• aktualisiert:

    Werneck

    3525 mal auf der Pritsche gelegen, um anderen zu helfen

    Hartmut Bräuer, Vorsitzender des BRK Kreisverband Schweinfurt (zweiter von rechts) ehrte gemeinsam mit Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl (rechts) und weiteren BRK-Vertretern bei einer Feierstunde im Rathaus 41 treue Blutspender aus der Marktgemeinde für 50-, 75-, 100-, 125- und 150-maliges Spenden. Foto: Gerald Gerstner

    Blutspenden ist eigentlich nichts Spektakuläres: Man geht zum Termin, lässt sich stechen und das Blut läuft. Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl spricht aus Erfahrung, 72-mal lag sie selbst auf der Pritsche. Trotzdem könne jeder Spender sicher ein, dass er mit diesem selbstlosen Tun, für das es kein Geld gibt, anderen hilft und Menschenleben rettet, sagt Baumgartl.

    Zu einer Feierstunde in den frisch renovierten Sitzungssaal des Rathauses eingeladen hatte sie 41 Spende-Jubilare aus der Marktgemeinde, die bei ihren regelmäßigen Besuch der Blutspendetermine in den vergangenen Jahrzehnten zusammen 3525 auf der Pritsche lagen. Zusammen kam dabei die "riesige Menge Lebenssaft" von 1762 Liter, wie Baumgartl vorrechnete.

    Neben der Bewirtung durch die Gemeinde und den Dank der Bürgermeisterin erhielten die Spender als Zeichen der Anerkennung für ihre 50-, 75-, 100-, 125- und 150-malige Blutspende vom Bayerischen Roten Kreuz Urkunden, Ehrennadel und ein Präsent. Überreicht wurden diese - verbunden mit dem Dank für die große Treue - vom Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Hartmut Bräuer und dem Kreis-Geschäftsführer Thomas Lindörfer. In den Dank eingeschlossen wurden auch die ehrenamtlichen Organisatoren der Spendetermine in der Gemeinde.

    Mit 1226 Blutspenden habe Werneck auch im vergangenen Jahr wieder eine Spitzenposition im Landkreis eingenommen, sagte BRK-Kreisvorsitzender Bräuer. 11065 Spenden waren es insgesamt im Kreis, der damit in punkto Spendenbereitschaft zu den führenden Kreisverbänden in Bayern zählt. Pro Tag würden im Freistaat 2000 Blutspenden benötigt, die wenigsten allerdings für Unfallopfer. Umso mehr seien Patienten mit schweren Erkrankungen auf die Blutkonserven angewiesen, sagte Bräuer.

    Für 50 Blutspenden geehrt wurden: Isolde Drescher, Sandra Eichelmann, Carmen Keller, Axel Weissenberger und Alexander Bunn (alle Zeuzleben), Elisabeth Graf, Karin Keller-Hettrich und Matthias Reuss (alle Ettleben), Michaela Walter und Bernd Häcker (beide Werneck), Kristina Schäflein (Stettbach), Ralf Breitenbach (Egenhausen), Arno Eschenbacher (Mühlhausen), Christian König (Schraudenbach) und Julius Neubert (Schleerieth).

    Für 75 Blutspenden: Ruth Neeb und Albrecht Schmittfull (beide Schleerieth), Erich Vollmuth (Zeuzleben), Sylvia Schäfer (Schraudenbach) und Klaus Balling (Essleben).

    Für 100 Blutspenden: Petra Klenkert und Michael Nieser (beide Ettleben), Georg Strobel, Hilmar Zöller und Günter Löber (alle Essleben), Karola Weisensee und Stefan Vay (beide Eckartshausen), Ulrike Braun (Schleerieth), Hildegard Krückel (Schraudenbach), Michael Grätz (Egenhausen), Reinhard Wiesner (Mühlhausen) und Franz Kraus (Werneck).

    Für 125Blutspenden: Alois Hedrich und Walter Klenkert (beide Ettleben), Emil König (Zeuzleben), Ottmar Kraus (Schleerieth), Franz-Josef Popp (Egenhausen) und Siegfried Schonunger (Essleben).

    Bereits 150-mal spendeten Günter Eichelmann (Zeuzleben), Dieter Hart (Werneck) und Manfred Lenz (Schraudenbach).

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!