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    Röthlein

    Am Nettomarkt gibt es Strom für E-Bikes

    Momentan feilt der Landkreis an einem neuen umweltfreundlichen Mobilitätskonzept im Bereich Radverkehr. Geplant ist es, die Ladekapazitäten im Landkreis erheblich zu erhöhen, indem an fast allen Landkreis-Immobilien öffentliche Ladestationen angebracht werden. Nun ist es gelungen, einen sehr günstigen Rahmenvertrag auszuhandeln. Um letztendlich ein flächendeckendes Ladeinfrastrukturnetz über den gesamten Landkreis zu spannen, strebt der Landkreis eine möglichst große Sammelbestellung an, an der sich auch interessierte Gemeinden beteiligen können. Und so stand im Gemeinderat die Entscheidung über die Beschaffung einer E-Bike-Ladestation an.

    Prinzipiell stieß die Idee auf offene Ohren, diskutiert wurde nur über den Standort und die Anzahl der Ladestationen, die neben der E-Bike-Lademöglichkeit auch über einen USB-Anschluss für die Aufladung von Smartphones, Tabletts und Navigationsgeräten verfügen. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Albrecht Hofmann auf einmalig etwa 2200 Euro pro Einheit, dazu kommen ca. 100 Euro Stromkosten im Jahr. Peter Gehring bezweifelte die "Einmaligkeit" der Anschaffungskosten, schließlich – sein Argument – gibt es in der Ladesäule Verschleißteile. Außerdem sah Gehring keinen Sinn darin, eine Ladestation, wie mehrfach vorgeschlagen, an einem Sportheim aufzustellen, schließlich können dort normale Steckdosen genutzt werden.

    Ingeborg Wegner und Elke Lanz sprachen sich für die Anschaffung aus, Lanz plädierte gleich für Ladesäulen in allen drei Gemeindeteilen, kam damit jedoch nicht durch. Einstimmig beschlossen wurde nun, erst einmal eine Ladesäule anzuschaffen und diese auf dem gemeindlichen Platz vor dem Röthleiner Netto-Markt aufzustellen; eine Stelle mit Publikumsverkehr und der Möglichkeit, die Ladezeit sinnvoll zu nutzen, auch wenn Gehring mit Blick auf die aktuelle Diebstahlssituation in der Großgemeinde, mahnte, das Fahrrad möglichst im Auge zu behalten.

    Vorgeschlagen wurde auch die Errichtung eine Bank in der Nähe der neuen Ladestation, sowie Hinweisschilder für E-Biker in allen Ortsteilen. Auf den Weg gebracht wurde dann noch eine Formalie, wie Kämmerin Lena Seifert erläuterte: Die Gemeinde hat bereits im Juli 2017 eine Teilumsetzung des gemeinsam mit Grafenrheinfeld erstellten Gewässerentwicklungskonzept beschlossen. Nun fehlte aber für die Förderung der Umsetzungsmaßnahme für die Teilstücke des Heidenfelder Mühlbachs und Röthleiner Seitengrabens je die Beantragungen auf Aufnahme in die Ämter- und Dringlichkeitsliste beim Wasserwirtschaftsamt; das hat der Gemeinderat nun einstimmig beschlossen. Hilmar Kirch fragte nach, ob die Förderung auch für Hirschfeld beantragt werden könnte, doch das - so Seifert - ist nur im Rahmen eines neuen Konzeptes möglich. Peter Gehring wünschte dann noch eine flottere Bearbeitung und Umsetzung der Maßnahme durch die Planerin; das wurde wohl laut Bürgermeister Hofmann schon angesprochen.

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