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    Schwebheim

    AK Arten und Naturschutz präsentiert erstaunliche Bilanz

    Über 700 Vögel hat der Arbeitskreis Arten und Naturschutz Schwebheim (kurz: AKAN) von 1989 bis 2018 gepflegt. Lothar Schwarz übergab der Gemeinde nun den Jahresbericht seiner Organisation für die Fauna. Und vor wenigen Monaten zog die Fledermaus- und Greifvögel-Auffangstation zu Georg Mai nach Poppenhausen, Lothar Schwarz übergab die Verantwortung in jüngere Hände.

    Die Bilanz des AKAN weist erstaunliche Zahlen auf. Über 600 Tag- und Nacht-Greifvögel wurden in den 30 Jahren gepflegt und wieder "aufgepeppt". Aus dem Max-Planck-Institut erhielten weit über 230 Vögel und ein Schwarzstorch Ringe, damit wird die wissenschaftliche Arbeit rund um die Vogelarten gefördert. Seit 2006 fanden 344 Fledermäuse in der Auffangstation eine Bleibe, sie wurden nach ihrer Genesung wieder ausgewildert.

    Auch die Beratungsarbeit des Kreises hat geholfen, das Verständnis für die Tierwelt zu vergrößern. Lothar Schwarz führt in seiner Statistik seit 1988 über 4500 Beratungsgespräche auf, er verweist auf Aktionen und Fortbildungsmaßnahmen in Kindergärten und Schulen sowie im Tierheim Schwebheim. Interessante Werte von Tieren vervollständigen den Bericht: Eine Waldameisenkönigin kann bis zu 25 Jahre alt werden, eine Arbeiterin bei den Honigbienen lebt im Sommer gerade mal sechs Wochen.

    Etwas mehr als 1200 Exponate und Präparate übernahm der AKAN für den Landkreis und die Stadt. Die meisten stammen aus den Zollämtern der Flughäfen in Frankfurt/Main und München. Auch die Verwertungsstelle Bad Hersfeld hat Präparate weiter gereicht. Seit 1990, im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der ökologischen Flurbereinigung in Schwebheim, wurden 120 eigene Exponate angefertigt. Schulen und Kindergärten leihen sich diese für den Unterricht aus. Für fast 50 Maßnahmen wurde das Angebot aus Schwebheim genutzt. Die Exponate und die Präparate des Zolls verteilte der AKAN an 17 verschiedene Stellen, an Schulen und an Gemeindeverwaltungen.

    Die Arbeit des AKAN ändert sich laufend. So ist die Bekämpfung von Ratten und das Fangen lebendiger Stein- und "Auto"-Marder hinzugekommen. Der Arbeitskreis berät auch Bürger, die mit Wühlmaus- oder Maulwurf-Populationen Probleme haben.

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