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    Schweinfurt

    30 Jahre IPA: Dienen durch Freundschaft ist mehr als ein Motto

    30 Jahre Verbindungsstelle Schweinfurt der International Police Association (IPA): Das wurde gebührend gefeiert. Im Bild (von links) Schatzmeister Gustav Breunig, Sekretär Paul Six, Leiter Holger Rumpel, Bürgermeisterin Sorya Lippert, Beisitzer Herbert Volpert, Schirmherrin Anja Weisgerber (MdB), Sekretär Florian Kohlhepp und Li Langen, jahrelang im Vorstand aktiv.  Foto: Martina Müller

    Dienen durch Freundschaft oder in der Kunstsprache Esperanto: Servo per Amikeko. Der Wahlspruch passt zur IPA, der International Police Association, die als größte Berufsvereinigung der Welt gilt. Die IPA wurde 1950 in England gegründet (da war Esperanto schwer angesagt), seit 1955 gibt es sie in Deutschland. Vor 30 Jahren wurde die Verbindungsstelle Schweinfurt gegründet (wir berichteten). Das wurde jetzt in der Rathausdiele gefeiert. In aller Freundschaft. Und mit viel Humor und Herzlichkeit.  

    Verbindungstellenleiter Holger Rumpel erinnert daran, was sich in den 30 Jahren alles verändert hat. Die Uniformen sind blau, nicht mehr grün. Aus dem Bundesgrenzschutz wurde die Bundespolizei. Nicht nur Polizisten, auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte erleben, dass sie vermehrt mit aggressivem Verhalten zu tun haben, Respekt geschwunden ist. Um so wichtiger sei eine Gemeinschaft wie die IPA: Sie stehe für gegenseitiges Unterstützen, für Kontakte, für Füreinander-Einstehen, im Kleinen wie auch weltweit. "Wir haben die gleichen Ziele, sprechen die gleiche Sprache."

    Wichtig sei es auch, Kollegen und Kolleginnen in Not zu unterstützen. So will sich die Verbindungsstelle Schweinfurt dafür einsetzen, dass eine junge Kollegin unterstützt wird, die nach dem Tod ihrer Eltern die Verantwortung für ihre Geschwister trägt und gerade ihre Ausbildung macht.  

    Ziel: Für Recht und Ordnung sorgen 

    Für Recht und Ordnung sorgen. Das ist das gemeinsame Ziel, sagt Rumpel Den Faden nimmt  Schirmherrin und Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber auf. Gerade in einer Zeit, in der die Länder in der globalisierten Welt immer näher zusammenrücken, Bedrohungen, auch terroristische Herausforderungen vor keiner Grenze mehr halt machen, sei Erfahrungsaustausch und Vernetzung von unschätzbarem Wert. Dienen durch Freundschaft: Der Wahlspruch zeige, dass die Polizei in der westlichen Welt kein Mittel hoheitlicher Machtausübung sei, sondern Freund und Helfer.  "Ihr seid dem Motto mehr als gerecht geworden", sagt Rumpel zu seinen ehemaligen und aktiven Kolleginnen und Kollegen. "Dienen durch Freundschaft,  das lebt ihr auch."   

    Der Wahlspruch hat es auch Bürgermeisterin Sorya Lippert angetan: "Wie klug und nachhaltig." Sie zollt den Polizisten Respekt für ihre nicht leichte Aufgabe, für Recht und Ordnung in einer Welt zu sorgen, in der Recht und Ordnung nicht selbstverständlich seien. Lippert ist in Pakistan aufgewachsen:  "Da war die Polizei eher gefürchtet." Dass die Polizei hier eine ganz andere Rolle spiele, sei nicht allen Geflüchteten klar, die erste Reaktion sei oft Angst.     

    Polizeipräsident Gerhard Kallert und IPA-Landesvorsitzender Uwe Kokotek danken wie Weisgerber und Lippert den Kollegen für ihren Einsatz und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die IPA mache keine aggressive Mitgliederwerbung, betont Kokotek. "Wir bauen darauf, dass die Kollegen den Mehrwert erkennen." 

    Einige Mitglieder wurden für Treue und Engagement geehrt: Herma Gronert, Elisabeth (Li) Langen, Josef Mayerföls, Peter Zwirlein, Horst Vöge.  Manfred Kreußling und Heinrich Hackenberg bekamen das silberne Ehrenzeichen.  Hans-Joachim Weisheit und Schatzmeister Gustav Breunig  die Goldene Ehrennadel. 

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