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    Üchtelhausen

    Alles bleibt beim Alten

    Die Kirchbergschule lässt den Gemeinderat nicht los, seit Herbst vergangen Jahres stand sie auf der Tagesordnung jeder Gemeinderatssitzung. Eine Privatperson hatte Interesse an der Immobilie bekundet, gleichzeitig forderten die Hesselbacher Gemeinderäte einen Ratsentschied über den Erhalt des Gebäudes.

    Im Dezember des vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat schließlich einstimmig, einer Nutzung der Kirchbergschule als Kultur- und Begegnungseinrichtung zuzustimmen, und beauftragte die Bürgermeisterin in diese Richtung Gespräche mit der interessierten Person zu führen. Diese Gespräche sind nun aber endgültig zum Erliegen gekommen.

    Die aktuelle Nutzung des Hauses deckt sich weitgehend mit der vom Gemeinderat grundsätzlich gebilligten. Die Immobilie wird durch Feuerwehr, VHS, Waldbereinigung gemeindlich genutzt. Und durch die Einnahmen aus Vermietungen auch weitgehend kostendeckend betreiben. Einen Handlungsdruck gebe es also nicht, erklärte Bürgermeisterin Birgit Göbhardt, jede Veränderung würde die Gemeinde nur Geld kosten.

    Andere Lösung abwarten

    Aus rein wirtschaftlichen Gründen solle man daher den Status quo erhalten, bis sich eine andere für die Gemeinde interessante Lösung aufzeige. Und was wird jetzt aus dem Ratsbegehren, fragte Richard Halbig. Man habe dies zwar behandelt aber dann ja immer vertagte, erklärte die Bürgermeisterin. Michael Kneuer meinte, der Rat habe Nutzung der Kirchbergschule als Kultur- und Begegnungseinrichtung "nicht so beschlossen".

    Dies widerlegte Geschäftsleiter Harald Mantel anhand der Protokolle aus dem Gemeinderat und Gemeindeentwicklungskonzept. Kneuer fand es "traurig, dass in der Legislaturperiode wieder keine Entscheidung getroffen wird". Dem widersprach Helmut Walter, schließlich habe man eine Nutzung entschieden und entscheide jetzt den Status quo zu erhalten, um keine zusätzlichen Kosten zu verursachen.

    "Wir entscheiden, dass es erstmal so bleibt", betonte auch Elisabeth Niklaus. Schließlich habe sich viel getan in der Kirchbergschule durch Vermietungen und die Unterstützung des Förderkreises gingen die laufenden Kosten für die Gemeinde im kommenden Jahr fast gegen Null. Vorher habe es auch schon Jahre gegeben, da habe man mit der Schule 20 000 Euro Miese gemacht, bekräftigte Göbhardt.

    Gleiche Verträge schließen

    Uwe Heid bemängelte eine vermeintliche Ungleichbehandlung zwischen der Kirchbergschule und dem Gemeindehaus in Madenhausen, wo schließlich auch Kultur angeboten werde und der Vereinsring selbst für den Unterhalt sorgen müsse. Dies so Göbhardt sei unter ihrem Vorgänger Walter Bötsch vertraglich so festgelegt worden. Größere Reparaturen aber übernehme beim Gemeindehaus die Gemeinde, die laufenden Kosten in der Kirchbergschule deckten die Vermietungen und Zuwendungen des Förderkreises.

    Den Vorschlag von Achim Zehner, doch möglichst gleiche Verträge für alle gemeindlichen Gebäude zu schließen, sah die Bürgermeisterin kritisch. Zustand und Größe der Häuser seien zu unterschiedlich, die Gebäude nicht vergleichbar. Vielleicht könne man aber vergleichbare Grundpfeiler setzen und vor allem die Abrechnungen für die Bürger transparent machen, meinte Zehner.

    Thomas Pfister mokierte sich noch darüber, dass in Bezug auf das Ratsbegehren immer von den Hesselbacher Gemeinderäten gesprochen wird. Das fördert seiner Meinung nach das Kirchturmdenken, man könne ja auch sagen "vier Gemeinderäte" oder der "Vorschlag kam aus dem Gemeinderat". Nachdem dieser aber mit vier Stimmen für den Erhalt des Status quo in Sachen Kirchbergschule gestimmt hat, ist ein Ratsbegehren jetzt ohnehin vom Tisch.

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