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    WAIGOLSHAUSEN

    25 Bauplätze sollen entstehen

    Mit einem einstimmigen Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung das neue Baugebiet am Nordring in Waigolshausen im beschleunigten Verfahren auf den Weg gebracht. Das Baugebiet erhält die Bezeichnung „Obere Honigleite“. Ziel ist die Ausweisung eines allgemeinen Wohngebietes mit 25 Bauplätze, die sich Größtenteils im Bereich von 600 bis 650 Quadratmeter bewegen.

    In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Gemeinderat mit Veronika Werthmann vom beauftragten Büro Planungsschmiede Braun bereits mögliche Varianten für einen Bebauungsplan diskutiert und sich auf einen Planentwurf für das Bauleitverfahren festgelegt.

    Lage des Spielplatzes

    Zu entscheiden war jetzt noch die Lage eines Spielplatzes, wozu es fünf Varianten gab. Mit großer Mehrheit sprach sich der Rat für Variante zwei aus, bei der er bessere Grundstückszuschnitte gegeben sah. Mit 237 Quadratmeter fällt der Spielplatz bei dieser Variante am größten aus und kommt verkehrsberuhigt an einem Wendehammer zum liegen. Andere Planungsvarianten hätten allerdings einen Bauplatz mehr ermöglicht.

    Die angestrebten Festsetzungen für das Baugebiet lassen den künftigen Bauherren viel gestalterischen Spielraum. Wie Werthmann ausführte, wäre eine Bebauung mit maximal zweigeschossigen Einzel- oder Doppelhäusern, aber auch ein Bungalow möglich. Die Firsthöhe wird auf maximal 8,5 Meter begrenzt. Kaum Einschränkungen gibt es bei Dachformen und Dachfarben. Auch Dachgauben sind zulässig, ebenso Wintergärten. Vorgegeben werden zwei Stellplätze pro Grundstück.

    Wegen der Bahnlinie müssen Schlafräume auf der lärmabgewandten Seite der Wohnhäuser liegen. Kontrolliert werde diese Festsetzung später nicht, sagte Werthmann auf Nachfrage. Die Grünordnung sieht eine Randeingrünung im Westen, schmalkronige Straßenbäume und pro Grundstück einen Baum sowie Heckenpflanzungen an der Nordseite vor. Geplant ist erstmals eine Entwässerung im Trennsystem. Thomas Steinlein merkte an, dass dies möglicherweise eine Anpassung der Entwässerungssatzung erfordere.

    Bauzwang festschreiben

    Die Festschreibung des beabsichtigten Bauzwangs könne nicht im Rahmen des Bebauungsplans erfolgen, sondern müsse bei den Grundstücksverkäufen geregelt werden, sagte Werthmann auf Nachfrage. Der Rat billigte den Bebauungsplanentwurf einstimmig. Im nächsten Schritt wird er nun öffentlich ausgelegt.

    Immer dringlicher ist auch in Theilheim der Wunsch nach Bauplätzen. Das zeigte zuletzt die Bürgerversammlung, in deren Nachgang die vier örtlichen Gemeinderäte die Schaffung eines Neubaugebietes schriftlich beantragten. Als erster Schritt soll jetzt - wie seinerzeit in Waigolshausen - eine Bedarfsermittlung erfolgen, sagte Bürgermeister Peter Pfister. Bauinteressenten sollen sich dazu bis August im Rathaus melden.

    Fehlende Baumöglichkeiten

    Überzeugend machte Emile Brehm deutlich, dass von zwölf Baulücken im Ort aufgrund der Topografie und der Nutzung maximal zwei als potenzielle Bauplätze „im Angebot“ seien. Ein Verkauf sei auch bei diesen nicht zu erwarten. Als schnelle Lösung könnten beim FFW-Haus fünf Grundstücke ohne großen Aufwand erschlossen werden, schlug Brehm vor. Fehlende Baumöglichkeiten hätten in der Vergangenheit schon zum Wegzug junger Theilheimer geführt, pflichtete Ernst Ums bei. Da zweifellos Bedarf bestehe, sollte die Gemeinde mit den Eigentümern zwecks Grundstücksverkaufs in Kontakt treten, wurde Wolfgang Schraut konkret. Das sagte Bürgermeister Peter Pfister zu. Neue Chancen räumten die Theilheimer Räte einem in der Vergangenheit geplanten Baugebiet ein, das am Einspruch eines Landwirtes gescheitert war.

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