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    Schweinfurt

    50 Jahre Johanniter Unfallhilfe: Helfen aus Liebe zum Leben

    50 Jahre Johanniter-Unfall-Hilfe in Schweinfurt. Umrahmt von Fahne, Rittern und Würdenträgern des Johanniterordens hier in den grünen Uniformen von links der Gebietsleiter Ausbildung Jochen Hawesch, Regionalvorstand Ralph Knüttel, der Schweinfurter Dienststellenleiter Olaf Mauer und rechts im Bild Regionalvorstand Uwe Kinstle. Diakon Norbert Holzheid (Zweiter von rechts) ist der Standortseelsorger der Johanniter. Frank Schiefelbein (Vierter von rechts) ist ebenfalls Regionalvorstand. Ferdinand Freiherr von Truchseß (Sechster von rechts) ist der Ortsbeauftragte des Ordens für Schweinfurt.  Foto: Helmut Glauch

    "Aus Liebe zum Leben", so ein Wahlspruch der Johanniter-Unfall-Hilfe, sind sie vor 50 Jahren angetreten um auch in Schweinfurt Retter, Helfer oder Unterstützer in unglaublich vielen Lebenslagen zu sein. Hundestaffel, Hausnotruf, Fahrdienste aller Art und natürlich der klassische Rettungsdienst sind nur einige der Leistungen, die die JUH seit einem halben Jahrhundert anbietet. Das wurde am Freitag gefeiert. Zunächst bei einem eindrucksvollen Gottesdienst in der Johannis-Kirche, an dem auch zahlreiche Ritter und Würdenträger des Johanniterordens teilnahmen. In seiner Predigt würdigte Dekan Oliver Bruckmann die Arbeit der Organisation. "Gottes Werk auf Erden" wie es die Hilfsorganisationen leisten, stand auch ganz im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier im Rathaus.

    Seit 42 Jahren für die JUH aktiv

    Einer der treuesten Mitarbeiter, der dieses Werk seit mittlerweile 42 Jahren verrichtet, stand dabei zunächst im Mittelpunkt. Olaf Mauer ist seit 1977 ein Herzblut-JUH'ler. Als Einsatzleiter im Rettungsdienst, als langjähriger Dienststellenleiter in Schweinfurt und in seinen zahlreichen weiteren Funktionen ist Olaf Mauer "einer der treuesten Mitarbeiter", wie die beiden Mitglieder des Regionalvorstandes der JUH, Uwe Kinstle und Ralph Knüttel feststellten. Große Leistung, große Auszeichnung: Olaf Mauer wurde samt der von Innenminister Joachim Hermann unterzeichneten Urkunde das "Ehrenzeichen am Bande" verliehen.

    MdL Gerhard Eck, Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren für Sport und Integration, nahm stellvertretend die Auszeichnung vor. Die Stadt Schweinfurt, beim Festakt unter anderem vertreten durch Oberbürgermeister Sebastian Remelé, legte die Gold-Version der bayerischen Ehrenamtskarte dazu, die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement, eine "Karte ohne Verfallsdatum", wie Remelé betonte. Mit "das macht man nur, wenn man es gerne macht", sollte ein sichtlich gerührter Olaf Mauer, für den diese Auszeichnung eine echte Überraschung war, später seine schier unermüdliche Motivation für die JUH und damit für seine Mitmenschen erklären.         

    Der Dienststellenleiter der JUH, Olaf Mauer (Mitte), ist nun Träger des Ehrenzeichens am Bande, das ihm, in Stellvertretung des Innenministers, von Staatssekretär Gerhard Eck (links) verliehen wurde. Oberbürgermeister Sebastian Remelé legte die Ehrenamtskarte in Gold dazu. Foto: Helmut Glauch

    Uwe  Kinstle hatte zunächst die Geschichte der JUH in Schweinfurt, unterstützt von Bildern, wieder lebendig werden lassen. Dazu ging er nicht nur auf die Entwicklungsschritte ein, sondern lieferte auch eindrucksvolle Zahlen der Hilfe. So werden, um nur eine Zahl herauszuheben, im Rahmen des Angebotes "Menü Service" jährlich in Schweinfurt 65 000 Essen ausgeliefert.

    Ein anderes Angebot, das es alten Menschen ermöglicht, möglichst lange in den eigenen Wänden zu bleiben, was für sie so wichtig ist und für sie ein hohes Gut darstellt, wie OB Remelé in seiner Festrede betonte, ist auch der Hausnotruf. Den durfte der OB, ausgestattet mit dem entsprechenden Armband, auch gleich live testen. Schon nach wenigen Minuten meldete sich eine Helferin. Im Ernstfall hätte dies schnelle Hilfe bedeutet für einen alten Menschen, der vielleicht in seiner Wohnung gestürzt ist oder einen Schwächeanfall erlitten hat, hier war es eine Grußbotschaft zum Jubiläum "50 Jahre JUH in Schweinfurt".     

    Ohne Ehrenamtliche wäre dies alles nicht möglich

    Auch Staatssekretär Gerhard Eck betonte, das all diese Leitungen vom Fahrdienst bis zum Katastrophenschutz, die zusammengenommen einen hohen Grad an innerer Sicherheit gewährleisten, alle nicht möglich und schon gar nicht finanzierbar wären, wenn es dieses enorme Engagement der Ehrenamtlichen nicht gäbe. 

    Mit so einem guten alten Dreieckstuch lässt sich so mancher Knochenbruch schienen. Ein solches bekam OB Sebastian Remelé dafür überreicht, dass er sich als Hausnotruf-Testperson zur Verfügung gestellt hatte. Foto: Helmut Glauch

    Jochen Löser vom Arbeiter-Samariter-Bund sprach stellvertretend für die anderen Hilfsorganisationen der Stadt. Die JUH habe es stets verstanden, neue Herausforderungen anzunehmen und sich als kompetenter und zuverlässiger Partner ausgezeichnet.

    Beim anschließenden Imbiss war reichlich Zeit in gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen, 50 Jahre bieten in dieser Hinsicht so manches Thema. 

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