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    Stadtlauringen

    350 Garben wurden für das Dreschfest zusammengebunden

    Theo Heid auf einem sogenannten 'Binder': Dieses Gerät aus den 1960er Jahren wurde bereits mit einer Zapfwelle angetrieben und erledigte das Mähen und Zusammenbinden in einem Arbeitsgang.
    Theo Heid auf einem sogenannten "Binder": Dieses Gerät aus den 1960er Jahren wurde bereits mit einer Zapfwelle angetrieben und erledigte das Mähen und Zusammenbinden in einem Arbeitsgang. Foto: ner

    Er war ein Probedreschen mit Hindernissen, zu dem die Dreschgemeinschaft auf einem Getreideacker Richtung Oberlauringen eingeladen hatte. Zunächst musste der ursprüngliche Termin wegen zu viel Regens verschoben werden. Beim zweiten Anlauf streikte dann zwischenzeitlich der "Binder". Genauer gesagt riss immer wieder der Strick, der die abgemähten Getreidegarben zusammenbindet. Doch Theo Heid ist ein alter Fuchs. Er erkannte schließlich, dass die Stricke zu grobfaserig waren und dadurch in der Führung hängen geblieben sind, bis sie schließlich rissen. Doch nachdem das Problem behoben war, stand der Ernte nichts im Weg.

    Die Dreschgemeinschaft Stadtlauringen hat in Vorbereitung auf das Dreschfest mit Oldtimertreffen am 24. und 25. August schon vorab mit historischem Gerät 350 Garben Getreide eingefahren, die beim Fest dann in einer Dreschmaschine aus den 1920er Jahren gedroschen werden.

    In der Dreschgemeinschaft haben sich etwa 30 Idealisten zusammengeschlossen, die sich der Erhaltung von alten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten verschrieben haben. Von diesen Geräten und Traktoren, aber auch von deren Handhabung, können sich die Besucher des Dreschfestes auf dem Reitplatz überzeugen.

    Die Mitglieder der Stadtlauringer Dreschgemeinschaft besitzen eine ganze Reihe von Oldtimer-Traktoren und  verschiedene Leiterwagen, von denen die ältesten um 1900 gebaut wurden. Im Fundus gibt es aber auch einen inzwischen sehr seltenen Mc Cormick-Getreidebinder und eine Badenia-Dreschmaschine 7010 aus Weinheim von 1933, natürlich noch voll funktionsfähig und mit einer Strohpresse vom Typ WSP90 der Gebrüder Welger aus Wolfenbüttel versehen.

    Zum Dreschfest sind auch wieder alle Privatpersonen und Oldtimer-Vereine eingeladen, ihre Schlepper bis Baujahr 1970 und Stationärmotoren und andere Geräte auszustellen.

    Zum Fest wird es auch eine Rundfahrt durch den historischen Ortskern geben, und es werden Hubschrauber-Rundflüge angeboten.

    Der Auftakt erfolgt am Samstag mit dem "Vorglühabend", bei dem es Bulldog-Wettziehen und anderer spaßige Programmpunkte gibt.

    Am Sonntag steht schon um 8 Uhr das Oldtimer-Frühstück bereit. Es gibt Mittagessen und den ganzen Tag über Verpflegung. Ein Höhepunkt wird um 14 Uhr die Getreideernte mit einem Fahr-Getreidebinder sein, wie sie zwischen den 1920er und 1950er Jahren vollzogen wurde. Außerdem zeigen die Vereinsmitglieder, wie das Dreschen mit dem Dreschflegel geht. Oder sie rufen zum Geschicklichkeitsfahren mit dem Traktor über eine Wippe auf.

    Natürlich werden auch die Kinder sachgerecht unterhalten.

    Theo Heid repariert den 'Binder' .
    Theo Heid repariert den "Binder" . Foto: ner
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