstadt, Sulzfeld, Eichenhausen, Herschfeld, Burgwallbach und Willmars. Sie sponserten Schlauchmaterial, Stiefel, Helme, Strahlrohre, Handlampen, Stromerzeuger und Schutzanzüge. Mittlerweile hat das Feuerwehrauto von Großeibstadt schon größere Brände verhindert. Das erfahren die Wehrleute immer wieder über ihre Kontakte, unter anderem per Facebook, sagte Steffen Kleinhenz.

    Die Straßen sind so schlecht

    Warum das Feuerwehrauto so wichtig ist? Die nächste Feuerwehrstation ist zwar nur 30 Kilometer von der Kreisstadt Chust  entfernt, allerdings sind die Straßen so schlecht, dass es höchsten 80 km/h fahren kann und dann oft zu spät zum Einsatz kommt.

    Klaus Höhn berichtete, dass in Visk eine ungarische Minderheit in ärmlichen Verhältnissen lebt und dringend Unterstützung benötigt. Dies ist Aufgabe der ungarischen Caritas. Làszló Kecskés zeigte Bilder von der Arbeit der ungarischen Caritas und berichtete, dass die Arbeitskräfte für die Betreuung eines kleinen Medizinischen Versorgungszentrums gesichert sind. Die Leitung übernimmt eine Gemeindeschwester, die von der Caritas Hungarica bezahlt wird. Die Behandlung ist für die Bewohner von Visk und Umgebung kostenfrei. Dies gilt auch für therapeutische Behandlungen, die von ungarischen Ärzten durchgeführt werden.

    45 Zimmer leergeräumt

    Làszló Kecskés dankte der Bevölkerung aus Rhön-Grabfeld, die sich an Hilfslieferungen beteiligen. Es sei enorm, dass über den Verein "Heilige Elisabeth" im vergangenen Jahr 104 Tonnen Hilfsgüter an die ungarische Caritas gingen, die die Verteilung an die Ärmsten der Armen, aber auch an Altenheime und Krankenhäuser übernahm. "Es ist für unsere Bevölkerung  kaum zu glauben, dass ein Hotel in Deutschland ganze Zimmereinrichtungen abgibt, um uns zu helfen," sagte Làszló Kecskés.

    Von Klaus Höhn erfuhr er, dass acht Helfer des Vereins und fünf Kameraden der ungarischen Malteser eine Woche im Rhön-Park Hotel im Einsatz waren, um die 45 Zimmer leer zu räumen. "Rund 600 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden dabei investiert."  Kecskés sagte, dass im Außenbereich von Budapest ein Zentrallager errichtet wurde, wo die Spenden aus Rhön-Grabfeld zwischengelagert werden. Der  Direktor für Auswärtige Beziehungen von Caritas Hungarica sagte: "Wir wünschen uns für unsere Bevölkerung 100 Fahrräder, denn die Menschen in der Ukraine sind auf dieses Fortbewegungsmittel angewiesen, das sie sich aber nicht leisten können."

    Damit dieser Wunsch erfüllt werden kann, bittet die Humanitäre Ungarnhilfe Hl. Elisabeth um Fahrradspenden. Notwendig sind aber auch weiterhin medizinischer Geräte und Geldspenden.

    Informationen gibt es bei Klaus Höhn in Hohenroth, den Sammelstellen in Hausen/Rhön,  Schlossbergstr, 9, in  Hohenroth (Veitsberg 19), in Mellrichstadt (Roßbachstraße 63) oder auch in Aub bei Bad Königshofen (Kleines Dorf 14). Wer die Hilfsaktion unterstützen möchten kann dies bei der Sparkasse Bad Neustadt IBAN DE65 793 530 900 011 097 680 unter dem Stichwort "Ungarnhilfe" tun.

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