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    Schweinfurt

    60-Jahr-Feier: Sportschützen ehren treue und erfolgreiche Mitglieder

    Die Geehrten der Sportschützen mit Vorsitzendem Robert Schamberger (Zweiter von links), dem Leiter des Sportamtes der Stadt Schweinfurt, Rene Gutermann (Dritter von links), sowie dem Mitglied der Leitung des Schützengaus Schweinfurt, Maximilian Eichhorn (hinten links). Foto: Harald Blank

    Das 60. Jahr der Gründung als Verein war für den Vorstand der Sportschützen 1959 Schweinfurt Anlass, die Mitglieder zu einer besonderen Feierstunde einzuladen. Dabei blickte Vorsitzender Robert Schamberger auf die vergangenen sechs Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurück und ehrte treue Mitglieder, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. 

    Der Leiter des städtischen Sportamts, Rene Gutermann, drückte in seinem Grußwort die Freude über das lange Bestehen und den engen Zusammenhalt des Vereins sowie über die nationalen und internationalen Erfolge der Sportschützen aus. Auch sicherte er den Anwesenden Unterstützung der Stadt zur Förderung der Jugend- und Seniorenarbeit zu.

    Nach dem Vortrag der Chronik über das bewegte Vereinsleben seit 1959 ehrte Robert Schamberger Ulrike Wiedemann-Grob und Peter Spiegel für 40-jährige Mitgliedschaft und Miroslav Pelta für 30-jährige Mitgliedschaft.

    Maximilian Eichhorn, Mitglied der Leitung des Schützengaus Schweinfurt, überbrachte Glückwünsche und unterstützte den Vorstand bei der Sportlerehrung. So wurden Robert Schamberger, Stefan Scharting, Werner Simon, Hans Mader, Martin Müller, Johannes Lederer und Harald Blank für ihre schießsportlichen Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene geehrt. Zusätzlich wurde die gesamte erste Mannschaft mit dem silbernen Abzeichen des Polizei-Sportschützenvereins München ausgezeichnet. 

    Aus der Vereinsgeschichte

    Vorstandsmitglied Harald Blank gab einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins. Die Gründungsmitglieder legten bei der Gründung Wert auf rein sportliches Schießen: Sie wollten weg vom traditionellen Königsschießen mit all seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen und Aufwand mit Tracht und Kette. In den Anfangsjahren wurde nur mit Luftdruckwaffen geschossen. Zuerst im Gründungslokal, später in der  Gaststätte Wallbräu am oberen Wall.

    1963 ermöglichte die Stadt Schweinfurt dem jungen Verein die Nutzung der städtischen Schießanlage im Höllental, die bis heute die Heimat des Vereins ist. Ein geplanter großer Neubau im Gewerbegebiet Schweinfurt wurde nie realisiert. Es gab auch Planungen, im alten Steinbruch in Hausen einen Gewehrstand zu bauen. Stattdessen ging man mit befreundeten Vereinen Kooperationen ein und mietete benötigte Stände an.

    Anfänglich wurden auf dem Stand im Höllental alle technisch möglichen Sportpistolendisziplinen geschossen. In den 1980er-Jahren ist eine sehr erfolgreiche Schwarzpulver- und Großkaliberabteilung entstanden. Später kamen Disziplinen wie PPS, Wurfscheiben und Unterhebelrepetiergewehr und, als jüngste Disziplin,  Westernschießen dazu.

    Zehn Jahre "Pistolenturnier"

    1975 wurde das „Schweinfurter Pistolenturnier“ ins Leben gerufen, das aus nachlassendem Interesse nach zehn Jahren eingestellt wurde. Ebenfalls in den 1970er-Jahren bestand eine Verbindung zu einem englischen Schützenverein, der zu einer regen Teilnahme an Veranstaltungen in Schweinfurt und London führte. In den 1980er-Jahren nahmen die Sportschützen auch an Wettbewerben außerhalb der DSB-Disziplinen teil.

    Trotz der eingeschränkten Standkapazität wurden bei einer durchschnittlichen Mitgliederzahl von 150 (derzeit sind es nur etwa 80) jedes Jahr in vielen Disziplinen Mitglieder zu Bayerischen und Deutschen Meisterschaften entsandt. Die Westernschützen sind aktuell auf europäischer Ebene aktiv.

    Die Vorsitzenden

    Die Geschicke des Vereins wurden im den vergangenen Jahren unter anderem vom heutigen Ehrenmitglied Heinz Eppendeder sowie Thilo Kess, Edmund Heilmann, Walter Böhm und Gerhard Derleder geleitet

    Der Vorstand der Sportschützen 1959 unter der Führung von erstem Schützenmeister Robert Schamberger arbeitet daran, dass die Erfolge und der Gedanke der Gründer bezüglich des rein sportlichen Schießens auch in den nächsten Jahrzehnten bestehen bleiben, heißt es im Pressetext des Vereins.

    Bearbeitet von Gabriele Kriese

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