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    SCHWEINFURT

    Mehr Kinder in Schweinfurt: Die Schülerzahlen steigen

    Die Schülerzahlen in Deutschland und auch in Schweinfurt steigen wieder. Grund sind höhere Geburtenraten und die Zuwande... Foto: Patrick Seeger

    Die Bertelsmann-Stiftung hat im Sommer Erfreuliches festgestellt: Entgegen der bisherigen Prognosen steigen die Schülerzahlen in Deutschland durch mehr Geburten und Zuwanderung in den nächsten Jahren erheblich und sinken nicht dramatisch. Welche Auswirkungen das für die Stadt Schweinfurt hat und ob der Schulentwicklungsplan geändert werden muss, wollte SPD-Stadtrat Peter Hofmann von der Verwaltung wissen.

    Zahlen genau vergleichen

    Schulamtsleiter René Gutermann brachte im Schul- und Kulturausschuss ein ausführliches Zahlenwerk. Die Bertelsmann-Studie zeigt einen Anstieg deutschlandweit um 8,05 Prozent bis 2030 auf dann 8,59 Millionen Schüler von der Grundschule bis zum Abitur. Die Prognose der Kultusministerkonferenz sagte bis 2025 einen Rückgang auf 7,24 Millionen voraus, ist aber 2013 erstellt worden und konnte deswegen die aktuellen Entwicklungen mit steigender Geburtenrate einheimischer Frauen und die Zuwanderung seit 2015 durch Asylbewerber gar nicht einbeziehen. Für Bayern wird ein Anstieg der Gesamtschülerzahlen um 70 000 bis 2025 auf dann 1,76 Millionen erwartet, was sich laut Gutermann natürlich auch in Schweinfurt widerspiegelt.

    Korridor im Schulentwicklungsplan

    Im Schulentwicklungsplan, der vor drei Jahren in Auftrag gegeben wurde, hat der Planer schon wohlweislich einen Korridor berechnet in drei Varianten. Die Berechnungen schwanken zwischen einem Absinken von 1766 (in 2015) auf 1632 Schüler im Jahr 2034 und einem Anstieg auf 1937. Ausdrücklich darauf hingewiesen wurde im Plan, dass nicht mit berücksichtigt ist, wie viele Flüchtlingskinder zukünftig in Schweinfurt in der Schule sind, da der Stichtag der Berechnungen der 31. Dezember 2015 war.

    Im Vergleich zum Schulentwicklungsplan hat man nach neuesten Zahlen zum 1. Oktober 2017 in den Grundschulen 1806 Schüler, was 92 mehr sind als in der besten Variante des Planes angenommen (plus 5,37 Prozent) und in den Mittelschulen 1147 Schüler, was 79 mehr sind als angenommen (plus 7,4 Prozent). In beiden Fällen ist die private Montessori-Schule mit eingeschlossen.

    Auch in den Realschulen zeigt sich der positive Trend: Plus 2,55 Prozent im Vergleich zu Variante 3 des Schulentwicklungsplanes, in Zahlen 1526 statt geschätzt 1488.

    Rückgang bei Gymnasien

    Bei den Gymnasien hingegen ist aktuell ein Rückgang zu sehen. 2920 Schülerinnen und Schüler (inklusive dem nicht in städtischer Trägerschaft befindlichen Celtis-Gymnasium) besuchen diese Schulform, das sind 126 weniger als in der besten Variante angenommen. Ob die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ab diesem Schuljahr positive Auswirkungen auf die Schülerzahlen hat, wird man aber erst in zwei bis drei Jahren deutlich sehen.

    Dass die Schülerzahlen in Schweinfurt steigen, freut die Verwaltung. Gutermann betonte, der Schulentwicklungsplan müsse ergänzt, nicht korrigiert werden. „Man muss das immer aus der Zeit heraus sehen, insofern enthält er keine Fehler, sondern ist korrekt.“ Sollten die Zahlen sogar noch weiter in die Höhe gehen, hätte man in der Wälzlagerstadt kein Raumproblem, alle Schulen sind ausreichend dimensioniert.

    Schülerzahlen

    Die Zahlen (Stand 1. Oktober 2017) beziehen sich auf die Schulen, bei denen die Stadt Sachkostenträger ist.

    Grundschulen:

    Aktuell 1614, Vorjahr 1567 (plus 47).

    Albert-Schweitzer-Schule 245 (245)

    Auen-Schule 162 (169)

    Friedrich-Rückert-Schule 187 (169)

    Gartenstadt-Schule 223 (210)

    Kerschensteiner-Schule 331 (351)

    Körner-Schule 183 (154)

    Dr.-Pfeiffer-Schule 131 (118)

    Schiller-Schule 152 (151)

    Mittelschulen:

    Aktuell 937, Vorjahr 919 (plus 18).

    Albert-Schweitzer-Schule 246 (286)

    Auen-Schule 287 (267)

    Frieden-Schule 404 (366)

    Förderschule:

    Aktuell 152, Vorjahr 160 (minus acht).

    Pestalozzi-Schule 152 (160)

    Realschulen:

    Aktuell 1526, Vorjahr 1503 (plus 23).

    Walther-Rathenau-Schule 735 (727)

    Wilhelm-Sattler-Schule 791 (776)

    Gymnasien:

    Aktuell 2116, Vorjahr 2200 (minus 84).

    Walther-Rathenau-Schule 519 (518)

    Alexander-von-Humboldt 1025 (1065)

    Olympia-Morata 572 (617)

    Berufliche Schulen:

    Aktuell 4074, Vorjahr 3945 (plus 129)

    Georg-Schäfer-Schule 2010 (1901)

    Ludwig-Erhard-Schule 2064 (2044)

    FOS/BOS:

    Aktuell 1071, Vorjahr 1113 (minus 42)

    Fachoberschule 864 (854)

    Berufsoberschule 207 (259)

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