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    Dittelbrunn

    Am Süßberg könnte auch finanzieller Sprengstoff lauern

    Liegen noch explosive Altlasten aus der Kriegszeit im Haardtwald, am Dittelbrunner Süßberg? Eine Auswertung der "Luftbilddatenbank Dr. Carls" aus Estenfeld hat ergeben, dass es dort zumindest Bombentrichter gegeben hat. Um den Wald auf Blindgänger untersuchen zu lassen, holt die Gemeinde die Nürnberger Fachfirma Tauber ins Boot, für etwa 16 600 Euro (eigene) Kosten. Sollte eine Bergung von Sprengkörpern nötig werden, müssten die privaten Grundstückseigner die Kostenlast tragen. Mit der etwas günstigeren Lösung einer Schwarzacher Firma, die vorläufig nur die Forstwege und eine Freifläche sondiert sowie Warnschilder aufgestellt hätte, wollte sich der Rat nicht anfreunden.

    Sonderprogramm Militärkonversion

    Nicht ausgeschlossen werden kann auch eine Belastung der Heeresstraße. Die allgemeine Machbarkeitsstudie für die Erschließung ihres nördlichen Bereichs wird mit 30 000 Euro bei der Städtebauförderung ab 2020 angemeldet: im Rahmen des Sonderprogramms Militärkonversion, die kommunale Belastungen durch den Abzug der US-Army mildern soll. Darunter fällt auch eine mögliche Freilegung des namensgebenden Gewässers bei der Neugestaltung der Straße "Am Marienbach" (ebenfalls mit 30 000 Euro förderfähigen Kosten). Ebenso der "Spielplatz Grundwiesen", der als Konversionsprojekt zum Multifunktions-Platz aufgewertet werden soll, mit 180 000 Euro förderfähigen Kosten und 80 Prozent Zuschuss.

    Zuschuss fürs Bürgerhaus

    Knapp 1,9 Millionen Euro Zuschuss könnte es für das 2,6 Millionen Euro-Projekt "Sanierung Bürgerhaus" geben, im Rahmen des Investitionspakts "Soziale Integration im Quartier".  Insgesamt reicht Dittelbrunn Maßnahmen im Gegenwert von fast 9,8 Millionen Euro ein.

    Mehrheitlich abgelehnt wurde der Wunsch der Schule an die Gemeinde, für das kommende Schuljahr einen Bundesfreiwilligen (Bufdi) einzustellen: für verschiedene Hilfstätigkeiten, einschließlich eines Nachmittags-Einsatzes im Hort, bei einem Kostenaufwand von bis zu 5700 Euro jährlich. Bürgermeister Willi Warmuth wollte die (Ganztages-)Schule Sennfeld nicht als Vorbild gelten lassen. Die Gemeinde sei lediglich Sachaufwandsträger der Schule. In diesem Fall würde das Problem des Personalmangels auf sie abgewälzt.

    Lukas Hartung sah durchaus eine Entlastung für die Lehrer, etwa im Telefondienst, und eine Hilfe bei der Berufsfindung, für den Bufdi. "Wenn es so notwendig wäre, warum bezahlt es der Staat nicht?" widersprach Warmuth.

    Rainer Patzke verwies auf die Kontingentflüchtlinge und wollte geklärt haben, welche Aufgaben genau übernommen werden würden. Ein Bufdi könne Hortkinder ohnehin nur zusammen mit einer Fachkraft beaufsichtigen, sagte Karin Neubauer. Er habe einfach nicht die Ausbildung und Erfahrung. Für Franz Geus wäre ein Bufdi-Einsatz in den Kigas sinnvoll, wo Stellen schon entsprechend besetzt waren. Wenn die Schule ebenfalls Bedarf sehe, könne man das aber nicht unter Hinweis auf den "bösen Staat" wegwischen.

    Videoüberwachte Glascontainer

    Im Zuge des geplanten Anbaus an die Hambacher Schulturnhalle sollen die Glas- und Dosencontainer von der Steinbergstraße an den Sportheim-Parkplatz wandern. Gerechnet wird mit sechs oder sieben neuen Parkplätzen an der Turnhalle. Der neue Standort soll eingehaust und, auf Vorschlag von Wolfgang Fuhl, mit einer Video-Überwachung ausgestattet werden. Auf dem Hambacher Sportgelände soll wieder eine Skateranlage angelegt werden, entsprechend eines Antrags aus der Jugendbürgerversammlung.  Der Bedarf soll noch einmal unter den Jugendlichen abgefragt werden (eine Gegenstimme).

    Zugeparkte Ortsstraßen

    Ein besonderes Ärgernis aus Gemeindesicht sind die mit Anhängern zugeparkten Ortsstraßen: sei es mit Wohnwägen, Pferde- oder Bootsanhängern. Die Verwaltung erinnerte daran, dass sie maximal zwei Wochen unbewegt stehen dürften. Manche stünden bis zu einem Jahr, hat Udo Jablonski festgestellt. "Man kommt nicht durch", meinte auch Heike Prescher. Bürgermeister Willi Warmuth will Straßen ermitteln lassen, in denen nur Pkw parken dürfen, etwa im Bereich Tannigweg und Eibenstraße.

    Eine geplante Werbetafel der Netto-Filiale am Steingraben soll möglichst von der Straße weg in den Parkplatz hinein versetzt werden, um Autofahrer nicht zu irritieren.

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