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    NIEDERWERRN

    Amboss und Cowboyhüte

    Begeistert bei der Sache: die Hugo-Musikagenten gefielen mit ihrem Konzert. Foto: Uwe Eichler

    Alter Schwede! Mit vollem Schub startete das Palmsonntagskonzert der Niederwerrner Musikanten, zu den Rhythmen des „Final Countdown“ der schwedischen Rockband Europe. Geschrieben hat den Keyboardklassiker Joey Tempest im fernen Jahr 1985. Da standen die Hugo-Musikagenten noch in den Sternen, die jungen Nachwuchstalente des Musikvereins, die in enger Kooperation mit der Schule ans Orchesterleben herangeführt werden.

    Dirigiert wurden sie in der gut gefüllten Hugo von Trimberg-Halle von Bernhard Rippstein. Es folgten Gospel Hits von Jan de Haan, sowie die „Amboss Polka“ von Albert Parlow (mit Amboss und echten Hammerschlägen).

    Auch ein „Arabischer Traum“ von Tom Molter sowie „My first Blues“ aus der Feder von John Emerson Blackstone ließen sich schon hören.

    Zwischendurch kamen mit Lilian Dannhauser, Sara Enders und Jannika Boy drei ganz junge Musikerinnen auf die Bühne, die seit September dabei sind und zwischen Polka und Arabian Dream mit dem „Jolly Good Fellow“ ihr Debüt gaben.

    Die rund 30 Musiker des Hauptorchesters zogen ein, unter Leitung von Thomas Will, und präsentierten den Marsch der Russischen Garde, nach einem Arrangement des Österreichers Harald Kolasch.

    Bevor es wie auf einem fliegenden Teppich weiterging, auf einen „Persischen Markt“ , in die Welt der Schlangenbeschwörer und Basarhändler, dank einer orientalischen Musikfantasie von Albert W. Ketelbey.

    Johnnie Vinson hat eine Hommage an den „King of Pop“ zusammengestellt, den unvergessenen Michael Jackson – Lars Schubert steuerte ein kleines Trompetensolo bei.

    Es folgte eine „Bunte Palette“ des Komponisten Dieter Herborg, mit Michael Göbel an der Trompete. „Jennifer Rush musste leider aus wichtigen persönlichen Gründen absagen“, hieß es dann bei der Ankündigung zu „The Power of Love“. Also übernahm Solistin Franziska Fasel den Gesangspart des US-Rock- und Popstars.

    Der dramatische Soundtrack des „Herrn der Ringe“, ein Höhepunkt des zweiten Teils, hätte eigentlich sieben Schlagzeuger benötigt. Mangels Orktrommler war voller Einsatz der drei Drummer gefordert.

    Die Freunde von Winnetou & Co kamen im Anschluss auf ihre Kosten, bei der elegischen „Melodie der Prärie“ von Willi Löffler, ein Zwischenstopp im Wilden Westen auf einer musikalischen Weltreise. Zu diesem dritten Satz der „Suite International Nr. 2“ wurden passenderweise Cowboyhüte aufgesetzt.

    Weltbekannt ist der gefühlvoll-beschwingte „Walzer Nr. 2“ von Dimitri Schostakowitsch, hier übernahmen Ramona Schubert und Rainer Pfister den Posaunenpart.

    Es folgte ein symphonisches Porträt von Andrew Lloyd Webber, mit Musicalimpressionen aus „Cats“, „Jesus Christ Superstar“ und „Evita“, von wegen „Don?t cry for me Argentina“. Bevor der Abend dann mit der „Böhmischen Liebe“ von Mathias Rauch so langsam ausklingen durfte – eine Erinnerung daran, dass auch die Jugend wieder blasmusikbegeistert ist.

    Als Zugaben nach den stehenden Ovationen schmetterte der Radetzkymarsch und erklang die allseits beliebte „Vogelwiese“, mit Bruno Will am Mikrofon.

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