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    Schwanfeld

    Abwassertank für das Bergamo-Festival

    Nur noch etwas weniger als einen Monat, dann startet am 2. August der Schwanfelder Verein Container e. V. das 25. Bergamo-Festival auf dem Obereisenheimer Berg bei Schwanfeld. Ein nicht allzu kleines Problem werden die Verantwortlichen dann in den Griff bekommen haben: sie lösen die Frage, wohin mit den Abwässern aus dem Toilettenwagen.

    Die Idee: ein unteridrischer Fäkalientank mit DIBT-Zulassung und einem Fassungsvermögen zwischen zehn und 15 Kubikmetern neben dem Festivalplatz auf gemeindlichem Grund. Mit einem Abwasserschacht unter dem Feldweg soll das Abwasser direkt aus dem Toilettenwagen in den Tank fließen, und eine Fachfirma wird den Tankinhalt absaugen und fachgerecht entsorgen. Diese Idee fand im Schwanfelder Gemeinderat Beifall, und einstimmig erteilte der Rat dem Antrag des Vereins sein Einvernehmen.

    Die jungen Leute des Vereins, sagte Bürgermeister Richard Köth im Gespräch mit dieser Redaktion, "sind sehr verantwortungsbewusst und wollten eine nachhaltige Lösung finden". Und diese Lösung mit dem unterirdischen Tank befand wohl nicht nur der Bürgermeister als "sehr gut". Denn bislang waren die Vereinsverantwortlichen schnell an Grenzen gestoßen, was die Entsorgung der Abwässer von mehreren hundert Besuchern des Festivals betraf. "Auch die Kapazität eines Toilettenwagens ist, wenn die Fäkalien dort gesammelt werden, bald an seine Grenzen gelangt", umriss Köth das Problem. Die Folge war natürlich das berüchtigte wilde Pieseln, und dem wird durch die neue Abwassertechnik jetzt ein Riegel vorgeschoben.

    Das Gute an der ganzen Sache ist, dass die Gemeinde keinen offiziellen Bauantrag beim Landratsamt stellen muss. Bedingungen sind unter anderem, dass der Tank nach einer Veranstaltung umgehend zu entleeren und der Inhalt über eine "leistungsfähige Kläranlage" entsorgt werden muss. Auch sind die das Gelände umgebenden Hecken und Bäume von den Bauarbeiten zu verschonen. "Gegebenenfalls muss für die Ausschachtung des Zulaufrohres im Wurzelbereich händisch gearbeitet und die dortigen Wurzeln verschont werden", heißt es im Schreiben des Landratsamtes, und weiter: "Nach Abschluss der Arbeiten ist die ursprüngliche Bodenbedeckung (Wiese) durch Aussaat wieder herzustellen, alternativ können auch die Grasssoden gesichert und anschließend wieder aufgesetzt werden."

    Allesamt Auflagen, mit der die Gemeinde und wohl auch der Verein sehr gut leben können, zumal auch mit einer Eigenleistung des Vereins gerechnet werden dürfte. Somit erteilte der Rat einstimmig sein Einvernehmen und behielt sich vor, bei eigenen Veranstaltungen die Anlage kostenfrei nutzen zu dürfen. Sollte ein anderer Veranstalter bei einer Veranstaltung "des gleichen Umfangs" nutzen wollen, müsste der Rat noch festlegen, wie viel das kosten könnte.

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